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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
20.11.2011
Ausgabe:
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Editorial
 
News
Erhaltungstherapie mit Bevacizumab und Pemetrexed halbiert Progressionsrisiko beim NSCLC
Die Ergebnisse der randomisierten, multizentrischen offenen Phase-III-Studie AVAPEARL [1], wurden von Fabrice Barlesi, Marseille, auf dem EMCC 2011 in Stockholm vorgestellt. Es wurde gezeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC), die auf eine Erstlinientherapie mit Cisplatin, Pemetrexed und Bevacizumab ansprechen, von einer Erhaltungstherapie mit Bevacizumab plus Pemetrexed im Vergleich zu einer alleinigen Erhaltungstherapie mit Bevacizumab mit einer Halbierung des Progressionsrisikos profitieren. Das progressionsfreie Überleben (PFS), der primäre Endpunkt dieser Studie, war unter Bevacizumab/Pemetrexed-Erhaltungstherapie 10,2 Monate versus 6,6 Monate mit einer alleinigen Bevacizumab-Erhaltung.
 
Titelthema
Update 2011 – Magenkarzinom und Adenokarzinom des ösophago-gastralen Übergangs
Magenkarzinome einschließlich der Adenokarzinome im Bereich des ösophago-gastralen Übergangs sind die vierthäufigste Tumorerkankung weltweit und stehen an zweiter Stelle der tumorbedingten Todesursachen. Die Mehrzahl der Patienten in der westlichen Welt wird in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien diagnostiziert. Zum Staging zählen eine hochauflösende Computertomographie von Thorax, Abdomen und Becken sowie eine videodokumentierte Endoskopie und Endosonographie. Beim auf die Mukosa beschränkten Karzinom kann unter bestimmten Voraussetzungen eine endoskopische Mukosaresektion die chirurgische Resektion ersetzen. In den lokal fortgeschrittenen Tumorstadien II und III ist eine perioperative Chemotherapie als Standard etabliert. In der metastasierten Situation sind die Behandlungsziele palliativ. Eine Chemotherapie kann zur Verlängerung des Überlebens, zur besseren Symptomkontrolle und zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen. Kombinationen auf der Basis eines Platinsalzes und Fluoropyrimidins sind etabliert. Etwa jedes 5. Magenkarzinom weist eine Überexpression des Wachstumsfaktorrezeptors HER2 auf. Bei diesen Tumoren führt in fortgeschrittenem Stadium der gegen HER2 gerichtete monoklonale Antikörper Trastuzumab in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil oder Cisplatin zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens.
Update EAU-Guidelines 2011 beim muskelinvasiven und metastasierten Urothelkarzinom der Harnblase
Das Urothelkarzinom der Harnblase steht weltweit mit etwa 330.000 Neuerkrankungen und über 130.000 Todesfällen pro Jahr auf Platz 9 der meistgestellten Krebsdiagnosen. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen (3,8:1,0) [1]. Grundsätzlich werden nicht-muskelinvasive von muskelinvasiven Formen abgegrenzt. Zum Zeitpunkt der Erstdiagnose liegen in etwa 70% der Fälle nicht-muskelinvasive Urothelkarzinome vor, wohingegen histopathologisch bei ungefähr 30% der Patienten primär bereits eine Infiltration der Harnblasenmuskulatur festgestellt werden kann [2]. Der folgende Artikel soll einen Überblick über die aktuellen Leitlinien der European Association of Urology (EAU) zum muskelinvasiven und metastasierten Urothelkarzinom vermitteln [3].
Prognoseparameter des frühinvasiven Harnblasenkarzinoms
Die Prognose des Harnblasenkarzinoms hängt im Wesentlichen von der Invasionstiefe der Tumoren in die Harnblasenwand ab. Danach richtet sich letztlich auch die Therapiestrategie. Während beim nicht-muskelinvasiven Urothelkarzinom der transurethralen Resektion (TURB) diagnostische und therapeutische Bedeutung zukommt, erfordert das muskelinvasive Harnblasenkarzinom für die Kuration eine radikale Zystektomie mit pelviner Lymphadenektomie, da nicht selten Lymphknotenmetastasen vorliegen. Eine Sonderstellung nimmt das so genannte „frühinvasive“ Harnblasenkarzinom ein, das zwar noch nicht muskelinvasiv ist, aber die Schleimhaut über die Lamina mucosa hinaus infiltriert: Über ein Drittel der Patienten entwickelt im Verlauf ein fortgeschrittenes Harnblasenkarzinom und verstirbt letztlich daran, genauso viele Patienten bleiben dagegen nach TURB von jeder weiteren Beeinträchtigung durch das Karzinom verschont. Eine frühzeitige Zuordnung in die entsprechende Prognosegruppe ist für die Lebenserwartung des Patienten essentiell. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Parametern, die in den letzten Jahren untersucht wurden, um die Prognostifikation des pT1-Harnblasenkarzinoms zu verbessern.
Etablierte Biomarker bei der individualisierten Therapie solider Tumoren – aktuelle klinische Standards
Bei der Behandlung solider Tumorerkrankungen konnten in den letzten Jahren grundlegende Fortschritte erzielt werden. Durch Kenntnis prädiktiver, molekularer Marker wie Her2/neu, KRAS, EGFR und BRAF konnten verschiedene monoklonale Antikörper und Tyrosinkinaseinhibitoren in die klinische Routine eingeführt werden. Entsprechend selektionierte Patienten mit Mammakarzinom, gastroösophagealem Adenokarzinom, kolorektalem Karzinom, nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom und Melanom können seitdem z.T. erheblich effektiver behandelt werden. Damit ist die Onkologie ein gutes Beispiel für eine Therapieindividualisierung für individuelle Patientengruppen, wenngleich die notwendige molekular-pathologische Diagnostik komplexer geworden ist. Diese Übersicht fasst die wichtigsten Entwicklungen zusammen, die bereits im klinischen Alltag etabliert sind und gibt einen kurzen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
 
