Freitag, 20. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE
Cover Border
Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
19.12.2011
Ausgabe:
Jahr:
 
Zum Bewerten bitte anmelden!
 
 
Ältere Ausgaben
 
Alle Ausgaben von JOURNAL ONKOLOGIE sind für Sie kostenlos in unserem Archiv zugänglich.
 
 
 
 
Editorial
 
News
Metastasierte Sarkome – Erhaltungstherapie mit Ridaforolimus
Neue Studiendaten zur Therapie metastasierter Sarkome mit Ridaforolimus präsentierte PD Dr. Peter Reichardt, Bad Saarow. Sarkome machen 1-2% aller malignen Tumoren bzw. 10% aller im Kindesalter auftretenden malignen Erkrankungen aus, sind also sehr selten. Dazu gehören beispielsweise Liposarkome, pleomorphe und Synovialsarkome. Die bisherige Therapie besteht aus einer Chemotherapie (Ifosfamid, Adriamycin oder Epirubicin plus Dacarbazin), mit der Ansprechraten von bis zu 50% erreicht werden. „Das Outcome bei metastasierten Sarkomen ist sehr schlecht, die Aktivität von Mono- oder Kombinationstherapien ist limitiert“, so Reichardt. Da metastasierte Sarkome schnell voranschreiten, könnte eine Erhaltungstherapie mit Ridaforolimus eine neue Therapieoption darstellen.
 
Kontroverse
Laparoskopische Chirurgie des Kolonkarzinoms – die Zwischenbilanz ist positiv
Der Standardzugangsweg zur chirurgischen Versorgung des Kolonkarzinoms in Deutschland ist weiterhin die Laparotomie. Für bestimmte benigne Indikationsstellungen hingegen, wie z.B. die Divertikulitis, ist die laparoskopische Kolonresektion zum Standardverfahren geworden. Gegenwärtig und mit zunehmender Erfahrung der viszeralchirugischen Kliniken wächst auch der Anteil der laparoskopisch operierten onkologischen Patienten. Die robuste Evidenz der Vorteile der Laparoskopie bezüglich postoperativen Schmerzes, Erholung der Darmfunktion und Wiederherstellung des präoperativen Aktivitätsniveaus ist ein entscheidender Motor für die wachsende Verbreitung der laparoskopischen Kolonchirurgie. Zusätzlich ist in den letzten Jahren anhand mehrerer randomisierter Studien die onkologische Gleichwertigkeit der laparoskopischen und der offenen Chirurgie auch für die Langzeitergebnisse der Behandlung des Kolonkarzinoms deutlich geworden. Den zweifelsfreien Vorteilen der Laparoskopie für die unmittelbar postoperative Erholung des Patienten und für das kosmetische Ergebnis stehen einige verfahrensbedingte Nachteile und höhere Kosten gegenüber. Der höheren technischen Komplexität und dem zeitlichen Aufwand der Laparoskopie kann jedoch auf Seiten der Anwender durch Patientenselektion, Beachtung der erforderlichen Lernkurven und durch Anpassung der chirurgischen Ausbildung begegnet werden. Auf der ökonomischen Seite ist in Deutschland damit zu rechnen, dass die fortgesetzte Anpassung des G-DRG-Systems zu einer realistischeren Abbildung der laparoskopischen Verbrauchskosten führen wird. Insgesamt wird der laparoskopischen Kolonchirurgie in Zukunft eine zunehmende Bedeutung auch in der chirurgischen Flächenversorgung zukommen, und Zugangsminimalisierung sowie die weitere Verbesserung der chirurgischen onkologischen Qualität und Ergebnisse bleiben wichtige Innovationstreiber.
Laparoskopische Hemikolektomie
In Deutschland besteht unverändert eine hohe Inzidenz sowie eine erhebliche Mortalität des Kolonkarzinoms [1]. Ob der Patient eine Prognose entsprechend seines Krankheitsstadiums hat, im Idealfall einen Langzeitverlauf ohne Rezidiv und Fernmetastasen, ist wesentlich abhängig von einer adäquaten onkochirurgischen Entfernung des Primärtumors mit entsprechenden Resektionsrändern, verbunden mit einer systematischen Lymphadenektomie. In den letzten Jahren wurde zunehmend die chirurgische Technik, zusammen mit der Frage des optimalen Zugangsweges diskutiert. Während sich die Laparoskopie als operativer Zugangsweg für benigne Erkrankungen des Kolons mehr und mehr durchsetzt, ist der konventionell offene Zugang 20 Jahre nach Publikation der ersten Fallserie laparoskopischer Resektionen beim Kolonkarzinom [2] nach wie vor der Goldstandard für die Operation maligner Kolontumoren. Dabei gibt es eine gute Evidenz, dass laparoskopisch assistierte Operationsverfahren in spezialisierten Zentren bei einer selektierten Krankenklientel dem offenen Vorgehen hinsichtlich des perioperativen Outcomes, der Lebensqualität und im onkologischen Langzeitverlauf zumindest gleichwertig sind [3-5]. Eine ursprünglich postulierte Prognoseverbesserung für laparoskopische Verfahren [6] musste letztlich auf Studienmängel zurückgeführt werden und hat sich demzufolge in anderen prospektiv randomisierten Studien (RCT) auch nicht reproduzieren lassen [5, 7, 8]. Im Folgenden ist der Einfluss des operativen Zugangsweges im Sinne einer Pro-und-Contra-Diskussion für das laparoskopische bzw. offene Vorgehen für die rechtsseitige Hemikolektomie zu diskutieren.
 
