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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
13.05.2012
Ausgabe:
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Editorial
 
News
 
Kontroverse
 
Titelthema
Perioperative Therapie primär resektabler kolorektaler Lebermetastasen
Wenngleich die Mortalität des kolorektalen Karzinoms insbesondere aufgrund der Weiterentwicklung der onkologischen Therapieoptionen in den letzten 20 Jahren etwas zurückging, nahm seine Inzidenz um bis zu 40% deutlich zu. Derzeit werden in Deutschland pro Jahr ca. 70.000 neue Fälle diagnostiziert (Robert Koch Institut, 2008). Etwa 25% dieser Patienten zeigen bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose eine hepatische Metastasierung. Darüber hinaus entwickeln weitere 35% der Patienten nach Resektion des Primärtumors im Verlauf Lebermetastasen. Bei 20-30% dieser Patienten wiederum lassen sich keine extrahepatischen Fernmetastasen nachweisen (1). Von allen Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen qualifizieren sich etwa 10-25% für eine Leberresektion (2). Allerdings liegen bis heute keine einheitlichen Kriterien für die Definition der Resektabilität vor. Diese wird neben tumorbedingten Risikofaktoren vor allem auch von der Erfahrung des behandelnden Zentrums und des operierenden Chirurgen bestimmt (3-6).
Neues auf dem Gebiet der Therapie von Lebermetastasen

Zur Behandlung maligner Lebertumoren wurde in den letzten Jahren eine Reihe neuer chirurgischer und interventioneller Techniken entwickelt, die nun bei vielen Patienten erfolgreich eingesetzt werden können. Die radiologische minimalinvasive Lebermetastasentherapie hat in den letzten Jahren dank moderner Verfahren eine starke Dynamik entwickelt. Neben den etablierten chirurgischen Verfahren Resektion und Transplantation sowie den systemischen Ansätzen kommt den interventionellen, radiologisch regionalen Therapieverfahren eine zunehmende Bedeutung zu. Hierbei stehen dem Radiologen heute in der modernen Lebermetastasentherapie neben den etablierten Verfahren der perkutanen Tumordestruktion mittels Radiofrequenzablation (RFA) sowie der transarteriellen Chemoembolisation (TACE) auch neuere vielversprechende Therapieoptionen mit der selektiven internen Radiotherapie (SIRT) sowie der irreversiblen Elektroporation (IRE) zur Verfügung.

Brustrekonstruktion mit autologem Fettgewebe
Die Fetttransplantation, meist in Kombination mit einem Vakuum-Büstenhalter, setzt sich immer mehr als eine Alternative zur Brustrekonstruktion mit Silikonimplantaten oder Lappenplastiken durch. Die Patientinnen schätzen das natürliche Aussehen, das Fehlen großer Narben sowie die Tatsache, dass dieses Verfahren kaum mit Schmerzen einhergeht und die postoperative Beeinträchtigung gering ist. Risiken können die Entstehung von kleinen Ölzysten und eine vermehrte Resorption des transplantierten Fettgewebes darstellen. In einem Beobachtungszeitraum von mittlerweile über 10 Jahren von Patientinnen nach Fetttransplantation traten niedrigere Brustkrebsrezidivraten als in den Kontrollgruppen auf (Veröffentlichungen von Rigotti und Delay). Obgleich längere Nachbeobachtungsstudien noch ausstehen, kann aufgrund des jetzigen Wissenstandes angenommen werden, dass die Methode nicht mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko korreliert.
Intensivierte dosisdichte adjuvante Chemotherapie
Bei der primären Diagnosestellung gilt auch im Jahre 2012 unverändert die Anzahl der tumorös befallenen Lymphknoten als der prognostisch wichtigste Faktor. Neben der Anzahl der befallenen Lymphknoten sind die Tumorgröße, ein höheres Tumorgrading, das Alter der Patientin, eine niedrige Hormonrezeptorexpression, hohe Proliferation (Ki-67 ≥ 20%), HER2-Überexpression und der Nachweis einer ausgedehnten vaskulären Invasion als Risikofaktoren akzeptiert. Ein positiver Lymphknotenstatus führt nicht mehr automatisch zur Indikation einer Chemotherapie, sondern tumorbiologische Risikofaktoren sind für die Indikationsstellung mitentscheidend. So ist bei 1-3 tumorös befallenen Lymphknoten die Indikation zu einer Chemotherapie nicht zwingend obligat, sondern wird in Abhängigkeit vom Genprofil bzw. dem immunhistologischen Profil des Tumors (z.B. Luminal A versus Luminal B, basal-like, normal breast like, HER2-positiv) gestellt. Auch das Alter und der Wunsch der Patientin spielen in dieser Situation eine Rolle. Hingegen besteht Konsens, dass Patientinnen mit 4 und mehr tumorös befallenen Lymphknoten unabhängig von sonstigen prognostischen Faktoren eine adjuvante Chemotherapie benötigen. Neben den anerkannten Anthrazyklin-/Taxan-haltigen Schemata der dritten Generation müssen in der Hochrisikokonstellation vor dem Hintergrund der Datenlage dosisdichte Regime bevorzugt eingesetzt werden.
 
