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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
20.06.2012
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Titelthema
Cellular Engineering in der Immuntherapie

Knochen- und Weichteilsarkome repräsentieren etwa 11% der bösartigen Tumoren im Kindes- und Jugendalter (Inzidenz 13/100.000 < 15 Jahre) (1). Moderne Therapiestrategien kombinieren Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie und konnten die Heilungschancen dieser Tumoren in den letzten Jahrzehnten deutlich steigern. Dennoch ist die Prognose für einzelne Untergruppen von Patienten mit metastasierter Erkrankung weiterhin ungünstig (2-6). Das rezidivfreie Überleben von Patienten mit lokalisierten Sarkomen wurde durch die Kombination von Polychemotherapie mit Operation und Bestrahlung ermöglicht (7). Patienten mit multiplen Knochenmetastasen haben jedoch weiterhin eine schlechte Prognose (8-12). Neben der systemischen haben Sarkome auch eine lokale Komponente. Die Voraussetzungen einer adäquaten Lokaltherapie sind z.B. für den Ewing-Tumor (ET) gut definiert (2, 13), erscheinen aber bei fortgeschrittenem Knochenbefall vielfach nicht konsequent anwendbar. Klassischerweise wird die autologe Stammzelltransplantation zur Toxizitätsbegrenzung bei Eskalation der Chemotherapie eingesetzt (14). Wir haben in der Vergangenheit beim ET mit ausgedehntem Knochenbefall auch die autologe Stammzelltransplantation bei Eskalation der Radiotherapie erfolgreich angewandt (2). Darüber hinaus kann in dieser Situation zur Behandlung der systemischen Erkrankungskomponente auch eine allogene Transplantation (6, 12) zum Einsatz kommen mit der Hoffnung, bei zumindest einigen Hochrisikopatienten (15, 16) einen immunologisch bedingten Graft-versus-Tumor-Effekt zu erzielen und das rezidivfreie Überleben zu verbessern.

Möglichkeiten der Viszeralchirurgie in der Therapie retroperitonealer Sarkome

Retroperitoneale und abdominelle Sarkome stellen mit ca. 1% aller Malignome eine sehr seltene Tumorentität dar, ihre Inzidenz beträgt etwa 2:100.000 (1). Mit 30% machen sie die zweithäufigste Lokalisation nach Sarkomen der Extremitäten aus. Die Tumoren bleiben lange Zeit symptomlos, bei Diagnosestellung weisen sie in mehr als der Hälfte der Fälle eine Größe von mehr als 10 cm auf (2). Als prädisponierend konnten bisher genetische Faktoren, Strahlenexposition, Chemikalien, Viren und Narben als mechanischer Reiz identifiziert werden. Unter den histologischen Subtypen machen Liposarkome mit 62% den größten Anteil an malignen retroperitonealen Weichteiltumoren aus, gefolgt von Leiomyosarkomen mit 19% und unterschiedlichen kleineren Fraktionen (2).

Stellenwert der Hyperthermie in der Behandlung von Weichteilsarkomen

Die Prognose erwachsener Patienten mit einem lokalisierten Hochrisiko-Weichteilsarkom (Grad 2-3, Größe > 5 cm) ist schlecht, mit einer 5-Jahres-Überlebensrate im Bereich von 50-60% für Extremitäten und 10-40% für retroperitoneale Weichteilsarkome. Trotz makroskopisch vollständiger Tumorresektion sowie multimodaler Therapiestrategien unter Einbeziehung von Strahlentherapie, neo- oder adjuvanter Chemotherapie haben diese Patienten ein hohes Risiko für das Auftreten von Lokalrezidiven oder Fernmetastasen. Die Hyperthermie ermöglicht einen zusätzlichen Therapieansatz, der sich durch Chemo- oder Radiosensibilisierung aber auch durch direkte zytotoxische bzw. immunstimulierende Effekte ergänzend zu Standardtherapieverfahren einsetzen lässt (1). Hyperthermie in der Krebstherapie meint Temperaturen von 40-43°C und ist von anderen thermischen Verfahren wie der Radiofrequenzablation (RFA) bzw. hochintensiv-fokussiertem Ultraschall (HIFU) mit Temperaturen > 65°C zu unterscheiden. Temperaturen von < 43°C werden auch für die hypertherme intrakavitäre Chemotherapie (HIPEC) bzw. die hypertherme intrathorakale Chemotherapie (HITOC) sowie die isolierte Extremitätenperfusion (ILP) eingesetzt. In Abhängigkeit des hyperthermierten Körperareals wird außerdem die regionale Hyperthermie (RHT, 40-43°C) von der Ganzkörperhyperthermie (fever like 38,5-40,5°C; extreme range 40,5-42,0°C) unterschieden.

