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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
17.07.2010
Ausgabe:
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Editorial
 
News
Myelodysplastisches Syndrom: Qualität des Ansprechens auf Azacitidin verbessert sich auch noch nach mehr als 6 Monaten kontinuierlicher Therapie
Azacitidin (AZA) verlängerte in der Phase-III-Studie AZA-001 signifikant das Gesamtüberleben von Hochrisiko-MDS-Patienten gegenüber konventionellen Therapieregimen (CCR). Die konventionellen Therapieregime bestanden aus Best Supportive Care (BSC), BSC + niedrig dosiertem Ara-C oder BSC + Standardchemotherapie. Die AZA-001-Studie hatte zudem gezeigt, dass eine komplette Remission (CR) nicht notwendig ist, um das Gesamtüberleben zu verlängern, sondern dass jedes Ansprechen nach IWG-Kriterien mit einem verbesserten Überleben verbunden war. 80% der Remissionen wurden erst nach im Median 6 Zyklen erzielt, so dass mindestens 6 Zyklen AZA verabreicht werden sollten, bevor eine Beurteilung des Ansprechens vorgenommen werden soll.
Lungenkrebs: Crizotinib zeigt hohe klinische Aktivität bei NSCLC-Patienten mit verändertem ALK-Gen
Etwa 5% der Patienten mit NSCLC weisen ein verändertes ALK-Gen auf (ALK-Fusionsgen), das in der Tumorgenese eine Rolle spielt. Sie könnten zukünftig von dem oralen ALK-Inhibitor Crizotinib (PF-02341066) profitieren. In einer laufenden Phase-I/II-Studie mit 82 ALK-positiven Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC zeigte Crizotinib eine beeindruckende klinische Aktivität: Nach 8 Wochen betrug die Krankheitskontrollrate 87%, d.h. die Mehrzahl der Patienten sprach mit einer kompletten oder partiellen Remission an oder mit einer Krankheitsstabilisierung. Bei 78 von 82 Patienten verkleinerte sich der Tumor (Abb. 1). Die Ansprechdauer lag zwischen 1 bis 15 Monaten, das progressionsfreie Überleben nach 6 Monaten bei 72%.
Tuberöse Sklerose: mTOR-Inhibitor Everolimus erweist sich als Alternative zur chirurgischen Intervention
Die tuberöse Sklerose (tuberous Sclerosis = TS) ist eine autosomal-dominante genetische Erkrankung. Sie geht einher mit Fehlbildungen und Tumoren des Gehirns – z.B. subependymalen Riesenzell-astrozytome (SEGA = subependymal giant cell astrocytoma) und subependymale Knötchen, Hautveränderungen (Angiofibrome im Gesicht) und meist benignen Tumoren in anderen Organsystemen. Die Prävalenz liegt bei schätzungsweise 1:6000. Bei der Mehrzahl der Betroffenen sind Mutationen oder Deletionen im Bereich des TSC1- oder TSC2-Gens nachweisbar, die zu einer konstitutiven Aktivierung des mTOR-Signalwegs führen. Etwa 90% der Betroffenen haben epileptische Anfälle, ca. 60% Entwicklungsstörungen, etwa die Hälfte kognitive Beeinträchtigungen. Gegenwärtiger Standard zur Behandlung der SEGAs und anders nicht beherrschbarer Epilepsie ist ein chirurgischer Eingriff.
 
