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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
28.10.2008
Ausgabe:
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Kongressbericht
Aktuelle Daten mit Cetuximab beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom, Kopf-Hals-Tumoren und kolorektalem Karzinom
Cetuximab in Kombination mit einer platinbasierten Therapie verlängert signifikant das Überleben von Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Dieses Ergebnis der FLEX-Studie wurde zum ersten Mal auf dem diesjährigen ESMO-Kongress präsentiert. Als ein Durchbruch gilt die Kombination mit Cetuximab in der Behandlung der Kopf-Hals-Tumoren: Erstmals seit Einführung der platinbasierten Chemotherapie gelang mit Hinzunahme von Cetuximab eine signifikante Verbesserung des Überlebens und des progressionsfreien Überlebens bei Patienten mit rezidivierten und/oder metastasierten Kopf-Hals-Tumoren ohne deren Lebensqualität dabei einzuschränken. Erstmals wurden auch die Überlebensdaten der Phase-III-Studie CRYSTAL zur Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) mit Cetuximab vorgestellt. Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumor, die mit Cetuximab in Kombination mit der Standardchemotherapie FOLFIRI behandelt wurden, zeigten ein medianes Überleben von bis zu 25 Monaten.
Phase-III-Studie mit dem Krebs-Immuntherapeutikum MAGE-A3 bei NSCLC gestartet
Das Krebs-Immuntherapeutikum MAGE-A3 von GlaxoSmithKline gehört zu einer neuen Medikamentenklasse der so genannten „Antigen-Specific-Cancer-Immunotherapeutics“ (ASCI), mit deren Hilfe das Immunsystem lernen soll, Krebszellen hoch spezifisch zu erkennen und zu eliminieren. MAGE-A3 wird unter Verwendung tumorspezifischer Antigene hergestellt. Dazu werden hoch gereinigte rekombinante Proteine mit GSK-Adjuvans-Systemen kombiniert, die zur Verstärkung der Anti-Tumor-Aktivität von MAGE-A3 führen. MAGE ist ein tumorspezifisches Antigen, das in den frühen 90er Jahren entdeckt wurde. Die Antigene, die von den MAGE-A, -B, und -C-Genen codiert werden sind streng tumorspezifisch. Aufgrund dieser Tumorspezifität sind sie von besonderem Interesse für die Krebsimmuntherapie. Vor kurzem wurde die Studie MAGRIT* bei NSCLC gestartet. Die Studie rekrutiert noch Patienten.
Hochintensiv fokussierter Ultraschall (HIFU) - Effektive Therapieoption beim lokalisierten Prostatakarzinom
Die Applikation von hochintensivem fokussierten Ultraschall (HIFU) ist eine effektive Therapieoption für Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom. Studienergebnisse mit einem Follow-up von bis zu 8 Jahren belegen, dass die minimal-invasive Methode auch langfristig mit einer hohen Überlebensrate und einem niedrigen Komplikationsrisiko assoziiert ist [1,2]. Aufgrund der soliden Datenlage hat die französische Gesellschaft für Urologie (AFU) in ihren aktuellen Empfehlungen für die Behandlung uro-onkologischer Erkrankungen den Einsatz von HIFU als Primärtherapie des lokalisierten Prostatakarzinoms ausdrücklich befürwortet [3]. Nach Auffassung der Expertengruppe können insbesondere Patienten über 70 Jahre mit einem lokal begrenzten Prostata-Ca (T1-T2, Gleason-Score ≤ 7, PSA ≤ 15 ng/ml) von dem innovativen Verfahren profitieren. Die Erfolgsraten entsprechen denen einer Radiatio oder Prostatektomie – bei rascherer Erholung und besserer Lebensqualität.
Mit „Targeted Substanzen“ zur individualisierten Therapie
Die Firma Amgen wurde 1980 gegründet und hat sich in relativ kurzer Zeit zu dem weltweit führenden Biotechnologieunternehmen entwickelt. Im Bereich der Onkologie konzentriert sich die Forschung auf die Entwicklung von Substanzen, die gezielt die Tumorzellen angreifen und deren Wirkmechanismus sehr gut charakterisiert ist. Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung dieser „Target-Substanzen“ sind Biomarker, die zeigen, ob es bei den Patienten individuelle Unterschiede gibt. Damit bestünde die Chance, dass ein Biomarker eingesetzt werden kann als ein Kriterium für das Ansprechen auf eine Therapie. Einer der inzwischen beim kolorektalen Karzinom wichtigsten Biomarker ist KRAS. Bei der Entdeckung von KRAS hat Amgen einen wesentlichen Beitrag geleistet. In einer kontrollierten Studie mit Panitumumab konnte gezeigt werden, dass Patienten mit mutiertem KRAS nicht auf eine EGFR-Therapie ansprechen. Dieses Ergebnis veränderte das therapeutische Vorgehen beim CRC. Auf dem 33. ESMO in Stockholm wurden eine Reihe weiterer vielversprechender Targeted Substanzen vorgestellt, die derzeit in Phase-I- und -II-Studien getestet werden und über verschiedene Ansatzpunkte wie Apoptose, Wachstumsregulation oder Anti-Angiogenese in das Tumorgeschehen eingreifen.
