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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
16.12.2007
Ausgabe:
Jahr:
 
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News
Multiples Myelom: Behandlungsmöglichkeiten werden vielfältiger
Lenalidomid ist ein Strukturanalogon von Thalidomid, das neben der Wachstumshemmung von Myelomzellen noch ausgeprägte immunmodulatorische Wirkung aufweist. Kombiniert mit Dexamethason verlängerte Lenalidomid in den Zulassungsstudien (MM 009 und MM 010) signifikant das Überleben von Patienten im Rezidiv gegenüber Dexamethason allein. Die Daten aus der Studie von Rajkumar et al. (ASCO 2007) versprechen durch die Dosisreduktion von Dexamethason in der Kombination mit Lenalidomid ein noch effektiveres und verträglicheres Therapieregime (weniger tiefe Beinvenenthrombosen und Infektionen, weniger Therapieabbrüche und Dosisreduktionen). Erste Daten zu 3er-Kombinationen sind inzwischen auch vorhanden (z.B. Lenalidomid + Adriamycin + Dexamethason =RAD-Therapie), in denen hohe Remissionsraten erzielt wurden und es zeichnet sich auch ein Einsatz in der Induktionstherapie ab.
 
Titelthema
Individualisierte Therapie des Lungenkarzinoms
Obwohl die platinbasierte Chemotherapie nach wie vor die Therapie der Wahl in der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen Lungenkarzinoms darstellt, sind individualisierte Therapieverfahren dringend notwendig, um die klinischen Ergebnisse zu verbessern. Prädiktive Biomarker für die Identifikation von Subgruppen, die von einer Chemo- oder zielorientierten Therapie profitieren, haben beim Lungenkrebs einen sehr hohen Stellenwert. Die Identifikation zusätzlicher Genvarianten wie in den Genen ERCC1 und RRM1 oder klinische Parameter wie das Geschlecht, der histologische Subtyp und der Raucherstatus könnte zu einer individuellen Therapieentscheidung mit einem verbesserten Langzeitüberleben führen. Weitere prospektive Studien sind notwendig, damit diese Strategien standardisiert und optimiert werden können.
Neue Therapiemöglichkeiten beim Lungenkarzinom
Eine Vielzahl neuer Substanzen zur systemischen Therapie metastasierter Lungentumoren werden aktuell in klinischen Studien geprüft oder wurden bereits zur Behandlung zugelassen. Diese Substanzen sind dadurch charakterisiert, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen zytotoxischen Medikamenten nicht in die Zellreplikation direkt eingreifen, sondern für die Tumorzelle essentielle Signalwege modulieren, sogenannte „targeted“ Therapien. Der Tyrosinkinaseinhibitor Erlotinib hemmt die Funktion des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) und ist zur Zweitlinien-Behandlung nicht-kleinzelliger Lungentumoren zugelassen. Weitere Substanzen befinden sich in der klinischen Testung. Neben monoklonalen Antikörpern gegen EGFR (z.B. Cetuximab) oder VEGF (z.B. Bevacizumab) sind oral verfügbare, kleinmolekulare VEGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren (z.B. PTK/ZK) und Multi-Kinase-Inhibitoren (z.B. Sorafenib) von besonderem Interesse. Durch Evaluation molekularer Biomarkern sollen Patienten mit besonders wahrscheinlichem Ansprechen detektiert werden. Daher sind molekularbiologische Begleituntersuchungen wichtiger Bestandteil moderner klinischer Studien, um bei der kommenden Vielzahl therapeutischer Substanzen eine individuell zugeschnittene Behandlung zu ermöglichen.
Antiangiogenese: Neue Therapieansätze in der Erst- und Zweitlinientherapie beim fortgeschrittenen NSCLC
Bei mehr als 60% der Patienten, die neu mit einem Lungenkarzinom diagnostiziert werden, befindet sich die Erkrankung bereits in einem fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium. Durch die Modifikation konventioneller Chemotherapieregime konnte in den letzten Jahren keine Verbesserung der Wirksamkeit erzielt werden. Eine vielversprechende Perspektive bieten eher gezielte Therapieansätze auf molekularer Ebene. Ein attraktiver therapeutischer Ansatz ist u.a. die Hemmung der Gefäßneubildung. Klinisch am weitesten entwickelt ist die Behandlung mit dem Anti-VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)-Antikörper Bevacizumab. Nachdem die Wirksamkeit von Bevacizumab in Kombination mit Chemotherapie bereits bei Tumorentitäten wie dem kolorektalen Karzinom und dem Mammakarzinom nachgewiesen werden konnte, liegen nun auch die Ergebnisse von zwei großen, randomisierten Phase-III-Studie vor, die die Effektivität des Angiogenese-Hemmers auch beim Lungenkarzinom in der Erstlinientherapie nachweisen. Kombinationen von zielgerichteten Therapien wie die Kombination von Erlotinib und Bevacizumab haben beim vorbehandelten NSCLC zu viel versprechenden Ergebnissen geführt und werden derzeit in randomisierten Phase-III-Studien geprüft.
 
Kongressbericht
Tetrahydrocannabinol als Antiemetikum bei Palliativpatienten und bei therapierefraktärer Emesis
Bei Chemo-oder Strahlentherapie-induzierter Emesis kann man durch eine leitliniengerechte antiemetische Prophylaxe bei den meisten Patienten die Symptome verhindern oder vermindern. Dennoch gibt es immer wieder Patienten, bei denen konventionelle Antiemetika versagen. Für Patienten, die unter therapierefraktärem Erbrechen leiden und die auch auf ausgewählte Neuroleptika nicht ansprechen, stellen Cannabinoide eine der wenigen noch verbleibenden therapeutischen Möglichkeiten dar, erläuterte Apotheker Hans-Peter Lipp, Tübingen auf dem Symposium „Palliativmedizin für Ärzte und Apotheker“ anlässlich eines Treffens onkologisch tätiger Pharmazeuten (NZW Süd) am 14.9.2007 in Ravensburg [1].
 
Pharmabericht
Palonosetron: Ein weiterer Schritt zur optimierten antiemetischen Therapie
Über 80% aller Krebspatienten, die mit einer Chemotherapie behandelt werden, leiden unter Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV), die so ausgeprägt sein kann, dass es zu Therapie­verzögerungen kommt oder eine Therapie sogar vorzeitig beendet werden muss. Ein Durchbruch in der antiemetischen Therapie gelang Anfang der 90er Jahre mit der Einführung der 5HT3-Rezeptorantagonis­ten. Palonosetron ist der erste Vertreter der 5HT3-Rezeptorantagonisten der 2. Generation, der zur Prävention von akuter Übelkeit und Erbrechen bei stark emetogener Chemotherapie und zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei moderat emetogener Chemotherapie zugelassen ist. Von den Vertretern der 1. Generation hebt sich Palonosetron durch eine längere Plasmahalbwertszeit und eine höhere Rezeptorbindungsaffinität hervor. Dies resultiert in einer klinisch gesteigerten Wirksamkeit und längeren Wirkdauer, was auch neue Studien untermauern, die auf der diesjährigen European Cancer Conference (ECCO 14) vorgestellt wurden. Damit nimmt Palonosetron eine zunehmend wichtige Stellung als Kombinationspräparat mit einem Kortikosteroid oder mit einem NK1-Rezeptor-Antagonisten ein. Inzwischen wurde auch eine orale Darreichungsform von Palonosetron entwickelt, die Studien zufolge ebenso effektiv ist wie die intravenöse Form und eine mögliche Alternative zur i.v.-Applikation darstellt.
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