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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
10.10.2012
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Editorial
 
News
 
Titelthema
Stadiengerechte Therapie des Keimzelltumors des Mannes

Keimzelltumoren bleiben auch 2012 die häufigste Tumorerkrankung des Mannes im Alter zwischen 20 und 45 Jahren. Die Inzidenz ist steigend. Die konsequente Anwendung stadiengerecht durchgeführter Therapiekonzepte hat jedoch zu einer Heilungsrate von etwa 88% über alle Tumorstadien hinweg geführt. Dabei sind der Einsatz von Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie, die Auswahl der erforderlichen Medikamente sowie die Art und Dauer ihrer Anwendung durch internationale Konsensusempfehlungen genau festgelegt. Diese orientieren sich an der Histologie, am jeweiligen Tumorstadium und am Vorhandensein bekannter und gut untersuchter Risikofaktoren. Diese strikten Vorgaben sollen sicherstellen, dass für jeden Patienten die optimale Heilungschance mit der für ihn am wenigsten belastenden Therapie erzielt wird. In der Primärtherapie früher und lokal begrenzter Tumorstadien bedeutet dies eine sorgfältige Abwägung zwischen den Nebenwirkungen einer oft nur adjuvanten Therapie und der zu erwartenden Rezidivgefahr. Für die weiter fortgeschrittenen metastasierten Tumorstadien bedeutet dies die Entscheidung einer optimalen Sequenz von Chemotherapie, Operation oder Bestrahlung. Eine besondere Herausforderung stellen Therapieentscheidungen bei den seltenen Rezidiven nach primärer Chemotherapie dar. In diesem klinischen Kontext ist eine an Prognosefaktoren orientierte, risikoadaptierte Vorgehensweise von besonderer Bedeutung. Auch hier muss die höhere Rate an Therapieversagen gegenüber den meist toxischeren Therapiekonzepten sorgfältig abgewogen werden. Die Vernachlässigung anerkannter Therapiestandards in der Behandlung von Patienten mit Keimzelltumoren führt sowohl in der Primär- als auch in der Rezidivtherapie zu einer höheren Rate an Therapieversagen mit der Notwendigkeit von Folgetherapien oder oft sogar auch zum Tod eines Patienten. Noch immer sterben in Deutschland Patienten an Keimzelltumoren, ohne dass sie jemals eine Chance auf eine adäquat durchgeführte Therapie hatten.

Kastrationsresistentes Prostatakarzinom: Aktuelle Therapieoptionen nach Docetaxel-basierter Chemotherapie

Vor der Etablierung biochemischer Screening-Methoden mittels PSA-Testung wurden beim Prostatakarzinom vornehmlich lokal fortgeschrittene oder metastasierte Tumorstadien diagnostiziert. Als Therapieoption blieben in den meisten Fällen ein symptomorientiertes Vorgehen mit Bestrahlung entsprechender ossärer Metastasen und eine ausreichende Analgesie. Nach den revolutionären Erkenntnissen von Charles Huggins in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts (1) über die Möglichkeit einer hormonellen Beeinflussung des Prostatakarzinoms mittels Applikation von Östrogenen oder Entzug von Testosteron, die mit dem Nobelpreis für Medizin gekrönt wurde, gab es eine systemische Therapie mit suffizienter palliativer Wirkung auf Patienten mit fortgeschrittenem und metastasiertem Prostatakarzinom.

Aktuelle Therapiemöglichkeiten beim Harnblasenkarzinom

In Europa erkranken jährlich fast 110.500 Menschen an einem Harnblasenkarzinom und 38.200 versterben pro Jahr daran (1). Allein in Deutschland liegt die Neuerkrankungsrate bei ca. 25.000 Fällen pro Jahr mit in den letzten Jahren steigender Inzidenz. Somit gehört das Harnblasenkarzinom weltweit zu einer der häufigsten Tumorerkrankungen. Männer sind 3-mal häufiger betroffen als Frauen und bei 70% der Patienten liegt das Erkrankungsalter jenseits des 65. Lebensjahres (2). Diese Daten verdeutlichen, dass die Prävention, die zielführende Diagnostik und die adäquate Therapie des Harnblasenkarzinoms zukünftig sowohl medizinisch als auch ökonomisch an Bedeutung gewinnen werden. Dieser Artikel soll die aktuelle Therapie der verschiedenen Stadien des Harnblasenkarzinoms in aller Kürze darstellen.

Das Adenokarzinom des Pankreas – Grundlagen und aktuelle Trends

Das Pankreaskarzinom hat, trotz aktueller Therapieentwicklungen, eine fatale Prognose. Späte Diagnose, rasches aggressives, infiltrierendes  Wachstum, frühe Metastasierung und eine gewisse primäre Refraktärität führen stadienunabhängig zu einer 5-Jahres-Überlebensrate von deutlich unter 10%. Selbst Patienten mit kurativ intendierter frühzeitiger Operation und in der späteren Rezidivsituation unter Zuhilfenahme aller möglichen Therapiemodalitäten erreichen eine 5-Jahres-Überlebensrate von nur etwa 20%. Aktuell befindet sich die seit weit über einer Dekade etablierte Basistherapie mit Gemcitabin durch neue klinische und zellbiologische Erkenntnisse im Wandel. Diese wurden bereits auch in die in Kürze erscheinende aktualisierte deutsche S3-Leitlinie aufgenommen.

