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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
01.09.2012
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Editorial
 
News
 
Titelthema
Das hereditäre Mammakarzinom

Wenn in der Familie gehäuft Brust- oder Eierstockkrebserkrankungen auftreten, stellt sich die Frage nach einer familiären Krebsbelastung. Die Erkrankungsrisiken jedes einzelnen Familienmitgliedes können heutzutage immer genauer definiert werden. Aber was bedeutet dies für betroffene Frauen, und welche präventiven Maßnahmen können die betreuenden Ärzte anbieten? Deutschlandweit können sich Betroffene und Ratsuchende an die Zentren des Konsortiums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs wenden (http://www.krebshilfe.de/brustkrebszentren.html). In diesen werden sie interdisziplinär beraten und betreut. Neben der genetischen Beratung umfasst das Betreuungskonzept Angebote zu Genanalysen, intensivierten Brust-Früherkennungsuntersuchungen, prophylaktischen Operationen und maßgeschneiderten Therapieverfahren.

Zirkulierende Tumorzellen in Krebspatienten

Aufgrund der hohen Sterberate durch Metastasen wird eindringlich nach Biomarkern gesucht, die zum Nachweis der frühen Tumorzellstreuung und für eine zeitnahe Kontrolle der Effizienz systemischer Therapien gegen metastasierte Zellen eingesetzt werden können. Bildgebende Verfahren scheinen für dieses Vorhaben allein nicht auszureichen. Die molekularbiologische Analyse von zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) kann dazu genutzt werden, um diagnostische, pharmakodynamische und prognostische Informationen in Bezug auf die Erkrankung zu erhalten, wobei CTCs aktuell auch als prädiktive Marker diskutiert werden. Obwohl in den letzten Jahren diverse Ansätze zum CTC-Nachweis entwickelt wurden, hat bisher lediglich eine Methode (CellSearchTM-System) von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung zum Nachweis von CTCs aus Blutproben von Patienten erhalten. Trotz prognostischer Relevanz der CTCs bleibt ihr Einsatz für Therapieentscheidungen durch klinische Studien zu klären.

Prognoseabschätzung und Einfluss des Immunsystems auf die Tumorentstehung

Krebserkrankungen des Dickdarms und des Mastdarms (Kolon und Rektum) zählen in Deutschland zu den häufigsten Tumorarten, für das Jahr 2012 werden etwa 70.000 Neuerkrankungen prognostiziert (Robert-Koch-Institut). Der Krankheitsverlauf hängt stark vom Tumorstadium ab, das bei der Diagnose vorliegt. Bei einer lokal begrenzten Erkrankung kann der Krebs durch einen chirurgischen Eingriff in der Regel komplett entfernt werden, die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 70-90%. Falls sich die Krebszellen aber bereits in lokale Lymphknoten oder andere Organe wie die Leber ausgebreitet haben (Metastasierung), sinkt das 5-Jahres-Überleben trotz multimodaler Therapien auf unter 15%. Zudem kann der Krankheitsverlauf selbst innerhalb eines definierten Tumorstadiums von Patient zu Patient stark abweichen. Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit dem Jahr 2004 mit der Erforschung der veränderten molekularen Signalwege, die dem Darmkrebs und seinen unterschiedlichen Verlaufsformen zugrunde liegen. Ziel der Forschungsarbeiten, die an klinischen Proben, sowie an genetisch definierten Mausmodellen durchgeführt werden, ist es, durch ein vertieftes Verständnis der Erkrankung zu neuartigen und spezifischen Tumortherapien zu gelangen. Zudem sollen die Befunde eine molekulare Risikoabschätzung ermöglichen, um für jeden Patienten die auf ihn zugeschnittene „personalisierte“ Therapieform zu finden. Zwei Aspekte stehen hier im Mittelpunkt: zum einen die Rolle des Immunsystems, das sowohl tumorfördend als auch tumorhemmend wirken kann und zum anderen die individualisierte Prognoseerstellung. Der zweite Aspekt konzentriert sich auf Patienten mit lokal fortgeschrittener Erkrankung, die keine Metastasen aufweisen (Stadium II, UICC/AJCC). Diese Patienten sollten nach einer den Tumor entfernenden Operation geheilt sein, dennoch erleiden etwa 10-30% der Patienten einen Rückfall. Gegenwärtig existieren keine verlässlichen klinischen Parameter, die es erlauben würden, die Risikopatienten zuverlässig zu identifizieren. Daher arbeiten wir an der Identifizierung neuer molekularer Marker, die ein erhöhtes Rückfallrisiko für Kolonkarzinompatienten indizieren könnten.

