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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
01.07.2006
Ausgabe:
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Kongressbericht
Aktuelle Daten der ATAC-Studie bestätigen erneut: Anastrozol vorteilhafter als Tamoxifen
Die abschließenden Daten der ATAC-Studie, der bisher größten Studie zur adjuvanten Therapie bei postmenopausalen Frauen, zeigen die überlegene Wirksamkeit des Aromatasinhibitors Anastrozol gegenüber dem Standard Tamoxifen bezüglich krankheitsfreiem Überleben, Zeit bis zum Rezidiv sowie Auftreten von Fernmetastasen, Lokalrezidiven und kontralateralem Brustkrebs. Beide Substanzen waren gut verträglich, jedoch wurden schwerwiegende Nebenwirkungen, insbesondere Thrombose, Schlaganfall und Gebärmutterkrebs, unter Anastrozol seltener beobachtet. Frakturen traten unter Tamoxifen insgesamt seltener auf als unter Anastrozol, allerdings kamen Hüftfrakturen in beiden Therapiegruppen gleich häufig vor. Aufgrund dieser Ergebnisse geht Prof. Walter Jonat, Kiel, davon aus, dass der Aromataseinhibitor in naher Zukunft zumindest gleichwertig wie Tamoxifen eingestuft wird.
IBIS-II-Programm nimmt prophylaktischen Effekt von Anastrozol unter die Lupe
Anhand der IBIS-I-Studie (International Breast Cancer Intervention Study) konnte klar unter Beweis gestellt werden, dass sich mit dem Östrogenblocker Tamoxifen eine medikamentöse Prophylaxe des Mammakarzinoms betreiben lässt. Bei den Frauen, die alle mit einem deutlich erhöhten Brustkrebsrisiko belastet waren, wurde das Auftreten eines Mammakarzinoms unter Verum gegenüber Plazebo um 32 Prozent verringert. Doch der Preis dafür war inakzeptabel, denn unter dem Antiöstrogen manifestierten sich teils schwerwiegende Nebenwirkungen – allen voran thromboembolische Komplikationen. Damit war evident, dass Tamoxifen für die medikamentöse Prävention nicht in Betracht kommt. In der Nachfolgestudie IBIS-II wird jetzt in Europa und Australien an 10.000 Teilnehmerinnen zu klären versucht, ob der Aromatasehemmer Anastrozol das Risiko noch nachhaltiger senkt, aber weitaus weniger Nebenwirkungen zeigt.
 
Titelthema
Behandlung des Morbus Hodgkin im Kindes- und Jugendalter
Seit 1978 erfolgt die Behandlung des Morbus Hodgkin im Kindes- und Jugendalter innerhalb von kooperativen Therapieoptimierungsstudien im Rahmen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Leukämieforschung und -behandlung im Kindesalter (DAL) bzw. später der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH). In der ersten Studie DAL-HD 78 erhielten alle Patienten initial 2 OPPA-Zyklen (O für Oncovin=Vincristin, Prednison, Procarbazin und Adriamycin). Bei den Patienten mit den niedrigen Stadien wurde keine weitere Chemotherapie gegeben, bei den mittleren und hohen Stadien zusätzlich 4 bis 6 COPP-Zyklen (Cyclophosphamid, Vincristin, Prednison und Procarbazin). Alle Patienten erhielten eine extended field Radiotherapie mit 36-40 Gy in den befallenen Regionen (involved field) plus randomisiert 36-40 Gy versus 18-20 Gy in den angrenzenden Feldern (1). In der Studie DAL-HD 82, wurde erstmals eine Unterteilung der Patienten in 3 Therapiegruppen vorgenommen. In der Therapiegruppe 1 (TG-1) wurden Patienten der Stadien I und IIA, in der Therapiegruppe 2 (TG-2) Patienten mit den Stadien IIB und IIIA und in der Therapiegruppe 3 (TG-3) Patienten mit einem Stadium IIIB oder IV behandelt. In der DAL-HD 82 Studie wurde außerdem das Bestrahlungsvolumen von extended field auf involved field reduziert. Darüber hinaus wurde durch eine Indikationseinschränkung in dieser Studie die Rate der Splenektomien auf 39,7% abgesenkt. Die Bestrahlungsdosen wurden in den TG-1, TG-2, TG-3 auf 35, respektive 30 und 25 Gy reduziert. Bei unzureichendem Ansprechen auf Chemotherapie wurde eine zusätzliche Boost-Dosis von 5-10 Gy appliziert. Das erkrankungsfreie Überleben (DFS) nach 3,5 Jahren betrug für TG-1: 99%, TG-2: 96% und TG-3: 87% (2). Aufgrund dieser guten Behandlungsergebnisse stand in den nachfolgenden Studien die Vermeidung von Spätfolgen im Vordergrund.
Osteosarkome bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen: Diagnostik, interdisziplinäre Therapie und Nachsorge
Das Osteosarkom, der häufigste primäre maligne Knochentumor, ist die klassische Krebserkrankung Jugendlicher. Noch vor 30 Jahren starben fast alle Betroffenen, heute überleben etwa zwei Drittel von ihnen mit Hilfe interdisziplinärer Therapieansätze. Die Behandlung erfolgt an spezialisierten Zentren in prospektiven, multizentrischen Therapie-Optimierungsstudien. Sie umfasst eine intensive prä- und postoperative Chemotherapie im Verbund mit chirurgischen Maßnahmen. Die Heilungswahrscheinlichkeit wird entscheidend von der Operabilität aller darstellbaren Tumorherde und vom Ausmaß des Ansprechens auf eine Induktionschemotherapie beeinflusst. Weitere Fortschritte in der Osteosarkomtherapie werden von aktuellen internationalen Verbundstudien erwartet.
