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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
16.11.2005
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Titelthema
Chirurgische Therapie des nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms
Die chirurgische Resektion des Bronchialkarzinoms ist weiterhin die effektivste Therapiemethode in frühen Stadien der Erkrankung, wenn auch in Einzelfällen Erfolge der Strahlen- wie auch Chemotherapie beschrieben werden. Entscheidend für die Indikationsstellung zur operativen Therapie sind die prognostische, die funktionelle wie auch die anatomisch-chirurgische Operabilität. Während die funktionelle Operabilität im Rahmen eines gut definierten diagnostischen Algorithmus standardisiert bei jedem Patienten überprüft werden kann, zeigen sich hinsichtlich der prognostischen wie auch der lokal chirurgischen Operabilität wesentlich schwierigere Verhältnisse. Unbestritten besteht eine Operationsindikation in den frühen, nicht metastasierten Krankheitsstadien (UICC I und II), während im Stadium III die Chirurgie allein, kombiniert mit adjuvanten oder mit neoadjuvanten Therapieansätzen mit einer alleinigen Radiochemotherapie konkurriert. Entscheidend für die Einschätzung der prognostischen Operabilität ist das präoperative Staging, wobei hier auch in der heutigen Zeit invasiven Staging-Methoden weiterhin der Vorzug zu geben ist. Die anatomische Resektabilität lässt sich ebenfalls trotz Perfektionierung der bildgebenden Maßnahmen häufig nur intraoperativ entscheiden, wobei weitgehend akzeptiert die Infiltration von Wirbelkörpern, der Herzkammern sowie das Bestehen eines malignen Pleuraergusses als Inoperabilitätskriterien gelten. Als Standardoperation gilt die offene anatomische Lungenresektion, welche in Form einer Lobektomie, Bilobektomie, Pneumonektomie oder bronchoplastisch erweiterten Lobektomie durchgeführt werden kann. Bestandteil einer jeden onkologischen Lungenoperation ist die systematische Lymphadenektomie, welche neben dem Vorteil des akkuraten Stagings wohl auch einen eigenen therapeutischen Effekt besitzt. Die Rolle der videoassistierten Lappenresektionen bei Karzinom wie auch von atypischen- oder Segmentresektionen bei peripheren Primärtumoren (< 2 cm) werden zur Zeit kontrovers diskutiert. Bei nach onkologischen Kriterien durchgeführter Resektion sind abhängig von den Tumorstadien für die Stadien I, II sowie IIIa 5-Jahres-Überlebensraten von 75, 55 bzw. bis zu 30% erreichbar (Abb.1).
Verbesserungen in der Behandlung des inoperablen NSCLC durch die Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie
Die Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie hat die Behandlungsergebnisse von Patienten mit inoperablen, nicht metastasierten, nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen (NSCLC) im Vergleich zur alleinigen Bestrahlung verbessert und wird deshalb derzeit als Standardbehandlung angesehen. Die simultane Radiochemotherapie hat sich in drei von vier Studien einer sequentiellen Behandlung als signifikant überlegen erwiesen, so dass die simultane Therapiesequenz derzeit als die beste Behandlungsmodalität von vielen Arbeitsgruppen angesehen wird. Nichts desto trotz sind die Ergebnisse mit medianen Überlebenszeiten von 15 bis 18 Monaten und 5-Jahres-Überlebensraten zwischen 10 und 20% bei weitem nicht befriedigend, so dass nach weiteren Möglichkeiten der Therapieoptimierung gesucht wird. Insbesondere ist derzeit unklar, wie viele Zyklen Chemotherapie im Rahmen einer simultanen Radiochemotherapie und danach appliziert werden sollen.
Firstline-Therapie beim fortgeschrittenen nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom
Seit den 90er Jahren ist eine Chemotherapie als Primärbehandlung des fortgeschrittenen NSCLC Standard. In einer 1995 publizierten Metaanalyse konnte gezeigt werden, dass eine palliative Chemotherapie gegenüber alleinigem Best Supportive Care einen Überlebensvorteil und eine Reduktion des Sterberisikos induziert (1). Mit einer palliativen Chemotherapie sollen dabei erstens eine Verlängerung der Lebenszeit und zweitens eine Reduktion der tumorbedingten Symptomatik sowie eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Aufgrund der derzeit vorliegenden Datenlage sind diese Ziele mit einer Chemotherapie bei vielen Patienten erreichbar und von den Patienten gewünscht. Es konnte gezeigt werden, dass ein Großteil der Patienten schon wegen einer Lebensverlänger-ung von 3 Monaten und einer 10%igen Chance einer Symptomkontrolle sich für eine palliative Chemotherapie entscheiden würden (2). Auf Grund dieser Tatsachen ist zu folgern, dass Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC eine palliative Chemotherapie als Primärbehandlung angeboten werden sollte.
 
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