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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
14.11.2010
Ausgabe:
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Editorial
 
News
Everolimus verzögert die Tumorprogression in schwerbehandelbaren neuroendokrinen Tumoren
Neuroendokrine Tumoren (NET) zählen mit 800 bis 1.600 Neuerkrankungen pro Jahr zu den seltenen Tumorerkrankungen, wobei es in den letzten Jahren durch die verbesserte Diagnostik zu einem deutlichen Inzidenzanstieg kam. Therapie der Wahl zur Symptomkontrolle funktionell aktiver NET ist das Somatostatin-Analogon Octreotid LAR, das in der Studie PROMID auch einen antiproliferativen Effekt zeigen konnte. Eine neue Therapieoption stellt der mTOR-Inhibitor Everolimus (RAD001) dar. Die Ergebnisse einer großangelegten Phase-III-Studie (RADIANT-2), die auf dem ESMO in Mailand vorgestellt wurde, haben gezeigt, dass Everolimus das Tumorprogressionsfreie Leben (PFS) bei Patienten mit schwerbehandelbaren, fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren verlängert.
 
Titelthema
Sorgt die S3-Leitlinie für mehr Klarheit?
Die Hormontherapie (HT) zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden ist eine der häufigsten durchgeführten Arzneimitteltherapien. Gleichzeitig wird die Bewertung von Nutzen und Risiken der HT seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Seit September 2009 gibt es nun die erste interdisziplinäre evidenzbasierte Leitlinie zur Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause (HT). Die Stufe-3 (S3)-Leitlinie wurde unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) entwickelt. Die früheren Konsensusempfehlungen zur Hormontherapie wurden damit durch eine evidenzbasierte Leitlinie der höchsten Qualitätsstufe ersetzt. An der Leitlinie wirkten Expertinnen und Experten aus 18 medizinischen Fachgesellschaften und Organisationen sowie Vertreterinnen von zwei Frauen- bzw. Patientinnenorganisationen mit. Über 6.000 Literaturquellen und bereits erschienene Leitlinien zum Thema Hormontherapie wurden gesichtet. Die methodisch besten Publikationen wurden ausgewählt, um die aktuellen Empfehlungen zu formulieren. Prof. Dr. Olaf Ortmann arbeitete als Koordinator des Prozesses gemeinsam mit Mandatsträgerinnen und -trägern von 20 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden, Arbeitsgemeinschaften und Selbsthilfegruppen etwa zwei Jahre an der S3-Leitlinie.
Behandlungsoptimierung durch intraoperative Bestrahlung (IORT) beim Brustkrebs
Die Strahlentherapie ist fester Bestandteil der Primärbehandlung des Mammakarzinoms. Die postoperative Ganzbrustbestrahlung nach brusterhaltender Therapie gilt heute als Therapiestandard. Die 15-Jahresdaten der Metaanalyse der Early Breast Cancer Trialist Collaborative Group aus dem Jahre 2005 zeigen, dass die Bestrahlung nicht nur das Lokalrezidivrisiko langfristig entscheidend senkt, sondern auch das Überleben verbessert [1]. Die Ganzbrustbestrahlung erfolgt am Linearbeschleuniger auf Basis einer CT-gestützten rechnergeplanten Tangententechnik. Die Einzeldosis wird üblicherweise vorsichtig (1,8-2 Gy) gewählt, wodurch die Gesamtbehandlungszeit etwa 5-6 Wochen beträgt. In bestimmten Situationen sind auch zeitlich abgekürzte (hypofraktionierte) Konzepte der Ganzbrustbestrahlung (3 statt 5 Wochen) möglich und hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkung in randomisierten Studien ausreichend untersucht [2].
Die Rolle der Lymphonodektomie beim Endometriumkarzinom
Die Rolle der pelvinen und paraaortalen Lymphonodektomie (LNE) beim Endometriumkarzinom (EC) wird zurzeit kontrovers diskutiert. Die International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO) hatte sie für Staging-Zwecke empfohlen. Viele Experten sind der Ansicht, dass die LNE auch therapeutisch wirksam ist. Die LNE hat wahrscheinlich beim EC mit niedrigem Rezidivrisiko (Typ I Histologie, <50% myometrane Invasion, G1, G2) keinen Nutzen, da Lymphknotenmetastasen eher selten und das 5-Jahresüberleben exzellent ist (über 90%), auch wenn keine LNE durchgeführt wird. Bei Typ-II-Karzinomen oder solchen mit Grading 3 sowie EC höherer Stadien werden Lymphknotenmetastasen deutlich häufiger gefunden. Bei diesen Tumoren ist das Überleben mit alleiniger Hysterektomie, beidseitiger Adnexexstirpation und Teletherapie des Beckens unbefriedigend. Bei diesen Patientinnen ist die LNE wahrscheinlich sinnvoll.
Therapie des malignen Aszites – von der rein symptomatischen Behandlung zur Verlängerung der Überlebenszeit?
Der maligne Aszites stellt weiterhin ein häufiges klinisches Problem beim fortgeschrittenen und rezidivierten Ovarialkarzinom dar. Trotz zahlreicher, aber meist retrospektiver Studien konnte bisher keine optimale Therapie des malignen Aszites bei Ovarialkarzinompatientinnen formuliert werden. Der Großteil der im klinischen Alltag eingesetzten Medikamente oder Strategien konnte nicht über prospektive Studien ihren Nutzen belegen. Viele Ansätze wie der ungerichtete Einsatz von Diuretika bergen sogar Gefahren für die Patientinnen. Catumaxomab ist das erste zielgerichtete Medikament, das eine signifikante Asziteskontrolle auf Basis einer multizentrischen und randomisierten Studie belegen konnte. Nun gilt es, den Einsatz dieses trifunktionalen Antikörpers im Gesamtkonzept des multimodalen Therapiemanagement des Ovarialkarzinoms zu integrieren. Inzwischen beschreiben auch die auf dem 46. ASCO in Chicago vorgestellten neuen Daten einer Post-hoc-Analyse der Zulassungsstudie eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit einer frühen Immunantwort nach Behandlung mit Catumaxomab – dies betraf 76% der behandelten Patientinnen. Sie überlebten im Mittel 129 Tage und damit mehr als doppelt so lange wie Patienten, bei denen keine humanen Anti-Maus-Antikörper (HAMA) nachweisbar waren. Dies wurde bei Patienten mit malignem Aszites aufgrund von verschiedenen epithelialen Tumoren beobachtet. Es wurden auch Daten aus Phase-II-Studien zur Konsolidierung nach Erstlinientherapie sowie zur perioperativen Gabe nach radikaler Tumorentfernung beim Ovarialkarzinom präsentiert. JOURNAL ONKOLOGIE sprach mit Professor Sehouli über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Aszites-Therapie.
 