 
Titelthema
Stellenwert der Erhaltungstherapie in der palliativen Behandlung des nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC)
Die Erhaltungstherapie mit nicht-kreuzresistenten Zytostatika wie Pemetrexed oder Docetaxel führt zu einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens beim metastasierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinom. Der beobachtete Vorteil im Gesamtüberleben durch eine Erhaltungstherapie mit Pemetrexed in der Subgruppe von Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinomen sollte durch eine längere Nachbeobachtungszeit bzw. weitere prospektive Studien untermauert werden. In einer asiatischen Population ergeben sich Hinweise für eine Überlebensverlängerung durch eine Erhaltungstherapie mit Gefitinib bei Patienten mit Adenokarzinomen. Bei Europäern ist die Erhaltungstherapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren des Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors unzureichend untersucht. Somit kann aus heutiger Sicht die Erhaltungstherapie nach palliativer Chemotherapie des NSCLC nicht für alle Patienten und alle klinischen Situationen empfohlen werden.
Das Lungenkarzinom des Nichtrauchers
Weltweit beklagen wir über eine Million Todesfälle durch das Lungenkarzinom, die Mehrzahl der Erkrankungen kann in einen direkten Zusammenhang mit dem inhalativen Rauchen gebracht werden. Allerdings sind 25% der Erkrankungen nicht auf das inhalative Rauchen zurückzuführen, insbesondere bei Frauen gehen Schätzungen davon aus, dass 53% der Erkrankten Nichtraucherinnen sind. Die Inzidenz unterliegt starken geografischen Schwankungen, die häufigsten Fälle des Lungenkarzinoms des Nichtrauchers findet man in Asien, während man für Europa und die USA einen Nichtraucheranteil von etwa 10% annimmt. Histologisch überwiegt bei Nichtrauchern deutlich das Adenokarzinom, auf molekularer Ebene finden sich gehäuft Mutationen des Epidermal Growth Factor Rezeptors (EGFR). Hier besteht durch die gezielte Blockade der Signaltransduktion mittels EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren (EGFR-TKI) und möglicherweise auch eines gegen EGFR gerichteten Antikörpers eine spezifische Therapieoption mit im Vergleich zu etablierten Chemotherapieregimen deutlich verbesserten Ansprechraten und einem verlängerten Überleben.
Adjuvante/Neoadjuvante Therapie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms
Die adjuvante Therapie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzioms im Stadium II-IIIA ist inzwischen gut etabliert. Erste Hinweise zur Effektivität der adjuvanten Chemotherapie kamen 1995 aus einer großen Metaanalyse, dem Big Lung Trail, die auf einen Überlebensvorteil für Cisplatin-haltige Chemotherapieregime von 5% nach 5 Jahren hinwiesen. Weitere Studien begannen Ende der 90er Jahre von denen drei einen Vorteil für die Cisplatinbasierte Chemotherapie zeigen konnten: IALT (International Adjuvant Lung Cancer Trial), JBR.10 (National Cancer Institute of Canada Clinical Trials Group JBR.10 trial) und ANITA-1 (Adjuvant Navelbine International Trialist Association trial). Der absolute Überlebensvorteil nach 5 Jahren betrug zwischen 4 und 15% in diesen Arbeiten.
Chemotherapie des kleinzelligen Lungenkarzinoms
Das kleinzellige Lungenkarzinom (engl. „Small-Cell Carcinoma [SCLC]“) macht circa 15-20% aller Lungenkarzinome weltweit aus [1]. Die Inzidenz ist bei Männern sinkend, während sie bei Frauen – parallel zum Nikotinkonsum – noch zunehmend ist. Circa 6000-8000 Neuerkrankungen treten pro Jahr in Deutschland auf. Das SCLC ist aufgrund seiner rapiden Progressions- und Metastasierungstendenz potenziell immer als System-erkrankung anzusehen. Die Chemotherapie sollte daher Teil eines jeden Therapiekonzeptes sein. Beginnend in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden Lungenkarzinome (inklusive des SCLC) mit Stickstoff-Lost behandelt [2]. In den 70er bis 90er Jahren konnten bei diesem chemo- und strahlensensiblen Tumor die Überlebensraten durch Einführung effektiverer Substanzen, Kombinationschemotherapien und besserer supportiver Therapie verbessert werden, seitdem scheint jedoch ein Plateau erreicht zu sein [3]. Die 5-Jahres-Überlebensraten liegen nun bei 5-15% im lokal begrenzten und 0-5% im metastasierten Stadium.
Akute myeloische Leukämie: Einfluss der Therapiestrategien auf die Lebensqualität
Patienten mit einer akuten myeloischen Leukämie (AML) hatten vor 25 Jahren eine mediane Lebenserwartung von wenigen Monaten, die 2-Jahresüberlebensrate lag unter 5%. Durch die Intensivierung der Chemotherapie und die Einführung der Stammzelltransplantation (SCT) in der Erstlinientherapie beträgt die Langzeitüberlebensrate für Erwachsenen inzwischen 30-40% und für Kinder 60%. Der Einfluss einer allogenen Stammzelltransplantation oder einer konventionellen Chemotherapie (CCT) auf die Lebensqualität von Patienten mit AML ist allerdings wegen fehlender Langzeituntersuchungen aus Studien nicht bekannt. Die deutsche AML-Intergroup hat deshalb eine Untersuchung der Lebensqualität von Patienten mit einem mindestens rückfallfreien 5-Jahresüberleben nach Erstlinienbehandlung initiiert. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die allogene Stammzelltransplantation im Vergleich zur konventionellen Chemotherapie langfristig einen signifikant schlechteren Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten hat.
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