Fortbildung
Metastasenresektion urologischer Tumoren
Die Metastasenresektion vor oder nach einer medikamentösen systemischen Tumortherapie wird bei einer Vielzahl solider Malignome im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes mit der Zielsetzung der Prognoseverbesserung durchgeführt. Seltener wird die Indikation zur Metastasenresektion aus palliativer Indikation bei symptomatischer und konservativ nicht beherrschbarer Filialisierung gestellt. Bei den urogenitalen Neoplasien mit Ausnahme der testikulären Keimzelltumoren herrscht Unklarheit über die Indikation, das Ausmaß und den prognostischen Benefit dieser operativen Maßnahme [1-4]. In dem vorliegenden Artikel erfolgt eine kritische Bewertung der aktuellen Datenlage mit dem Ziel, einen Behandlungsalgorithmus für die urologischen Tumorentitäten zu entwickeln.
Die Bedeutung der Bisphosphonat-Therapie beim multiplen Myelom
Mit 3.500 Neuerkrankungen pro Jahr gehört das multiple Myelom zu den häufigsten hämatologischen Tumoren in Deutschland und ist für etwa 1% der krebsbedingten Todesfälle verantwortlich [1, 2]. Aufgrund einer unspezifischen Frühsymptomatik wird die Erkrankung häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Eine Heilung des multiplen Myeloms ist in der Regel nicht möglich, jedoch können mit neuen Therapeutika sowie Hochdosischemotherapie und autologer Blutstammzelltransplantation besonders bei unter 70-jährigen Patienten längere Remissionszeiten bei sehr guter Lebensqualität erreicht werden. Es ist wichtig, Skelettkomplikationen vorzubeugen und Knochenschmerzen zu reduzieren. Aktuelle Daten der Myelom IX-Studie zeigen für das Bisphosphonat Zoledronsäure (Zometa®) über die knochenschützenden Effekte hinaus eine lebensverlängernde Wirkung. In diesem Artikel werden die aktuellen Ergebnisse der Myelom IX-Studie vorgestellt und diskutiert, inwieweit diese das therapeutische Vorgehen beim multiplen Myelom zukünftig beeinflussen.
 
Pharmabericht
Bevacizumab plus Interferon: Effektive und verträgliche Firstline-Therapie beim fortgeschrittenen RCC
Die Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Interferon--2a (IFN) hat sich aufgrund guter Verträglichkeit und hoher Wirksamkeit als Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC) bei niedrigem bis intermediärem Risiko bewährt. Etwa 70% aller Patienten in dieser Indikation benötigen eine oder mehrere Folgetherapien. Um das aktuell verfügbare therapeutische Potential maximal ausnutzen zu können, sollte die weitere Therapieabfolge bereits bei der Wahl der Erstlinientherapie bedacht werden. „Der Behandlungsbeginn mit Bevacizumab/IFN erlaubt den anschließenden Einsatz aller Substanzklassen, so dass bei einer Sequenztherapie über mehrere Linien alle Optionen ausgeschöpft werden können“, erläuterte Prof. Dr. Christian Doehn, Lübeck, auf einer Veranstaltung* im Rahmen des 63. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).
Europäische Empfehlung für Gefitinib-Therapie
Im Fokus der beiden großen onkologischen Herbstkongresse – dem European Multidisciplinary Cancer Congress (EMCC) 2011 und der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) – stand in diesem Jahr die personalisierte Krebstherapie. Ein Paradebeispiel für diesen Ansatz ist die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC: Bei Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen ist der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Gefitinib die bevorzugte Therapieoption. Diese evidenzbasierte Empfehlung wurde von der Central European Cooperative Oncology Group (CECOG) ausgesprochen. Aktivierende EGFR-Mutationen sind laut REASON-Studie bei etwa jedem zehnten europäischen NSCLC-Patienten nachzuweisen. Die EGFR-Mutationstestung vor Beginn der Erstlinientherapie ist daher ein Muss, um keinem Patienten den effektiven und verträglichen TKI Gefitinib vorzuenthalten.
 
Kongressbericht
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