Interview
 
Fortbildung
Krebs und Thrombose

Die ansteigende Zahl von Tumorerkrankungen, der demographische Wandel mit mehr älteren Patienten und neue Therapien, die ein längeres Überleben selbst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien ermöglichen, führen zu einer zunehmenden Inzidenz von Thrombosen bei onkologischen Patienten. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen eine Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin oder Fondaparinux für stationäre Tumorpatienten, ebenso für 4 Wochen nach abdomineller Tumoroperation. Bei ambulanten Tumorpatienten gibt es keine einheitlichen Empfehlungen und die Entscheidung obliegt dem behandelnden Arzt. Wenn es doch zu einer Thrombose oder Embolie kommt, sollte nach der Akutbehandlung die kontinuierliche Sekundärprophylaxe mit einem niedermolekularen Heparin für 3-6 Monate statt mit oralen Vitamin-K-Antagonisten fortgeführt werden. Zahlreiche Studien der letzten Jahre zeigen, dass nicht alle Patienten eine leitliniengerechte Thromboseprophylaxe oder Therapie erhalten. Dieses zunehmende Problem wird in Zukunft die vermehrte Aufmerksamkeit der Ärzte und eine entsprechende Aufklärung und Beratung der Patienten erfordern.

ColoPrint® – ein vielversprechender Gentest zur Risikoabschätzung bei Patienten mit Kolonkarzinom
Die Prognose von Kolonkarzinom-Patienten im UICC-Tumorstadium II (T3-4 N0 M0) ist insgesamt als gut zu bewerten. Die 5-Jahres-Überlebensraten variieren nach der aktuellen 7. Auflage der TNM-Klassifikation im Stadium II zwischen 80 und 90% (1). Das Fernmetastasierungsrisiko beträgt ca. 20% (1). Während im UICC-Tumorstadium III (pN+) eine adjuvante Chemotherapie indiziert ist, kann diese im Stadium II nicht generell empfohlen werden. Anerkannt ist, dass das UICC-Tumorstadium II Patienten enthält, die ein deutlich höheres Tumorrezidivrisiko besitzen. Der Patientenanteil wird auf ca. 20-30% geschätzt. Entsprechend den S3-Leitlinien sollte bei diesen Patienten mit erhöhtem Risiko eine adjuvante Chemotherapie erwogen werden. Verschiedene klinische, histopathologische und molekulare Faktoren wurden auf ihre Wertigkeit zur Definition der Hochrisikogruppe untersucht (2, 3). Zur Hochrisikogruppe werden Patienten mit einem T4-Tumor, Tumorperforation, Patienten mit einer Operation unter Notfallbedingungen sowie Patienten mit weniger als 12 resezierten Lymphknoten im Operationspräparat gezählt. Dagegen beinhalten die amerikanischen Empfehlungen andere Parameter, so dass die „wirkliche“ Hochrisikogruppe weiterhin als nicht klar definiert beurteilt wird.
 
Pharmabericht
Nasales Fentanyl bei Tumor-Durchbruchschmerzen als die effektivste Therapie empfohlen
Der diesjährige Schmerz- und Palliativtag stand im Zeichen der neuen Praxisleitlinie zur Behandlung von Tumorschmerzen, die erstmals präsentiert wurde. Transnasal appliziertes Fentanyl wie PecFent® zur Behandlung von tumorbedingten Durchbruchschmerzen bei Patienten, die bereits eine Basis-Schmerztherapie mit Opioiden erhalten, hat den Evidenzgrad A erhalten. Es wirkt schneller als oral verabreichtes Fentanyl und ist deshalb in der Lage, Durchbruchschmerzen schnell zu coupieren, betonte Dr. Johannes Horlemann, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, Kevelaer, der für die Praxisleitlinie die wissenschaftliche Literatur der letzten fünf Jahre analysiert hat. Neben der für Leitlinien üblichen literaturbasierten Evidenz gibt die Praxisleitlinie endlich auch der Experten- und Patientenmeinung Raum.
 
Kongressbericht
Tuberöse Sklerose: Everolimus ermöglicht erstmals kausale Therapie
Die tuberöse Sklerose (TSC) ist eine genetisch bedingte komplexe Systemerkrankung mit vielen Gesichtern. Nahezu alle Organe werden von Fehlbildungen und gutartigen Tumoren befallen. Dazu zählt auch das subependymale Riesenzellastrozytom (SEGA), an dem bis zu 20% der TSC-Patienten erkranken. Das SEGA manifestiert sich in Form eines Hydrozephalus sowie neurologischer Ausfälle und kann letal enden. TSC-Patienten mit SEGA war bis vor kurzem ausschließlich die chirurgische Resektion anzubieten. Sie kann aber Komplikationen nach sich ziehen, weil die Tumoren tief im Hirn lokalisiert sind. Seit September 2011 brachte der mTOR-Inhibitor Everolimus die Wende zum Besseren: Er bietet die erste und einzige medikamentöse Option, die direkt an der Ursache angreift, indem der mTOR-Signalweg gehemmt wird.
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