Titelthema
Standards und aktuelle Entwicklungen in der Pankreaschirurgie
Das Pankreaskarzinom ist eine der aggressivsten Krebserkrankungen. Zurzeit ist die einzige kurative Therapieoption die vollständige chirurgische Resektion. In der Diagnostik des Pankreaskarzinoms hat sich die Multislice-Computertomographie bewährt. Therapiestandard ist die pyloruserhaltende partielle Pankreatikoduodenektomie (pp-Whipple-Operation) beim Pankreaskopf- bzw. die Pankreaslinksresektion beim Pankreaskorpus-/-schwanzkarzinom. An erweiterten Resektionstechniken erlangen die Resektion infiltrierter venöser Gefäße sowie die Multiviszeralresektion größere Bedeutung. Als palliativ-chirurgischer Ansatz wird die Anlage eines Doppelbypasses (biliodigestive Anastomose und Gastroentero-stomie) bei Cholestase bzw. Duodenalstenose durchgeführt, während die endoskopische Stenteinlage bei Cholestase und weit fortgeschrittener Erkrankung eine gleichwertige Alternative ist. In der postoperativen Behandlung konnten Konsensusdefinitionen und Therapie-Richtlinien hinsichtlich der häufigsten Komplikationen verfasst werden. Zunehmend wird das Konzept der Fast-Track-Chirurgie angewandt. Die adjuvante Chemotherapie ist heute Standard und verbessert die Prognose der Patienten signifikant. In Zukunft werden adjuvante Chemotherapieprotokolle wahrscheinlich durch individuelle Antikörper- bzw. Immuntherapie-Schemata ergänzt werden.
Präoperative/neoadjuvante Therapie beim Pankreaskarzinom – Übersicht von Therapieansprechen, Resektionsraten und Überleben
Das Pankreaskopfkarzinom hat eine extrem schlechte Prognose, und ein verlängertes Überleben ist auch heutzutage nur durch eine vollständige makroskopische Tumorentfernung erreichbar. Insgesamt kann jedoch nur bei etwa 10-20% der Patienten eine potentiell kurative Resektion durchgeführt werden [1,5]. 30-40% der Patienten zeigen bei Diagnosestellung bereits eine lokal fortgeschrittene / grenzwertig resektable Tumorerkrankung, während die Mehrzahl der Patienten (50-60%) schon ein metastasiertes Stadium aufweist. Für die metastasierte Erkrankung bleibt die palliative Chemotherapie fast immer die einzige Möglichkeit [11]. Neoadjuvante Therapiekonzepte wurden in den letzten Jahren diskutiert; eine einheitliche Meinung und Datenlage besteht diesbezüglich beim Pankreaskarzinom jedoch nicht. Obwohl neoadjuvante Strategien im Zusammenhang mit dem Pankreaskarzinom wiederholt in Phase-I- und -II-Studien untersucht wurden und für verschiedene andere Tumorentitäten der klinische Vorteil einer solchen Therapie belegt ist, gibt es bislang keine eindeutige Evidenz für einen Vorteil der neoadjuvanten Therapie beim Pankreaskarzinom [10,15].
 
Fortbildung
 
Pharmabericht
Chronische myeloische Leukämie: Hohe Lebenserwartung bei guter Lebensqualität
Etwa 900 internationale Experten auf dem Gebiet der chronischen myeloischen Leukämie (CML) trafen sich im März anlässlich des GOLS (Global Opinion Leader Summit)-Meetings in Dresden und diskutierten neue Therapieoptionen. Das wichtigste Ergebnis dieses Meetings ist nach Ansicht der beiden CML-Experten PD Dr. Philipp le Coutre und Dr. Frank Giles: Patienten mit der Diagnose CML haben heute eine fast normale Lebenserwartung. In der Studie ENESTnd, die zum ersten Mal einen Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) der 2. Generation mit dem Standard Imatinib (Glivec®) in der Erstlinientherapie direkt verglich, zeigte sich unter Nilotinib (Tasigna®) ein doppelt so hohes molekulares Ansprechen im Vergleich zu Imatinib – und dies bei guter Lebensqualität.
Sorafenib: Prognosefaktoren und Kombinationsstrategien bei Leberkrebs / Vielversprechende Langzeitdaten bei Nierenkrebs
Wirksamkeit und Sicherheit des Multikinase-Inhibitors Sorafenib sind beim fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinom (HCC) unabhängig von den Ausgangswerten der Transaminasen, des AFP (alpha-Fetoprotein) oder Bilirubins, wie eine aktuelle Subgruppenauswertung der Studie SHARP zeigt, die auf der 46. Jahrestagung der ASCO kürzlich vorgestellt wurde [1]. Mittlerweile ist Sorafenib die Basis einer Reihe neuer Therapiestrategien, die sich derzeit auf dem Prüfstand befinden. Vielversprechende Ergebnisse zur Kombination mit TACE (transarterielle Chemoembolisation) lieferte die zweite Interimsanalyse der Studie START [2], auch die Kombination von Sorafenib und SIR-Sphären [3] zeigte eine gute Effektivität, die sogar die erwarteten Ansprechraten übertraf.
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