Kongressbericht
Additive Therapieoptionen bei ausgewählten Patienten mit peritoneal metastasiertem Kolon- und Appendixkarzinom
Die Peritonealkarzinose als häufiges Zeichen einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung, eines Tumorprogresses oder eines Tumorrezidives bei Patienten mit kolorektalen Karzinomen gilt meist als terminale Krankheitsmanifestation und geht in der Regel mit einer schlechten Prognose einher. Die Standardtherapie ist die palliative systemische Chemotherapie, deren Effizienz durch die Einführung moderner Antikörper- und Kombinationschemotherapien in den letzten Jahren deutlich verbessert werden konnte. Die Kombination aus zytoreduktiver Chirurgie (CRS) und hyperthermer intraperitonealer Chemotherapie (HIPEC) als additive Behandlungsoption kann bei entsprechender Selektion die Prognose dafür geeigneter Patienten weiter verbessern. Die COMBATAC-Studie soll die Durchführbarkeit und Effektivität einer Kombination von CRS und HIPEC mit einer perioperativen Chemotherapie als interdisziplinäres multimodales Behandlungskonzept prospektiv untersuchen.
GIST: ESMO-Guidelines zur pathologischen Risikoklassifikation und medikamentösen Therapie
Nach der Konsensus-Einteilung werden primäre GIST vier Risikoklassen zugeordnet (sehr niedriges, niedriges, intermediäres, hohes Rezidivrisiko). Patienten mit signifikantem Rezidivrisiko sollen eine adjuvante Therapie mit Imatinib erhalten. DeMatteo et al. [1] haben 2009 ein Nomogramm zur pathologischen Klassifizierung erstellt, das basierend auf Tumorgröße, Tumorlokalisation und Mitoserate die Wahrscheinlichkeit für ein 2- und 5-Jahres-Rezidivfreies Überleben kalkuliert. Während die R0-Resektion einen wichtigen Prognose-Faktor darstellt, ist eine Ruptur der Tumors für das Rezidivrisiko ebenso bedeutsam, betonte Prof. Eva Wardelmann, Bonn, auf einem Fachvortrag von Novartis Oncology im Rahmen des DGVS in Stuttgart.
 
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