Molekulargenetische Veränderungen beim Neuroblastom – wegweisend für Prognose und Therapie?
Das Neuroblastom imponiert als Tumor des frühen Kindesalters durch eine enorme biologische Heterogenität, die sich in einer eindrucksvollen Vielgestaltigkeit der klinischen Verläufe äußert. Spontane Regressionen zum Teil bereits metastasierter Tumoren und unaufhaltsame Progressionen der Erkrankung stehen sich dabei gegenüber, so dass eine zuverlässige Bestimmung des individuellen Risikos essentiell für eine möglichst optimale Behandlung ist. Vor mehr als 20 Jahren wurde erstmals der Einfluss einer genetischen Aberration, der Amplifikation des MYCN-Onkogens, auf die Prognose der Erkrankung entdeckt. Seither hat die Erforschung molekulargenetischer Veränderungen der Tumorzellen das Verständnis der komplexen Biologie des Tumors verbessert und eine wachsende Bedeutung genetischer Faktoren für die Risikostratifizierung zur Folge gehabt. So ist das Neuroblastom heutzutage einer der ersten Tumoren, bei dem genetische Tumormarker als wichtige Prädiktoren des biologischen Verhaltens dienen und unmittelbare Auswirkungen auf das klinisch-therapeutische Handeln haben.
Multimodale Therapiekonzepte für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren
In Deutschland erkranken jährlich etwa 380 Kinder/Jugendliche unter 16 Jahren an einem Hirntumor. Seit den 80er Jahren werden im Auftrag der GPOH multimodale Behandlungskonzepte für Hirntumoren in Therapieoptimierungsstudien evaluiert und systematisch weiterentwickelt. In Abhängigkeit von Histologie, Metastasierungsgrad und Alter der Kinder kommen dabei Operation, Chemotherapie und Bestrahlung in zunehmend differenzierter Form zum Einsatz. Derzeit werden 80-90% der in Deutschland an Hirntumoren erkrankten Kinder nach den Richtlinien der betreffenden Studien behandelt. Hauptziele sind die Verbesserung der Heilungs- und Überlebensraten sowie die Erfassung und Verbesserung von therapieassoziierter Toxizität, Spätfolgen und Lebensqualität. Durch die Identifizierung neuer Risikofaktoren und eine verbesserte Stratifizierung der Therapiegruppen sollen zunehmend risikoadaptierte Behandlungsempfehlungen erarbeitet werden. Die zahlenmäßig größten Studien HIT 2000 (für Medulloblastome/PNET/Ependymome), SIOP-LGG 2004 (für Gliome niedrigen Malignitätsgrades) und HIT-GBM (für maligne Gliome) sind Teile des Behandlungsnetzwerks HIT und werden im Folgenden vorgestellt.
Akute myeloische Leukämien im Kindesalter
Jährlich erkranken in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa 150 Kinder und Jugendliche an einer akuten myeloischen Leukämie (AML). Die Inzidenz in Deutschland beträgt etwa 0,7 / 100.000 Kinder (31). Trotz der Verbesserung der Überlebenschancen – von einer nahezu immer tödlich verlaufenden Erkrankung in den 70er Jahren zu einer Heilungsrate von inzwischen etwa 60% (11,17) – stellt die AML im Kindesalter immer noch eine der bedrohlichsten Erkrankungen dar. Nur durch eine sehr intensive zytostatische Therapie, die entsprechend hohe Anforderungen an die Behandlungserfahrung der Ärzte und an die supportiven Maßnahmen stellt, konnten die Chancen für ein Überleben gesteigert werden. In Deutschland, und teilweise in Österreich und der Schweiz werden seit 1978 Kinder mit einer AML nach den Therapieoptimierungsstudien der AML-BFM Studiengruppe behandelt (Abbildung 1), die von Prof. G. Schellong und Prof. U. Creutzig initiiert wurden (8,13,18). In die letzte Studie AML-BFM 98 wurden nach Angaben des Kinderkrebsregisters 98,7% aller Kinder in Deutschland eingeschlossen, so dass inzwischen die Anwendung eines einheitlichen Therapiekonzeptes gewährleistet ist.Trotzdem sterben immer noch fast 40% der Kinder an dieser Erkrankung, so dass weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Behandlung, aber auch zur Entwicklung neuer Therapieoptionen erforderlich sind.
Keimzelltumoren bei Kindern und Jugendlichen
Keimzelltumoren des Hodens stellen bei jungen Männern im Alter von 16-35 Jahren die häufigste bösartige Erkrankung dar und lassen sich im Rahmen der aktuellen Behandlungsprotokolle in der ganz überwiegenden Mehrzahl heilen. Die risikostratifizierte Therapie besteht immer aus einer Tumororchiektomie und in Abhängigkeit von der Histologie und dem Tumorstadium einer adjuvanten systemischen Chemotherapie und/oder lokoregionalen Bestrahlung. Bei Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 15 Jahren sind Keimzelltumoren sehr viel seltener und nur bei ca. 15% der Erkrankten im Hoden lokalisiert. Jeweils 20% der Keimzelltumoren manifestieren sich im Kopf oder der Steißbeinregion; 30% in den Ovarien; die restlichen 15% verteilen sich auf den Gesichtsschädel/Hals, das Mediastinum, den Retroperitonealraum sowie Vagina/Uterus bzw. Prostata. Aufgrund dieser verschiedenen Lokalisationen stellen die Keimzelltumoren bei Kindern und Jugendlichen eine interdisziplinäre Aufgabe dar, die seit Anfang der 80er Jahre mit Hilfe der kooperativen Therapieprotokolle für maligne Hodentumoren (MAHO-Protokolle) und maligne Keimzelltumoren anderer Lokalisation (MAKEI / SIOP CNS GCT Protokolle) behandelt werden.
 
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