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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
01.06.2010
Ausgabe:
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Editorial
 
Titelthema
Zytoreduktive Therapie als neuer Behandlungsansatz bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom: Fallvorstellung und Einordnung der Methode
Die Indikationsstellung zur radikalen Prostatovesikulektomie war lange Zeit allein der kurativen Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms vorbehalten. Nach Etablierung der palliativen Tumornephrektomie und Cystoprostatektomie beim metastasierten Nierenzell- oder Harnblasenkarzinom, ganz zu schweigen von umfangreichen Eingriffen bei nicht urologischen Erkrankungen wie der Peritonektomie beim fortgeschrittenen Ovarial-, Kolon- oder Magenkarzinom ist inzwischen allerdings auch bei der Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms ein Umdenken hin zur Zytoreduktion im Rahmen einer radikalen Entfernung der Tumormasse von Prostata und Lymphknoten im Gange.
Techniken der radikalen Prostatektomie – offen, laparoskopisch, Roboter-assistiert – welche Methode ist für den Patienten am besten?
Das Prostatakarzinom hat mittlerweile die erste Stelle der bösartigen Krebserkrankungen des Mannes in der westlichen Welt eingenommen [1]. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2004 58.600 Neuerkrankungen regis-triert. Die radikale Prostatektomie ist die einzige Behandlungsmethode des lokalisierten Prostata-Ca, welche in einer prospektiv randomisierten Studie einen Überlebensvorteil gegenüber einem konservativen Management (watchful waiting) belegen konnte [2]. Seit der Erstbeschreibung der perinealen Prostatektomie durch Young im Jahre 1904 kam es zu einer kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung. Neben zahlreichen Modifikationen offener Operationstechniken hielten ab Ende der 90er Jahre die Laparoskopie und in konsequenter Weiterentwicklung im neuen Jahrtausend die Roboter-assistierte Prostatektomie („Da Vinci“) Einzug in die Urologie [3-6]. Viele Patienten erwarten von laparoskopischen und Roboter-assistierten Operationsmethoden geringere Nebenwirkungen gegenüber offenen Techniken [7]. Für diesen Trend ist nicht zuletzt ein gezieltes Marketing der Industrie verantwortlich. Im Folgenden soll ein Überblick der aktuellen Literatur von offener, laparoskopischer und Roboter-assistierter radikaler Prostatektomie gegeben werden.
Modulare Therapiekonzepte beim kastrationsrefraktären Prostatakarzinom (KRPK)
Das Prostatakarzinom ist die am häufigsten diagnostizierte Neoplasie des Mannes und stellt durch alle Krankheitsstadien hindurch eine therapeutische Herausforderung dar. Die initiale Therapie besteht aus Androgenentzug, entweder mit LHRH-Agonisten oder durch Orchiektomie. Ansprechen kann damit in bis zu 85% der Patienten erreicht werden. Aber der Androgenentzug ist nicht kurativ und die Erkrankung kommt bei den meisten Patienten wieder. In diesem Stadium kann eine weitere hormonelle Manipulation mit Antiandrogenen und konsekutivem Androgenentzug zum Ansprechen führen, jedoch meistens nur für kurze Zeit und ohne das Überleben zu verlängern. Neue Ansätze für eine effektivere medikamentöse Kastration werden derzeit getestet und sind hoffentlich in der nahen Zukunft verfügbar. Die therapeutischen Optionen im kastrationsrefraktären Stadium sind sehr begrenzt [1]. Tannock et al. konnten einen Überlebensvorteil für alle drei Wochen verabreichtes Docetaxel zeigen. Das mediane Überleben für diese Standardtherapie im Langzeitverlauf beträgt 19,2 Monate [1]. Dieser Artikel stellt zwei neue, komplett orale biomodulatorische Therapien beim kastrationsrefraktären Prostatakarzinom (KRPK) vor, die beide charakterisiert sind durch sehr begrenzte Monoaktivität der einzelnen Substanzen.
PCR-Analyse von 213 konsekutiven Patienten: Besteht ein Zusammenhang zwischen Humanen Papillomaviren und dem Prostatakarzinom?
Humane Papillomaviren (HPV) sind die häufigsten sexuell übertragbaren Erreger und werden mit der steigenden Inzidenz verschiedener anogenitaler Tumoren in Zusammenhang gebracht. Die Präsenz von HPV in der Prostata und der Stellenwert des Virus in der Karzinogenese des Prostatakarzinoms (PCA) sind Gegenstand kontroverser Diskussionen. In der vorliegenden Untersuchung wurden 213 konsekutive Patienten ausgewertet, bei denen im Rahmen der transrektalen ultraschallgestützten Multibiopsie der Prostata ein zusätzlicher Stanzzylinder unter Anwendung der PCR auf Bakterien-, Pilze- und Viren-DNA untersucht wurde. Die so erhobenen Daten wurden neben dem histologischen Ergebnis mit diversen klinischen Parametern korreliert und der Einfluss der vorliegenden Erreger auf die Existenz eines PCA geprüft.
 
Fortbildung
Neue Erkenntnisse zum Mechanismus der Tumorprogression beim malignen Melanom ermöglichen zielgerichtete anti-metastatische Gentherapie
Die Fähigkeit entarteter Zellen, Suizidprogrammen zu entgehen, ist eine Grundvoraussetzung für das Überleben von Krebszellen, deren Metastasierung und Therapieresistenz. In dieser Hinsicht stellt das maligne Melanom einen besonders schwer zu behandelnden Tumor dar, der durch aggressives Wachstum, frühe Metastasierung und Resistenz gegenüber gängigen Therapien wie der Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie gekennzeichnet ist. Als eine Ursache für die schlechte therapeutische Beeinflussbarkeit im fortgeschrittenen Stadium wurden Defekte in Apoptose-Signalwegen nachgewiesen. Über die genauen molekularen Mechanismen, die zur Tumorprogression und Metastasierung führen und damit maßgeblich zur schlechten Prognose der Patienten beitragen, ist bisher aber nur wenig bekannt. Hier stellt der mit Hilfe molekularbiologischer Methoden geführte Nachweis von Faktoren, die am Prozess der malignen Progression beteiligt sind, eine wesentliche Voraussetzung dar für die Etablierung tumorselektiver antimetastatischer Therapien.
 
Kongressbericht
Paradigmenwechsel in der Behandlung der chronischen Immunthrombozytopenie
Die chronische Immunthrombozytopenie (ITP) ist eine seltene und meist chronisch verlaufenden Auto-immunerkrankung, bei der es zur vermehrten Zerstörung oder unzureichenden Bildung von Thrombozyten kommt. Da diese einen wesentlichen Bestandteil des Blutgerinnungssystems bilden, bedeutet der Mangel ein erhöhtes Risiko für spontane Blutergüsse, Schleimhautblutungen oder in schweren Fällen sogar lebensbedrohliche Blutungen wie zum Beispiel intrazerebrale Blutungen. Die Ursache der Erkrankung ist weitgehend unbekannt. Therapeutische Maßnahmen zielen darauf ab, die Thrombozytenproduktion zu erhöhen und so die Thrombozytenzahl anzuheben. Viele Jahre versuchte man, die Erkrankung durch Splenektomie, Glukokortikoide, Immunsuppressiva oder Zytostatika zu behandeln, mit jedoch nur beschränktem Erfolg. Dieser war zudem mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden. Nun gibt es mit den Thrombopoetinrezeptoragonisten (wie z.B. Nplate®) endlich auch eine kausale Therapie gegen diese Erkrankung, die bereits in nationalen und internationalen Leitlinien berücksichtigt wird.
 
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