Duktales Adenokarzinom des Pankreas: Standardisierte Aufarbeitung des Resektats

Zum Zeitpunkt der Initialdiagnosestellung sind lediglich etwa 20-30% der Patienten mit Pankreaskarzinom potentiell resektabel. Nur bei diesen Patienten besteht die Möglichkeit einer langfristigen Heilung. Diejenigen Patienten, deren Tumor resektabel ist, haben eine mediane Überlebenszeit von 15-19 Monaten, Patienten mit lokal fortgeschrittenen Tumoren von 6-10 Monaten, metastasierte Leiden sind mit einer Prognose von 3-6 Monaten vergesellschaftet. Die Problematik der Frühdiagnose ist hinlänglich bekannt, Tumoren müssen größer als 0,5 cm sein, um der Bildgebung nicht zu entgehen. Die Frühdiagnose wird darüber hinaus durch die Tumorbiologie selbst erschwert; die häufige Assoziation mit einer chronischen Pankreatitis und die deutliche „Desmoplasie“ des duktalen Adenokarzinoms sind wesentliche, die Früherkennung behindernde Charakteristika.

 
Serie
 
Interview
mCRC: Weiterbehandlung mit Bevacizumab bringt klaren Vorteil

Nach den Ergebnissen einer randomisierten Phase-III-Intergroup-Studie (TML-Studie) profitieren Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC), die innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung einer Therapie mit Bevacizumab und Chemotherapie einen Progress entwickelten, von der Fortführung einer Bevacizumab-kombinierten Chemotherapie. In dieser Studie erhielten 820 Patienten nach erster Progression unter einer Bevacizumab-haltigen Chemotherapie (FOLFOX oder FOLFIRI) und einer (erlaubten) Bevacizumab-Behandlungsunterbrechung von weniger als 3 Monaten randomisiert eine Zweitlinien-Kombinationschemotherapie mit oder ohne Bevacizumab. Patienten, die in der Erstlinie FOLFOX erhalten hatten, bekamen FOLFIRI, Patienten, die zuvor mit FOLFIRI behandelt worden waren, wurden auf FOLFOX umgestellt. Die fortgesetzte Behandlung mit Bevacizumab (2,5 mg/kg/Woche) führte im Vergleich zur alleinigen Weiterbehandlung mit einer Chemotherapie zu einer signifikanten Verbesserung des Gesamtüberlebens (11,2 vs. 9,8 Monate; HR=0,81; p=0,0062) und des progressionsfreien Überlebens (5,7 vs. 4,1 Monate; HR=0,68; p<0,0001).

Studie CALGB 40502: Verwunderung über die Präsentation der Studienergebnisse

Beim Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2012 in Chicago wurden Ergebnisse der Phase-III-Studie CALGB 40502 der Cancer and Leukemia Group B (CALGB) vorgestellt, die als Firstline-Therapie bei metastasiertem HER2-negativen Mammakarzinom randomisiert entweder konventionelles Paclitaxel, „nab“-Paclitaxel (Abraxane®, nanoparticle albumin bound) oder Ixabepilone (Ixempra®) in Kombination mit Bevacizumab (Avastin®) verglichen hatte (1). Die beim ASCO von der Studienleiterin Hope Rugo, San Francisco, vorgestellten Studienergebnisse zeigten, dass wöchentlich verabreichtes Ixabepilone signifikant weniger wirksam war als konventionelles Paclitaxel und auch nab-Paclitaxel dem Standard-Paclitaxel nicht überlegen war. Auch erwies sich die Kombinationstherapie mit Standard-Paclitaxel als insgesamt am besten verträglich. Viele Kongressteilnehmer waren verblüfft von den Daten und der aggressiven Präsentation der Studie, die besonders darauf fokussierte, dass die beiden neuen Medikamente nicht besser seien als das bekannte, konventionelle Produkt Paclitaxel. Wir baten Prof. Dr. Hans-Joachim Lück aus Hannover, der bereits seit 20 Jahren an zahlreichen Studien mit Taxanen teilnimmt und die erste deutsche Studie mit Paclitaxel beim Mammakarzinom geleitet hat, und der auch praktische Erfahrung im Umgang mit nab-Paclitaxel besitzt, um seinen wissenschaftlichen Kommentar zur Studie CALGB 40502 sowie eine praxisrelevante Einschätzung der Daten.

 
DGFIT
 
Pharmabericht
Mammakarzinom: Therapieoptimierung mit genomischen Markern

Der Oncotype-DX®-Brustkrebstest hat sich als Entscheidungshilfe bei invasivem Brustkrebs (ER+/Her2neu-negativ) im Frühstadium bewährt. Mithilfe des ermittelten Recurrence-Score®-Werts lassen sich diejenigen Patientinnen identifizieren, für die eine adjuvante Hormontherapie ausreicht bzw. diejenigen, die unbedingt eine zusätzliche Chemotherapie benötigen. Decision-Impact-Studien in mehreren Ländern, u.a. Deutschland, haben gezeigt, dass die Ergebnisse des Oncotype-DX-Brustkrebstests die ursprünglichen Behandlungsempfehlungen konsistent in etwa 30% der Fälle verändern und so einen wichtigen Beitrag gegen Über- oder Untertherapie und damit für das moderne Konzept einer personalisierten Medizin liefern, so ein Fazit von Experten anlässlich des 3. Symposiums zum Oncotype-DX-Test in Berlin.

 
Kongressbericht
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