Freitag, 20. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE
Cover Border
Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
22.12.2005
Ausgabe:
Jahr:
 
Zum Bewerten bitte anmelden!
 
 
Ältere Ausgaben
 
Alle Ausgaben von JOURNAL ONKOLOGIE sind für Sie kostenlos in unserem Archiv zugänglich.
 
 
 
 
Titelthema
Multimodale Neuronavigation, Integration von MRT, fMRT und PET in die bildgeführte Hirnchirurgie
Kaum ein Fach hat von der rasanten Entwicklung der Computertechnologie mehr profitiert als die Neurochirurgie. 1972 führte Hounsfield den ersten kommerziellen Computertomographen in den klinischen Alltag ein (1). Die Kernspintomographie geht auf den Chemiker Lauterbur zurück, dessen Arbeit „Image formation by induced local interaction; examples employing magnetic resonance“ (2) interessanterweise primär von der Zeitschrift Nature abgelehnt wurde (3). Erst 30 Jahre später wurde er 2003 gemeinsam mit Peter Mansfield mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet. Mit diesen Techniken wurde es möglich, selbst kleinste intrazerebrale Tumore zu entdecken. Mit zunehmender Erfahrung musste man jedoch feststellen, dass die Diagnostik von niedriggradigen Gliomen bzw. Gliomrezidiven weiter Probleme bereitet. In manchen Fällen ist es nämlich schwierig, zwischen Tumor, Ödem und Gliose zu unterscheiden, auch wenn ein Kontrastmittel verwendet wird. Mit der Positronen-Emissions-Tomographie PET hat sich die Schnittbildgebung des Gehirns von der rein anatomischen Wiedergabe hin zur Darstellung von Stoffwechselvorgängen weiterentwickelt. Insbesondere die Aminosäuren-PET scheint die Lücke in der MR-Bildgebung in der Differentialdiagnose von Tumor/Ödem/Gliose schließen zu können (4). Durch die nahezu unbegrenzte Möglichkeit, unterschiedlichste, radioaktiv markierte Trägersubstanzen einzusetzen, steht dieses nuklearmedizinische Verfahren heute erst am Anfang der ZNS-Bildgebung. Nachteilig ist, dass dessen räumliche Auflösung deutlich hinter der MRT zurückliegt (5).
Strahlentherapie maligner Gliome
Die lokale Strahlentherapie hoch maligner Gliome stellt nach den chirurgischen Verfahren die wirksamste Behandlungsmodalität dar. Unverändert sind heute noch die Ergebnisse von Walker aus dem Jahre 1979 gültig, nach denen die postoperative Strahlentherapie eine Verdopplung der medianen Überlebenszeiten beim Glioblastom WHO Grad IV von 4-5 auf 9-12 Monate erreichen kann (2). Zielvolumenkonzept, Bestrahlungstechnik, Gesamtdosis und Fraktionierung werden im Wesentlichen durch die Ausbreitungscharakteristik des jeweiligen Tumors, die Dosiswirkungsbeziehung des Gliomgewebes sowie die Strahlenempfindlichkeit benachbarter Risikostrukturen bestimmt. Dabei ist neben der Strahlenempfindlichkeit des normalen Hirnparenchyms diejenige der Augenlinse, des Chiasma opticums, der Nervi optici sowie des Hirnstamms und des zervikalen Rückenmarkes besonders zu beachten. Die aktuell publizierte Studie der EORTC zur Rolle der adjuvanten simultanen Radiochemotherapie und anschließenden Erhaltungschemotherapie mit Temozolomid beim Glioblastom zeigt einen signifikanten Vorteil für die kombinierte Behandlung. Durch die kombinierte Therapie mit Temozolomid konnte eine signifikante Verbesserung der medianen Überlebenszeit von 12,1 auf 14,6 Monate und der 2-Jahres-Überlebensrate von 10% auf 26% erreicht werden (3). Molekulargenetische Faktoren scheinen bei alkylierenden Substanzen von ausschlaggebender Bedeutung zu sein. Die Methylierung der Promoterregion von MGMT war in der EORTC-Studie ein unabhängiger, günstiger prognostischer Faktor (4). Die intensive Grundlagenforschung und die durchgeführten klinischen Studien der letzten Jahre haben neue Hoffnungen bei der Behandlung der teilweise hochaggressiven malignen Gliome aufkommen lassen, so dass der früher häufige therapeutische Nihilismus heute nicht mehr gerechtfertigt ist. Vor dem Hintergrund der gesicherten Behandlungskonzepte sind jedoch noch weitere prospektive, kontrollierte Studien notwendig, um die Wirksamkeit innovativer Therapiestrategien nachzuweisen.
Die Rolle der Chemotherapie bei malignen Gliomen – Aktuelle Trends
