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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
01.07.2006
Ausgabe:
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Editorial
 
CME - Zertifizierte Fortbildung
Radiotherapie und Radio-/Chemotherapie von Weichteilsarkomen
Die postoperative Strahlentherapie ist etabliert für Weichteilsarkome mit hohem Lokalrezidivrisiko. Im Gegensatz dazu stellt eine adjuvante Chemotherapie bei Erwachsenen keinen Standard dar. Ob die präoperative der postoperativen Bestrahlung bezüglich Spätfolgen und Gesamtüberleben überlegen ist, werden erst Langzeitdaten in den nächsten Jahren beantworten können. Im Falle besonders negativ selektionierter Patienten (hohes Grading, >5cm Tumorgröße) mit nicht radikal durchführbaren Resektionen bietet die präoperative Radiochemotherapie die Möglichkeit der Erreichung einer R0-Resektion mit Gliedmaßenerhalt. Bei Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie tritt neben der additiven systemischen Wirkung der Chemotherapie der Effekt der Radiosensibilisierung (durch die Zytostatika) und damit der Verstärkung der präoperativen Strahlentherapie als weiterer optimierender Mechanismus hinzu. Da diese Regime aber mit einiger Toxizität assoziiert sind und die Sequenz als auch das Timing teilweise prognosewirksam sind, sollte die Behandlung in darauf spezialisierten Zentren erfolgen. Für Patienten, die weder chirurgisch noch chemotherapeutisch behandelbar sind, kann eine alleinige Radiotherapie in kurativer Intention durchgeführt werden, erreicht aber bei weitem nicht die Effektivität des Standards bestehend aus Operation und Nachbestrahlung.
Fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom: Chemotherapie gestern und heute
Das individuelle Risiko im Laufe des Lebens an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken beträgt 6%. In Deutschland wird mit ca. 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr gerechnet. Eine definitive Heilung ist nur durch eine komplette chirurgische Resektion, zumeist in frühen Tumorstadien, möglich. Über alle Tumorstadien gerechnet beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate etwa 50%. Bei primär metastasierten Stadien oder der metachronen Metastasierung, die überwiegend innerhalb der ersten 30 Monate nach der Resektion auftritt, ist die systemische Chemotherapie die Option der Wahl. Diese hat in den letzten Jahren eine zunehmende Akzeptanz gefunden. Randomisierte Studien haben gegenüber einer ausschließlich supportiven Behandlung sowohl in der Erst- als auch in der Zweitlinientherapie neben der Verlängerung des medianen Überlebens auch eine Verbesserung der Lebensqualität durch die Verringerung der tumorbedingten Symptome gezeigt. Deshalb sollte eine Behandlung unmittelbar nach der Diagnosestellung erfolgen [1-4].
 
Titelthema
Chemotherapie hochmaligner Weichteilsarkome
Weichteilsarkome können in allen Regionen des Körpers entstehen. Diese heterogene Gruppe von Tumoren des Bindegewebes umfasst mindestens 16 einzelne Entitäten, von denen jede wiederum in mehrere Subentitäten aufgegliedert werden kann (insgesamt 61 maligne Tumorentitäten nach WHO-Klassifikation). Die Heterogenität der Erkrankungen und ihr vergleichsweise seltenes Vorkommen haben dazu geführt, dass Studien zum Ansprechen auf Chemotherapieprotokolle zu uneinheitlichen, auch widersprüchlichen Ergebnissen geführt haben. Grundsätzlich sind hochmaligne Weichteilsarkome (Grading G3-4, z.T. auch G2) einer zytostatischen Chemotherapie zugänglich: Lang anhaltende Remissionen sind möglich, auch Heilungen werden in Einzelfällen erzielt. Niedrig maligne Sarkome und Chondrosarkome sprechen dagegen in aller Regel auf die systemische Therapie nicht an und sollten daher chirurgisch angegangen werden. Der Versuch einer Chemotherapie ist allenfalls bei rascher Progredienz des Tumors sinnvoll.
Neoadjuvante Therapie und Hyperthermie bei Weichteilsarkomen
Chirurgie, Radiotherapie und Chemotherapie sind die Säulen der multimodalen Behandlungskonzepte von Weichteilsarkomen („Soft-Tissue Sarcoma“: STS) beim Erwachsenen. Inwieweit Radio- und Chemotherapie vor oder nach der Operation und in welcher Reihenfolge sie einzusetzen sind, ist bisher Gegenstand von Phase-II- und Phase-III-Studien. Die Argumente für eine präoperative („neoadjuvante“) Induktions-(Radio)-Chemotherapie sind vielgestaltig. Im Vordergrund stehen die sofortige Therapie von Mikrometastasen und/oder skip lesions, die Vereinfachung der Operation durch Tumorverkleinerung und somit die Ermöglichung mehr organerhaltender Operationen sowie die Reduktion des intraoperativen Dissiminationsrisikos. Weiterhin lässt sich durch Beurteilung des Therapieansprechens eine Aussage über die Chemosensitivität und damit eine Entscheidung hinsichtlich postoperativer Chemotherapieverfahren treffen. Das bildgebende oder pathohistologische Ansprechen auf eine neoadjuvante Therapie kann zusätzlich als prognostische Information genutzt werden (1, 2, 3). Als weiteres Argument lässt sich anführen, dass die Patienten präoperativ insgesamt in einem besseren Allgemeinzustand sind als unmittelbar postoperativ und damit die Verträglichkeit einer präoperativen Chemotherapie besser ist. Ergebnisse aus Phase-II-Studien suggerieren zudem eine höhere Ansprechrate in früheren Stadien der Erkrankung.
Die Familie der Ewing-Tumoren

Der Ewing-Tumor tritt selten auf und macht in Deutschland insgesamt ca. 2% aller malignen Erkrankungen im Alter bis 15 Jahre aus. Am häufigsten kommt er zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr vor; allerdings wird nach Etablierung der molekularen Diagnostik die Erkrankung zunehmend auch im Erwachsenenalter diagnostiziert, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium (1). Nur 2,6% der Fälle werden im Alter unter 3 Jahren diagnostiziert (2). Die Häufigkeit seines Auftretens liegt bei jährlich 2,6 pro Million Einwohner < 15 Jahren. Nach dem Osteosarkom ist der Ewing-Tumor der am weitesten verbreitete primär maligne Knochentumor bei Kindern und Jugendlichen. Wie beim Osteosarkom liegt die Verteilung bei Männern und Frauen in einem Verhältnis von 1,5 zu 1. Epidemiologisch bemerkenswert ist das niedrige Vorkommen in Bevölkerungen afrikanischer oder asiatischer Abstammung. Die häufigsten Lokalisationen für einen Primärtumor sind Becken, Femur, Tibia und Fibula, die zusammen ungefähr 60% aller Primärtumorlokalisationen ausmachen.

 
Fortbildung
Neue Möglichkeiten der antiemetischen Prophylaxe
Trotz verbesserter Möglichkeiten der Prophylaxe und Behandlung zählen Übelkeit und Erbrechen weiterhin zu den am unangenehmsten empfundenen Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis stellen daher unverändert eine medizinische Herausforderung dar. Mit dem verlängert wirksamen 5-HT3-Rezeptorantagonist Palonosetron, der sich von den bereits verfügbaren 5-HT3-Rezeptorantagonisten durch eine stärkere Rezeptoraffinität und eine längere biologische Halbwertszeit unterscheidet, liegen günstige Daten zur Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen nach moderat emetogener Chemotherapie vor. Ein ganz neues Wirkprinzip nutzt der Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonist Aprepitant. Aprepitant wurde bislang vor allem zur Prophylaxe von Chemotherapie-induzierter Nausea und Emesis während Cisplatin-haltiger hoch-emetogener Chemotherapie eingesetzt. Bei oraler Verabreichung an den Tagen 1-3 zusätzlich zu konventioneller antiemetischer Prophylaxe erwies sich Aprepitant in der Verhinderung von akuter wie auch verzögerter Chemotherapie-induzierter Nausea und Emesis einer konventionellen antiemetischen Prophylaxe als signifikant überlegen. Neueste, auf der ASCO-Tagung 2004 vorgestellte Studienergebnisse bestätigen dieses Ergebnis nun erstmals auch bei nicht Cisplatin-haltiger Chemotherapie mit moderat emetogenem Potenzial. Die neu verfügbaren Wirkstoffe, insbesondere der Neurokinin-1-Rezeptor-Blocker Aprepitant, werden die Möglichkeit einer effektiven antiemetischen Prophylaxe bereichern und infolgedessen die Lebensqualität chemotherapierter Patienten verbessern.
 
Kongressbericht
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