Titelthema
HER2-negatives metastasiertes Mammakarzinom: Chemotherapie in fortgeschrittenen Therapielinien
Die Krebstherapie wird beständig komplexer, da die Behandlungskonzepte zunehmend auf die individuelle Situation des Patienten zugeschnitten werden. In dieser Arbeit soll die Chemotherapie des HER2-negativen metastasierten Mammakarzinoms in multiplen Therapielinien unter Berücksichtigung neuer Substanzen diskutiert werden. Die Zunahme der Komplexität gilt auch für das metastasierte Mammakarzinom insbesondere in der Second- und Thirdline-Therapie beim HER2-negativen Tumor. Die Therapieentscheidung wird in Absprache mit der Patientin und in Abhängigkeit von der adjuvanten Vortherapie und tumorspezifischer Faktoren getroffen. Sie muss das zu erwartende Nebenwirkungsspektrum, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Patientin, berücksichtigen. Frauen mit metastasiertem Mammakarzinom sind in zunehmendem Maße mit einem Anthrazyklin und einem Taxan vorbehandelt. Es erfolgt im Weiteren eine sequenzielle Therapie, die lange Zeit auf Capecitabin, Vinorelbin und liposomalem Anthrazyklin sowie ggf. der Reinduktion konventioneller Anthrazykline und Taxane basierte. Mit nab-Paclitaxel und Eribulin gibt es inzwischen neue Therapieoptionen, für die – anders als bei den vorgenannten Zytostatika – auch bei fortgeschrittenen Metastasierungsstadien Überlebensvorteile dokumentiert wurden. Für Eribulin wurde zudem als bislang einziger Substanz ein signifikant längeres Gesamtüberleben nach Anthrazyklin- und Taxan-Vorbehandlung in Studien belegt.
 
Fortbildung
 
CME - Zertifizierte Fortbildung
 
Pharmabericht
Rezidivierte/metastasierte Kopf-Hals-Tumoren: Hoher Stellenwert der Kombinationstherapie mit Cetuximab
Der monoklonale EGFR-Antikörper Cetuximab (Erbitux®) ist seit 2008 zur Erstlinientherapie rezidivierter/metastasierter Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN, Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck) in Kombination mit einer Platin-haltigen Chemotherapie zugelassen. Grundlage hierfür waren die Ergebnisse der Phase-III-Studie EXTREME, die einen signifikanten Überlebensvorteil belegen konnte [1]. Prof. Lisa Licitra, Mailand, berichtete auf der European Multidisciplinary Cancer Conference im September dieses Jahres von den Ergebnissen der Studie, die zeigte, dass die Kombination von Cetuximab mit einer Platin-basierten Chemotherapie die Symptomkontrolle optimieren konnte und signifikante klinische Vorteile herbeiführte, ohne die Lebensqualität der Patienten zu beeinträchtigen. Damit konnte nach 30 Jahren Forschung erstmals eine Verbesserung des Gesamtüberlebens in dieser Indikation ermöglicht werden. Daher wurde diese Kombinationstherapie mit dem höchsten Empfehlungsgrad in die aktuellen EHNS-ESMO-ESTRO-Leitlinien aufgenommen [2].
 
Infoportal
 
Kongressbericht
Therapie mit neuen Substanzen – neue Herausforderungen für die Bildgebung
Die Therapie mit neuen Substanzen wie Tyrosinkinasehemmern und Angiogenesehemmern stellt die onkologische Bildgebung vor neue Herausforderungen. Klassische Kriterien zur Bewertung des Therapieverlaufs spiegeln den klinisch relevanten Verlauf kaum wider. Doch neue technische Entwicklung in der Bilddiagnostik können die etablierten Kriterien RECIST oder CHOI ergänzen, um Response und Therapieverlauf besser beurteilen zu können. In einem interdisziplinären und interaktiven radioonkologischen Workshop in Kleingruppen bekamen die Teilnehmer anhand realer Patientenverläufe von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom oder Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) einen Eindruck von den Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der bildgestützten Therapieevaluation.
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs