Donnerstag, 14. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE
Cover Border
Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
01.07.2006
Ausgabe:
Jahr:
 
Zum Bewerten bitte anmelden!
 
 
Ältere Ausgaben
 
Alle Ausgaben von JOURNAL ONKOLOGIE sind für Sie kostenlos in unserem Archiv zugänglich.
 
 
 
 
Titelthema
Therapiemöglichkeiten mit Erythropoetin in der gynäkologischen Onkologie am Beispiel des Zervixkarzinoms
Anämien im Bereich maligner Tumorerkrankungen sind das Ergebnis multifaktorieller Prozesse. Dabei mischen sich tumorbedingte Ursachen, bei denen immunologische, paraneoplastische und inflammatorische Prozesse eine Rolle spielen, mit iatrogenen Ursachen. Grundsätzlich ist eine Anämie die Folge eines Missverhältnisses zwischen der Erythrozytenproduktion im Knochenmark und der Verweildauer im Blut (Wick et al.), die in unterschiedlichen Schweregraden auftreten kann. Von klinischer Bedeutung ist, dass der Hämoglobinwert eng mit der Lebensqualität von Patientinnen mit malignen Erkrankungen korreliert. Ferner sind durch die Korrektur der Anämie mit Erythropoetin Auswirkungen auf krankheitsrelevante Parameter sowie das erkrankungsfreie Überleben und das Gesamtüberleben beschrieben worden.
Bewegungstherapie: Neuer Ansatz beim Fatigue-Syndrom
Das Fatigue-Syndrom der Tumorpatienten ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Während der Behandlung (Chemotherapie bzw. Bestrahlung) sind in der Regel organische Ursachen der Beschwerden feststellbar. Die häufigsten von ihnen (Anämie, Elektrolytenverschiebung, Ernährungsmangel als Folge der Mucositis oder des Durchfalls) bilden sich nach Ende der Therapie zurück. Andere (Hypothyreose als Folge von Schilddrüsenresektionen bzw. Bestrahlung im Halsbereich, Hypogonadismus) bleiben bestehen und erklären die Persistenz des Problems nach Ende der Behandlung. Auch die Nebenwirkungen der Medikation (Schmerzmittel, Antihistaminika, Benzodiazepine) können Müdigkeit und Schläfrigkeit verursachen. Die anhaltende Müdigkeit nach Abschluss der Behandlung ist jedoch häufig auf die Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit zurückzuführen.
 
Fortbildung
Diagnostik und Therapie testikulärer Keimzelltumoren – eine interdisziplinäre Herausforderung
Der testikuläre Keimzelltumor gilt als Paradebeispiel einer durch interdisziplinäre Anstrengungen aller beteiligten Disziplinen heilbaren soliden Krebserkrankung. Nicht zuletzt aufgrund der von der interdisziplinären Hodentumorgruppe auf dem Boden evidenzbasierter Medizin publizierten Leitlinien ist die Diagnostik und Therapie des Hodentumors mittlerweile standardisiert. Den hohen, in der Literatur dargelegten therapeutischen Erfolgsraten und dem Anspruch einer auf der Basis der Leitlinien qualitativ hochwertigen Therapie steht in Deutschland die nüchterne und deprimierende klinische Realität gegenüber: Deutschland nimmt weltweit Platz 2 in der Mortalitätsstatistik der Hodentumorpatienten ein. Den statistisch jährlich zu erwartenden 180 Todesfällen stehen die jährlich dokumentierten über 300 Todesfälle gegenüber. Auch wenn die Ursachen für diese verbesserungswürdigen Zahlen mannigfaltig sein mögen, scheint die mangelhafte Verfügbarkeit in der Therapie testikulärer Keimzelltumoren spezialisierter, interdisziplinär ausgerichteter Zentren sowie das fehlende, frühzeitige Zuweisungsverhalten von potentiellen komplexen Problempatienten an Zentren eine wesentliche Rolle zu spielen. Eine retrospektive Untersuchung am eigenen Zentrum hat gezeigt, dass erst die Einrichtung einer spezialisierten uro-onkologischen Abteilung sowie die strenge Berücksichtigung der von unserer Gruppe definierten Leitlinien nicht nur die Fehler in Diagnostik und Therapie signifikant reduziert hat, sondern ebenfalls die Rezidivrate von 7,3% auf 1,2% und die Mortalitätsrate auf 1,2% gesenkt hat. Der vorliegende Artikel soll die Standards in der Diagnostik und Therapie der testikulären Keimzelltumoren zusammenfassen und auf mögliche Fehlerquellen hinweisen. Patientengruppen, die von einer frühen Kontaktierung eines Zentrums bzw. von einer frühzeitigen Zuweisung an ein Zentrum bezüglich der einzuschlagenden Therapie profitieren könnten, sollen identifiziert werden. Anschließend sollen derzeit laufende klinische Studien dargestellt werden, in die unsere Hodentumorpatienten rekrutiert werden können.
 
Kongressbericht
Mammakarzinom: Neue Therapiestrategien verlängern Lebenszeit
Die Zahl der Neuerkrankungen an Brustkrebs liegt in Deutschland zwischen 55000 und 60000 pro Jahr. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts sterben jährlich zwischen 17000 und 19000 Frauen an den Folgen. Trotz steigender Inzidenz sinkt in vielen Ländern die Mortalität. Prof. Diel, Mannheim, führt dies unter anderem auf eine bessere adjuvante Therapie zurück. Einen entscheidenden Beitrag leisteten zweifelsohne die Taxane, die Aromatasehemmstoffe sowie der humanisierte monoklonalen Anti-HER2-Antikörper Trastuzumab, der bei HER2-neu positiven Patientinnen hoch wirksam ist. Weiterhin könnten Substanzen, die in der metastasierten Situation bereits Therapiestandard sind, einen Beitrag zur Mortalitätssenkung leisten, wenn sie Einzug in die adjuvante Therapie halten. Die Rede ist von den Bisphosphonaten, die die Fernmetastasenbildung signifikant reduzieren und die Lebenszeit von Brustkrebspatientinnen nachweislich verlängern können. Einen sehr hohen Stellenwert haben auch innovative lokale Therapiemaßnahmen. Durch die Fortschritte auf diesem Gebiet, sind selbst nach Auftreten von Fernmetastasen in Einzelfällen noch kurative Ansätze möglich – ein Grund mehr, die heutigen Ziele der Nachsorge neu zu überdenken, wie von Patientinnenvertretungen wie z.B. Mammazone gefordert wird.
Die „ältere Frau“ in der Gynäkologischen Onkologie: Immer noch zu wenig in Studien berücksichtigt
Etwa die Hälfte aller Patientinnen mit Mamma- und Ovarialkarzinom gehört zu der Altersgruppe der über 65-Jährigen. „Umso schlimmer ist die Tatsache zu werten, dass ältere Patientinnen in Studien kaum repräsentiert sind und uns somit evidenzbasierte Daten zu Diagnose und Therapie älterer Krebspatienten weitgehend fehlen“, kritisierte Dr. Jalid Sehouli, Charité Berlin. Daher sind klinische Studien notwendig, die speziell für ältere Tumorpatienten konzipiert sind und die Grundlage für eine rationale Therapieentscheidung schaffen. Diese Patientengruppe schien auch der American Society of Clinical Oncology (ASCO) so wichtig, dass sie dieses Thema zu einem der Schwerpunkte ihres diesjährigen Jahrestreffens in New Orleans erklärte.
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017