Das Tumormikromilieu: Therapieansätze über die eigentliche Krebszelle hinaus

Das Tumormikromilieu, welches aus verschiedenen stromalen Zellen, Immunzellen, Blutgefäßen und den nichtzellulären Bestandteilen der Extrazellulären Matrix besteht, spielt eine wichtige Rolle in der Tumorprogression, indem es die Tumorzellproliferation und die Versorgung des Tumors mit Nährstoffen und Sauerstoff unterstützt und ein immunsuppressives Umfeld kreiert, das den Tumor vor der Immunantwort des Körpers schützt. Der vorliegende Artikel beschreibt die Hauptbestandteile des Tumormikromilieus und ihren Beitrag zur Tumorprogression. Darüber hinaus werden bestehende therapeutische Strategien zur Nutzung des Tumormikromilieus in der Krebstherapie besprochen und neue Ansätze, die sich derzeit in der Entwicklungspipeline von Roche Pharma Research and Early Development befinden, vorgestellt.

 
Interview
Ein Jahr Immuntherapie mit Ipilimumab – eine Bilanz

Ipilimumab (Yervoy®) ist in Europa seit einem Jahr zugelassen zur Behandlung des nicht-resezierbaren oder metastasierten Melanoms (Stadium IV) bei Patienten, die zuvor bereits eine Therapie erhalten haben (Zweitlinie). Es handelt sich um die erste Substanz, die in diesem fortgeschrittenen Stadium einen Überlebensvorteil zeigen konnte und in der Melanomtherapie „den Stein ins Rollen gebracht hat“, so Prof. Axel Hauschild, Kiel. Ipilimumab ist ein voll humanisierter, monoklonaler Antikörper, der CTLA-4 (Cytotoxic T-Lymphocyte Antigen 4) auf der Oberfläche von T-Helferzellen selektiv hemmt und über diesen Weg die T-Zell-Attacke stimuliert. Die Wirkung von Ipilimumab ist, anders als bei Vemurafenib (Zelboraf®) und den MEK-Inhibitoren, unabhängig vom Vorliegen einer BRAF-Mutation. Eine Besonderheit ist die verzögert einsetzende Wirkung dieses Immuntherapeutikums, das vereinzelt zu eindrucksvoll lang anhaltenden Remissionen führen kann, die bei symptomatischen Patienten mit einer deutlich verbesserten Lebensqualität einhergehen. Noch in diesem Jahr werden die 4-Jahres-Daten zu Ipilimumab aus der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie [1] vorgestellt werden.

 
Fortbildung
 
Serie
 
Pharmabericht
Intensivierte Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms mit Panitumumab

Die Therapie des kolorektalen Karzinoms hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, vor allem auch durch die Einführung neuer, zielgerichteter Therapien, wie monoklonale Antikörper gegen den Rezeptor des epidermalen Wachstumsfaktors (EGFR). Der vollhumane Anti-EGFR-Antikörper Panitumumab (Vectibix®) ist mittlerweile für alle Therapielinien beim kolorektalen Karzinom mit KRAS-Wildtyp zugelassen. Zur Intensivierung der FOLFOX-Chemotherapie in der Erstlinienbehandlung eingesetzt, hat er in einer Phase-III-Studie numerisch die bislang längsten Überlebenszeiten bei Tumoren mit KRAS-Wildtyp erzielt und kann außerdem den Anteil der Patienten erhöhen, bei denen eine R0-Resektion von Lebermetastasen möglich ist.

 
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