Strahlentherapie bei Weichteilsarkomen

Operation und Strahlentherapie sind die wichtigsten Elemente in der kurativen Therapie von Weichteilsarkomen. Die adjuvante Strahlenbehandlung führt zu einer Verbesserung der lokalen Kontrollrate und des Überlebens. Besonders günstig scheint der Einsatz einer präoperativen Strahlentherapie zu sein, da Dosierungen um 50 Gy bereits effektiv sind und die Langzeitverträglichkeit besonders gut ist. Aufgrund der großen Vielfalt an Entstehungsorten und histologischen Subtypen von Weichteilsarkomen sollten diese seltenen Tumoren unbedingt an Zentren mit der entsprechenden interdisziplinären Expertise behandelt werden. Für den beteiligten Radioonkologen stellt sich die Aufgabe, die verfeinerten konzeptionellen und technischen Möglichkeiten der Strahlentherapie maßgeschneidert für den individuellen Patienten einzusetzen.

 
Editorial
 
News
 
Fortbildung
Impfstoff gegen das Epstein-Barr-Virus

Meldungen wie diese finden sich in den Sportteilen der Tageszeitungen mit schöner Regelmäßigkeit: „Der kroatische Tennisprofi Mario Ančić musste monatelang pausieren“. „Der Fußballprofi Olaf Bodden musste 1997 seine aktive Karriere beenden“. Beide fühlen sich außerstande, eine akzeptable körperliche Leistung zu erbringen, sie klagen über ständige Abgeschlagenheit, Schwächeanfälle und körperliche Schmerzen. Der Grund in beiden Fällen: Pfeiffer’sches Drüsenfieber. Der Auslöser: Das Epstein-Barr-Virus. Auch wenn das Pfeiffer’sche Drüsenfieber (auch Infektiöse Mononukleose genannt) nicht, wie bei manchem Leistungssportler, gleich zum Karriere-Aus führen muss, stellt es für fast jeden Erkrankten eine ernstzunehmende und belastende Erkrankung dar. Man schätzt, dass etwa jeder Zweite, der sich im Erwachsenenalter erstmalig mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) infiziert, an einem klinisch manifesten Pfeiffer’schen Drüsenfieber erkrankt. In den USA werden jährlich ca. 125.000 Fälle aktenkundig, was einer Inzidenz von 1:2.000 entspricht. Die Häufigkeit dürfte in Deutschland ähnlich hoch sein, exakte Zahlen sind nicht bekannt. In den weniger industrialisierten Ländern dagegen ist die Erkrankung praktisch unbekannt. Wo Großfamilien die übliche Art des Zusammenlebens darstellen, infizieren sich nahezu alle Kinder mit EBV. Bei ihnen verläuft die Infektion in der Regel asymptomatisch.

 
Interview
 
DGFIT
 
Kongressbericht
Magenkarzinom/AEG: Frühe HER2-Testung obligat

„Ungefähr 22.000 ösophagogastrale Adenokarzinome werden pro Jahr diagnostiziert, davon werden 17.500 Patienten im Verlauf einer palliativen Therapie bedürfen“, so Prof. Ralf-Dieter Hofheinz, Mannheim. Die Inzidenz von Adenokarzinomen des ösophagogastralen Überganges (AEG) – besonders bei jüngeren Personen – ist angestiegen, wofür Adipositas, veränderte Ernährungsgewohnheiten und gastroösophagealer Reflux verantwortlich gemacht werden. Eine gute Krankheitskontrolle ist bei dieser Entität gleichzusetzen mit guter Lebensqualität. Trastuzumab (Herceptin®) ermöglicht die Krankheitskontrolle durch eine höhere Remissionsrate und verlängert das Gesamtüberleben bei Patienten mit HER2-überexprimierenden Magenkarzinomen/AEG um median 4,2 Monate. Da etwa ein Fünftel aller Magenkarzinome/AEG HER2-positiv sind, ist eine HER2-Testung bereits bei Diagnosestellung bedeutsam, so Dr. Friedrich Overkamp, Recklinghausen.

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