Beim Erwachsenen sind Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS) für ca. 2-3% aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. Die Inzidenz von primären intracraniellen Tumoren beträgt ca. 4-11/100.000 Einwohner pro Jahr. Maligne Gliome stellen mit 40% der ZNS-Neoplasien die größte Gruppe dar (1). In Deutschland ist jährlich mit etwa 3000 neu diagnostizierten Gliomen zu rechnen.Gliome werden nach der histologischen Klassifikation der Tumoren des Zentralnervensystems der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2) in Gliome des WHO-Grads I-IV eingeteilt. Vereinfachend unterscheidet man in Anlehnung an diese Einteilung 4 prognostische Gruppen von Gliomen (niedrigmaligne: WHO Grad I/II, hochmaligne: WHO Grad III/IV) mit zunehmend aggressivem biologischem und klinischem Verhalten. Etwa die Hälfte dieser Tumoren entfällt auf den bösartigsten Typ, das Glioblastom (WHO IV). Neben den klassischen histopathologischen Methoden hat sich die Entschlüsselung der sequentiellen genetischen Läsionen während der Tumorprogression zu einem neuen Parameter der Klassifikation entwickelt (3). Im Allgemeinen ist die Prognose der Patienten durch Alter, klinischen Zustand (Karnofsky-Index), Tumorhistologie, Anfallsanamnese, molekularbiologische Eigenschaften (z.B. Verlust von Heterozygosität hinsichtlich 1p, 19q; Aktivität der O6-Alkylguanin-DNA-Alkyltransferase), Ausmaß der Tumorresektion, Tumorgröße sowie tumor- bzw. behandlungsbedingte Komplikationen bestimmt.
Immuntherapie gegen Maligne Tumore mit Antisense AP 12009: Technologie, Target, Therapie
Trotz wissenschaftlichen Fortschritts der letzten Jahre im Bereich der Onkologie stellt die Behandlung schwerer Tumorerkrankungen wie beispielsweise maligner Gliome, des Pankreaskarzinoms oder des malignen Melanoms immer noch eine große Herausforderung dar. Nachhaltige Behandlungserfolge stehen mit den derzeit durchgeführten Therapieverfahren bis heute aus. Die Entwicklung innovativer Therapieansätze, wie die Antisense-Technologie, sollen hier Alternativen schaffen. Mittels Antisense-Oligonukleotiden kann beispielsweise spezifisch die Produktion pathologischer Proteine, welche in das Krankheitsgeschehen involviert sind, auf der Ebene der mRNA inhibiert werden. Für eine Reihe von Tumoren wurde ein Zusammenhang zwischen dem Grad der Malignität und dem Expressionsniveau der Zytokine vom Typ TGF-beta durch verschiedene Studien belegt. In malignen Gliomen ist besonders die Isoform TGF-beta2 überexprimiert und maßgeblich an der Entstehung, Ausbreitung und dem Wachstum der Tumoren beteiligt. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die suppressive Wirkung von TGF-beta2 auf das Immunsystem. Die Inhibierung der Synthese dieses Wachstumsfaktors durch den Einsatz von Antisense-Medikamenten stellt einen neuartigen, zielgerichteten Therapieansatz („targeted therapy“) dar. Durch die Hemmung von TGF-beta2 soll zum einen die körpereigene Anti-Tumor-Immunantwort reaktiviert werden. Zum anderen können weitere Pathomechanismen wie Angiogenese, Migration und Invasion von Tumorzellen, sowie Tumorproliferation gehemmt werden. Dieser multimodale Ansatz kann vom Tumor nur schwer umgangen werden. Der spezifisch gegen die mRNA des TGF-beta2-Gens gerichtete Antisense-Wirkstoff AP 12009 wird derzeit in klinischen Studien zur Behandlung von malignen Gliomen (Anaplastisches Astrozytom und Glioblastom, Phase IIb) sowie des Pankreaskarzinoms und des malignen Melanoms (Phase I/II) getestet. Drei klinische Phase-I-Studien an Patienten mit malignem Gliomen belegten das gute Sicherheitsprofil des Wirkstoffs. Darüber hinaus wurden in den Phase-I-Studien bereits erste Wirksamkeitsdaten erhoben. Bei zahlreichen Patienten trat nach der Behandlung mit AP 12009 eine Stabilisierung ein; bei zwei Patienten wurden dauerhaft Komplettremissionen beobachtet. Der Krankheitsverlauf dieser Patienten bestätigt den „proof of concept”.
Hirnmetastasen urologischer Malignome: Diagnostik und Therapie
Hirnmetastasen treten ca. 10fach häufiger auf als primäre Gehirntumoren und sind meist Ausdruck einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung. Mamma- und Bronchialkarzinome stellen die häufigsten Primärtumoren dar, in bis zu 15% der Patienten bleibt der metastasierende Primärtumor unbekannt. Parenchymatöse synchron im Rahmen der Erstdiagnose oder metachron im Krankheitsverlauf nachgewiese Hirnmetastasen bei Patienten mit urologischen Malignomen stellen eine Seltenheit dar und sind meist erst im fortgeschrittenen Tumorstadium nachweisbar. Abhängig von der Tumorentität variiert die Inzidenz zwischen 4-6% bei testikulären Keimzelltumoren, bis zu 12% beim metastasierten Urothelkarzinom, 5-8% beim Nierenzellkarzinom und weniger als 1% bei Patienten mit Prostatakarzinom. Aufgrund der relativen Seltenheit der Befunde herrscht oftmals Unklarheit über Art und Zeitpunkt der adäquaten bildgebenden Diagnostik sowie über die möglichen Behandlungsoptionen. Zielsetzung des vorliegenden Artikels ist eine Zusammenfassung der aktuellen diagnostischen und therapeutischen Strategien bei Vorliegen von Hirnmetastasen urologischer Malignome.
 
Kongressbericht
 
Pharmabericht
Pegyliertes liposomales Doxorubicin bietet hocheffektive Therapie ohne Nebenwirkungen der Anthrazykline wie Kardiotoxizität, Alopezie, Myelosuppression und Emesis
Anthrazykline sind beim Mammakarzinom ein wesentlicher Eckpfeiler der Therapie. Doch trotz ihrer unbestrittenen Wirkung erweist sich die Anwendung der Anthrazykline oft als eingeschränkt, da sie über eine kumulative Kardiotoxizität verfügen. Dieses Problem verschärft sich in Kombination mit dem gegen HER2-neu gerichteteten Antikörper Trastuzumab noch deutlich. Mit dem pegylierten liposomalem Doxorubicin (Caelyx) steht eine Substanz zur Verfügung, die bei vergleichbarer Wirksamkeit wie konventionelles Doxorubicin das Risiko der Kardiomyopathie, aber auch weiterer belastender Nebenwirkungen wie Alopezie, Myelosuppression und Übelkeit und Erbrechen signifikant verringert. Diese Tatsache ist angesichts der vielen älteren und zunehmend Anthrazyklin-vorbehandelten Patientinnen sowie der für eine Trastuzumab-Therapie geeigneten Patientinnen von größter Relevanz, wie im Rahmen der 13th European Cancer Conference (ECCO) zu erfahren war.
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs