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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
12.09.2009
Ausgabe:
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Pharmabericht
Individualisierte Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms
Die Individualisierung der Therapie räumt Krebspatienten zunehmend effektivere Therapieaussichten ein. Denn mit der Entwicklung innovativer Substanzen kann der Arzt ein möglichst maßgeschneidertes Behandlungskonzept wählen. Für Patienten mit vorwiegend nicht-plattenepithelialer Histologie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) habe sich die Tür zur individualisierten Therapie geöffnet, so PD Dr. Wolfgang Schütte, Chefarzt Innere Medizin am Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Beim NSCLC basiert eine Individualisierung auf der Histologie, die als prädiktiver Faktor Hinweise auf das Ansprechen einer Erstlinientherapie mit Pemetrexed/Cisplatin bei vorwiegend nicht-plattenepithelialer Histologie geben kann. Bedeutsam für diesen Fortschritt ist die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen, wie die Diskussion über eine möglichst maßgeschneiderte Therapie für einen Patientenfall auf dem Lilly Onkologie-Kolloquium in Frankfurt am Main eindrucksvoll zeigte.
 
Editorial
 
News
 
Titelthema
Targeted-Therapie beim fortgeschrittenen Magenkarzinom
Florian Lordick, Medizinische Klinik III, Hämatologie und Onkologie, Klinikum Braunschweig.
Trotz inzwischen rückläufiger Zahlen gehört Magenkrebs noch immer zu den häufigsten tumorbedingten Todesursachen, da bei der Mehrzahl der Patienten die Diagnose erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium gestellt wird. Das Magenkarzinom gilt als mäßig chemosensitiv. Perioperative Chemotherapie kann die Heilungsraten bei resektablen Tumoren der Stadien II und III verbessern. Palliative Chemotherapie führt zu einer Verlängerung des Überlebens und Verbesserung der Symptomkontrolle. Tumorbiologische Charakteristika waren bis heute nicht ausschlaggebend für die Indikation und Wahl der Systemtherapie. Als ein Meilenstein in der Charakterisierung und Therapie des Magenkarzinoms können deshalb die Ergebnisse der Studie ToGA angesehen werden. ToGA ist die größte biologische Screeningstudie für Her2-Rezeptorexpression bei Magenkarzinom weltweit und die erste randomisierte Phase-III-Studie zur Untersuchung der Verwendung von Trastuzumab (Herceptin®) für Patienten mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem, rezidivierendem und/oder metastasierendem HER2-positiven Magenkarzinom. Danach haben Patienten, deren Magenkarzinom den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2 überexprimiert, einen signifikanten Vorteil von Trastuzumab [2].
Multimodale Therapie des Adenokarzinoms des Magens und des ösophagogastralen Übergangs
Salah-Eddin Al-Batran, Klinik für Onkologie und Hämatologie, Krankenhaus Nordwest, Frankfurt am Main. In Deutschland erkranken jährlich circa 24.150 Menschen an einem Magen- oder einem Ösophaguskarzinom (Magenkarzinom 19.700; Ösophaguskarzinom 4.750) [1]. Dabei hat sich die Demographie des Magen- und Ösophaguskarzinoms in den letzten 30 Jahren stark verändert. Während die Inzidenzraten des ösophagealen Plattenepithelkarzinoms und des distalen Magenkarzinoms stetig zurückgehen, steigen die Inzidenzraten des ösophagealen Adenokarzinoms und des proximalen Magenkarzinoms rapide an [2,3]. Das Adenokarzinom des Ösophagus ist vorwiegend im distalen Anteil der Speiseröhre lokalisiert. Da dieses Karzinom häufig die Kardia mit einbezieht und es in der Regel schwierig ist, festzustellen in wie weit ein proximales Magenkarzinom den Ösophagus infiltriert bzw. ein distales Ösophaguskarzinom in den Magen wächst, werden die Adenokarzinome des distalen Ösophagus, des proximalen Magens und der Kardia häufig einheitlich als Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (ÖGÜ) bezeichnet [4]. Prognostisch und operationstechnisch bestehen für diese verschiedenen Untergruppen durchaus bedeutende Unterschiede. Seitens der Chemo- und Strahlentherapie-Sensitivität können die Karzinome des Magens und die der Gruppe des ösophagogastralen Übergangs jedoch als vergleichbar betrachtet werden.
 
Fortbildung
Verbesserung der Prognose bei Krebserkrankungen durch Sport
Schoenberg M. H.¹, Mair K.¹, Halle M.², ¹ Klinik für Chirurgie, Rotkreuzklinikum, Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München. ²Lehrstuhl und Poliklinik für präventive und rehabilitative Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar der TU München. Die Problematik bösartiger Tumorerkrankungen wird in Zukunft noch stärker in den Fokus rücken. Dies verdeutlichen die Zahlen des Robert-Koch-Institutes, Berlin, aus dem Jahr 2008 [22]: Etwa 3 bis 4% der Bevölkerung westlicher Industrieländer werden im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor erkranken [8]. In Deutschland bedeutet dies, dass 2 bis 3 Millionen Menschen im Laufe ihres Lebens einen Tumor entwickeln werden. Demgegenüber hat sich die Prognose aller bösartigen Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich verbessert. Während früher eine Krebserkrankung nur in etwa 30% der Fälle „geheilt“ werden konnte, stieg die 5 Jahres-Überlebensrate auf 60% bei erkrankten Frauen und auf 53% bei erkrankten Männern. Optimistische Einschätzungen von Courneya et al. [7] gehen davon aus, dass in Zukunft etwa zwei Drittel aller Erkrankten rezidivfrei 5 Jahre überleben. Die Ursache für diese positive Entwicklung sind neben den Früherkennungsmaßnahmen im Wesentlichen die verbesserten multimodalen Therapiemöglichkeiten.
Systemische Therapie fortgeschrittener urogenitaler Krebserkrankungen - Teil III: Peniskarzinom

A. Borchardt, G. Lotter, R. Ganzer, S. Denzinger, W. Otto. Onkologische Sprechstunde der Klinik und Poliklinik für Urologie der Universität Regensburg. Nach Harnblasen- und Prostatakarzinom steht nun die systemische Behandlung des metastasierten Peniskarzinoms im Mittelpunkt unserer Serie zu Therapieschemata von fortgeschrittenen urologischen Tumoren. Aufgrund der Seltenheit dieses Tumors und der geringen Anzahl aussagekräftiger prospektiv-klinischer Studien basieren die heute vorhandenen Leitlinien zur Systemtherapie des Peniskarzinoms dabei allgemein auf niedrigem Evidenzlevel.Das Peniskarzinom ist in Europa mit einer Inzidenz von 0,1-0,9/100.000 Männer/Jahr eine seltene Tumorerkrankung vorwiegend des älteren Mannes. In den Entwicklungsländern Südamerikas, Asiens und Afrikas stellt es im Vergleich zu den Industrieländern allerdings aufgrund der deutlich höheren Inzidenz ein substantielles Gesundheitsproblem dar [1].

Therapie mit Azacitidin beim myelodysplastischen Syndrom: Vom Pathomechanismus zur erfolgreichen Behandlung
Wolf-K. Hofmann, Medizinische Klinik Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin, Mannheim, Uwe Platzbecker, Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden.
Bereits vor mehr als 20 Jahren hat man beobachtet, dass die Anwendung von 5-Azacytidin (Azacitidin) und 5-Aza-2-Desoxycytidin (Decitabin) bei Patienten mit Hochrisiko-MDS und Vermehrung von Blasten im Knochenmark zu einer Reduktion der Blasteninfiltration und Verbesserung der Hämatopoese führt. Der Mechanismus dieser Wirkung war damals nicht bekannt, und die Substanzen wurden als niedrigdosierte zytostatische Medikamente eingesetzt. Erst durch die Anwendung molekularer Techniken ist es gelungen, herauszufinden, dass die Wirkung der genannten Medikamente zum Teil auch auf dem Prinzip der DNA-Demethylierung beruht. Mit dieser Erkenntnis entwickelte sich eine neue Strategie beim Einsatz dieser Substanzen als gute Alternative zur intensiven zytostatischen Therapie, welche bei den älteren Patienten mit MDS nur in wenigen Fällen zum Einsatz kommen kann.
 
Kongressbericht
Immuntherapie als Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs
Hauke Winter 1, Natasja K. van den Engel 1, Nina Schupp 1, Rudolf Hatz 1, Karl-Walter Jauch 1, Bernard A. Fox 2, Jeffrey S. Weber 3, Dominik Rüttinger 1,4; 1 Chirurgische Klinik und Poliklinik, Labor für Klinische und Experimentelle Tumorimmunologie, Campus Grosshadern, Ludwig-Maximilians-Universität München; 2 Laboratory of Molecular and Tumor Immunology, Robert W. Franz Cancer Research Center, Earle A. Chiles Research Institute, Providence Portland Medical Center, Portland, Oregon, USA; 3 Department of Cutaneous Oncology, H. Lee Moffitt Cancer Center, Tampa, Florida, USA; 4 Micromet AG, München. „Immuntherapie“ ist definiert als die gezielte, therapeutische Einflussnahme auf das Immunsystem des Patienten. Immuntherapeutische Ansätze spielen heute sowohl in der Transplantationsmedizin als auch in der Behandlung von Autoimmun- und Krebserkrankungen eine zentrale Rolle. Die Serie der “Tegernsee Meetings” (www.tegernsee-conference.de) hat es sich zum Ziel gesetzt, das Zusammenwirken von präklinischer und klinischer Forschung im Bereich der Immuntherapie von Krebserkrankungen zu verbessern. Die frühe klinische Anwendung innovativer Forschungsansätze („Translationale Forschung“) bildet dabei den Schwerpunkt. Unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der US-amerikanischen Chiles Foundation fand die diesjährige Tagung vom 2. bis 4. Juli in Feldafing bei München statt. Im ersten Teil des Symposiumsberichts stellen wir die Highlights zu den Themen „Adoptiver Zelltransfer“ und „Neue Antiköper-basierte Immuntherapien“ vor.
Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Zulassung für Everolimus nach Therapie mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor
Die Europäische Kommission hat den oral verfügbaren mTOR-Inhibitor Everolimus (Afinitor®) zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen es während oder nach einer gegen VEGF gerichteten Therapie zu einer Krankheitsprogression kommt, zugelassen. Die Ergebnisse der internationalen, plazebokontrollierten Phase-III-Studie RECORD-1 waren die Basis für die Entscheidung der Europäischen Kommission: Everolimus verlängerte das mediane progressionsfreie Überleben im Vergleich zu Plazebo signifikant um mehr als das Doppelte (von 1,9 Monate auf 4,9 Monate; p<0,001). Zugleich reduziert Everolimus signifikant das Risiko von Krankheitsprogression oder Tod um 67% (p<0,001). JOURNAL ONKOLOGIE sprach mit Prof. Dr. Kurt Miller, dem Direktor der Urologischen Klinik der Charité-Universitätsmedizin Berlin.
Fortgeschrittenes Magenkarzinom: Therapiemodifikationen führten zu höherer Wirksamkeit und besserer Verträglichkeit
In der Therapie des fortgeschrittenen und metastasierten Magenkarzinoms gab es in den letzten Jahren neue positive Entwicklungen bei den Chemotherapieregimen, die unter anderem zu einer besseren Symptomkontrolle, einem längeren Überleben ohne Einbußen in der Lebensqualität und zu einer besseren Verträglichkeit führten: In der TAX 325-Studie zeigte sich, dass die Docetaxel-haltige 3er Kombination mit Cisplatin und 5-FU (DCF) der 2er Kombination CF bezüglich Ansprechen, progressionsfreiem und Gesamtüberleben überlegen ist. Die Studien Real-2 und Kang belegen, dass das 5-FU-Prodrug Capecitabin ohne Einbußen in der Wirksamkeit 5-FU ersetzen kann, und in der Studie FLO/PLF führte der Austausch von Cisplatin durch Oxaliplatin zu einer deutlich besseren Verträglichkeit. Dass diese Modifikationen sehr vielversprechend sind, belegt eine Phase-II-Studie, die auf dem diesjährigen ASCO vorgestellt wurde, und in der die Patienten die 3er Kombination Docetaxel/Oxaliplatin/Capecitabin (TEX-Regime) erhielten.
Fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Neuer Theapieansatz mit Histrelin-freisetzendem Implantat
Ein neuer Ansatz in der Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms ist die Behandlung mit Vantas®-Implantat, das den Wirkstoff Histrelin enthält, der kontinuierlich und sehr gleichmäßig über einen Zeitraum von 12 Monaten freigesetzt wird. Dadurch lassen sich konstant niedrige Testosteronspiegel erzielen, die durchschnittlich unter 20 ng/dl liegen. Das Vantas®-Implantat enthält 50 mg Histrelin, das in ein stäbchenförmiges, biokompatibles Hydron®-Polymer eingebettet ist. Durch eine 2-3 mm lange Inzision an der Innenseite des Oberarms wird das Implantat subkutan eingesetzt. Initial kann es wie mit allen GnRH-Agonisten zu einem vorübergehenden Anstieg der Testosteron-Konzentration kommen, was in den ersten 2-3 Wochen durch die zusätzliche Gabe von Antiandrogenen abgefangen werden kann.
Mutationsanalyse bei GIST unverzichtbar
Der Mutationsstatus Gastrointestinaler Stromatumoren (GIST) erweist sich zunehmend als prädiktiver Marker. So sprechen cKIT-Exon-11-Mutationen gut auf Imatinib an, cKIT-Exon-9-Mutationen weniger gut, und ein schlechtes Ansprechen zeigen Wildtyp- und PDGFRA-Mutationen. Retrospektive Analysen haben gezeigt, dass bei einer Exon-11-Mutation die Imatinib-Standarddosierung von 400 mg pro Tag ausreicht, Exon-9-Mutationsträger aber frühzeitig eine höhere Imatinib-Dosis benötigen. Bei Progression profitieren Exon-9-Mutationsträger, bei denen keine Imatinib-Dosissteigerung möglich ist, von dem TKI Sunitinib. Bei Exon-11-Mutation wird im Falle einer Progression in den Leitlinen die Dosissteigerung auf 800 mg pro Tag empfohlen, Sunitinib sei aber in dieser Situation auch eine Alternative, berichtete Dr. Marcus Schlemmer, München, auf einer Pressekonferenz anlässlich des 11. World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGIC).
Maligner Aszites: Trifunktionaler Antikörper verlängert punktionsfreies Intervall
Ein maligner Aszites kann von verschiedenen Tumoren verursacht werden und bedeutet für die Patienten eine sehr ungünstige Prognose. Beim Ovarial- und Magenkarzinom ist die Ansammlung von Bauchwasser sogar die Haupttodesursache, berichtete Dr. Salah Al-Batran, Frankfurt am Main. Therapeutische Optionen wie die Aszites-Drainage (Parazentese) und die systemische oder intraperitoneale Chemotherapie sind rein palliative Maßnahmen und lindern die Symptome nur vorübergehend. Eine neue Behandlungsoption ist die intraperitoneale Immuntherapie mit Catumaxomab. Eine internationale Phase-II/III-Studie* konnte zeigen, dass durch diesen so genannten trifunktionalen Antikörper, der in Europa seit April 2009 für die Therapie des malignen Aszites zugelassen ist, die Patienten viermal länger punktionsfrei lebten als jene, die nur mit Parazentese behandelt wurden.
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