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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Juli 2019 BNGO-Beteiligung an der EMRISK-Studie: Entwicklung eines Risikofaktorenmodells für Übelkeit und Erbrechen unter Chemotherapie

Es ist seit langem bekannt, dass das Risiko infolge einer medikamentösen Tumortherapie zu erbrechen, für jeden Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Daher wurde die EMRISK-Studie initiiert. Sie wird geleitet von Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie und Klinik für Gynäkologie an der Charité Universitätsmedizin in Berlin. Auch der BNGO engagiert sich in dieser Studie.
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Mit diesem Projekt baut der BNGO seine Kooperation mit der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO) e.V. zur Durchführung von wissenschaftlichen Studien in der Onkologie weiter aus. Das Ziel der nicht-interventionellen EMRISK-Studie ist es, patienteneigene Risiken zu identifizieren und ein Modell für die Vorhersage von Übelkeit und Erbrechen zu etablieren. Vor allem Faktoren wie weibliches Geschlecht, junges Alter und eine Vorgeschichte von Übelkeit und Erbrechen erhöhen das Emesis-Risiko.
 
Ein Mitschnitt des Studientreffens mit freundlicher Unterstützung von RIEMSER Pharma GmbH


Am 11.12.2018 fand das erste Studientreffen der EMRISK-Studie unter Leitung von Prof. Sehouli und Dr. Jörg Schilling, Vorsitzender des BNGO, statt. Neben der Vorstellung der Studie wurden neue Ergebnisse aus dem NOGGO-Register zum Einfluss Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechens auf das Gesamtüberleben und die Lebensqualität der Patientinnen präsentiert. Zu diesem Thema berichtete Sehouli auf dem Studientreffen, dass „nach unseren (NOGGO) Analysen die Übelkeit- und Erbrechen-Problematik prognostischen Einfluss hat: Je stärker Übelkeit und Erbrechen, unabhängig von der Zyklenzahl, unabhängig vom Ansprechen der Therapie, desto kürzer leben die Patienten.“ Des Weiteren wurden die Zwischenergebnisse der vom BNGO unterstützten Antiemese-Studie AkyPRO sowie die Anwendung digitalisierter Leitlinien zur supportiven Therapie im klinischen Alltag vorgestellt.

Die nicht-interventionelle Studie AkyPRO untersucht die Lebensqualität von 2.500 erwachsenen Patienten, die zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen im Zuge einer Chemotherapie mit hoch oder moderat emetogenen Substanzen die Antiemetikakombination Netupitant/Palonosetron (Akynzeo®) erhalten.

Auf dem Studientreffen präsentierte AkyPRO-Studienleiter Schilling eine Zwischenauswertung der Studie in der Subpopulation der 986 bis dato eingeschlossenen Mammakarzinom-Patientinnen. Die Zwischenanalyse der Studie bestätigte die in der Gesamtpopulation bereits gezeigte Wirksamkeit der antiemetischen Prophylaxe mit Netupitant/Palonosetron bei Mammakarzinom-Patientinnen. Der Großteil der Patientinnen gab an, dass unter Netupitant/Palonosetron-Antiemese die Lebensqualität nicht mehr negativ durch Erbrechen und Übelkeit beeinflusst wurde.


BNGO e.V.
Geschäftsstelle
Friedenstraße 58
15366 Neuenhagen
Tel.: 03342/42689 -70
Fax: 03342/42689 -80
E-Mail: info@bngo.de
Internet: www.bngo.de

Dr. Jörg Schilling


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