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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
19.07.2008
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Kongressbericht
 
Titelthema
Neues in der Melanom-Vorsorge und Diagnostik
Weltweit steigt die Inzidenz des malignen Melanoms innerhalb der kaukasischen Bevölkerung an. In der Bundesrepublik Deutschland wird sie derzeit mit 13,7/100.000 für Männer und 11,9/100.000 für Frauen angegeben [1]. Obwohl der Anteil des malignen Melanoms an bösartigen Hauttumoren nur etwa 2% beträgt, ist dieses doch für 75% der Todesfälle im Zusammenhang mit Hauttumoren verantwortlich. Da die Prognose beim malignen Melanom sehr stark von der Tumordicke abhängt, ist die Früherkennung von Melanomen mit entsprechend geringer Tumordicke für das Überleben der Patienten von entscheidender Bedeutung. Im Folgenden soll ein Überblick über die wichtigsten Risikofaktoren sowie Maßnahmen der primären und sekundären Prävention gegeben werden.
Ex-vivo Chemosensitivitätstestung: Eine Strategie zur Realisierung einer individualisierten Therapie des metastasierten malignen Melanoms
Das maligne Melanom ist eine Tumorerkrankung mit weltweit steigender Inzidenz [1]. Die Prognose eines Patienten nach erfolgter Exzision eines frühzeitig erkannten Primärtumors (Stadium I nach Klassifikation der AJCC [2]) ist mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von über 90% als günstig zu werten. Nach Eintritt einer Metastasierung sinkt die 5-Jahres-Überlebensrate jedoch unter 60% (Stadium III); bei Vorliegen einer Fernmetastasierung (Stadium IV) sogar unter 10% [2]. Auch unter Berücksichtigung verschiedenster therapeutischer Optionen liegt die mediane Überlebenszeit einer vorliegenden Fernmetastasierung innerhalb der Haut, Unterhaut oder der Lymphknoten bei ca. 12 Monaten. Sind Metastasen in der Lunge oder anderen Organen aufgetreten, liegt das mediane Überleben nur bei ca. 8 Monaten [2]. Trotz intensiver Bemühungen in der Entwicklung neuer therapeutischer Strategien sind die Erfolge in der Behandlung des metastasierten Melanoms bisher eher als eingeschränkt zu werten [3; 4; 5]. Der Therapiestandard des fernmetastasierten Melanoms besteht aus einer Monochemotherapie mit Dacarbazin (DTIC), und zeigt eine Ansprechrate <10% [3; 4; 6;7]. Andere Therapiestrategien wie die Polychemotherapie, die Immuntherapie, sowie neuere „Targeted Therapien“ zeigten in der randomisierten Prüfung im Rahmen prospektiver klinischer Studien bislang keinen Überlebensvorteil gegenüber DTIC [3; 4; 6; 7]. Da keine prädiktiven Marker des Therapieerfolgs bekannt sind, erfolgt die Auswahl eines Therapieregimes zur individuellen Behandlung eines Patienten mit metastasiertem Melanom aktuell empirisch.
Die Melanomstammzelle: Kritische Würdigung eines radikal neuen Konzepts
Die Entdeckung von zellulären Subpopulationen mit Stammzelleigenschaften beflügelt aktuell Erwartungen, dass uns exakte Kenntnisse der zugrunde liegenden Biologie zu ganz neuen, möglicherweise kurativen Therapien des metastasierten malignen Melanoms führen können. Der Begriff der Stammzelle impliziert hier nicht die „Ursprungszelle“ aus der der Tumor hervorgeht – diese Zelle ist beim Melanom nach wie vor nicht bekannt – sondern der Stammzellbegriff ist hier operational zu verstehen: Tumor-Stammzellen repräsentieren die Fraktion der Zellen eines Tumors, die das fortschreitende Wachstum, die Progression, also auch das Rezidiv nach primärer klinischer Remission, durch ihre besonderen Eigenschaften verursachen können (daher auch angesprochen als Tumor-propagierende Zellen, Tumorwachstum-unterhaltende Zellen).
Aktuelle Standards und Perspektiven in Diagnostik und Therapie von neuroendokrinen Tumoren des Gastroenteropankreatischen Systems
Der 1907 von Siegfried Oberndorfer geprägte Begriff Karzinoid [1] wurde in der WHO-Klassifikation aus dem Jahre 2000 verlassen. Nach der WHO-Klassifikation sollte dagegen von neuroendokrinen Tumoren (NET) des Gastroenteropankreatischen (GEP) Systems gesprochen werden und die Lokalisation des Primarius in Magen, Duodenum, Pankreas, Dünndarm, Colon, Appendix oder Rektum angegeben werden. Diese Differenzierung nach der Lokalisation des Primarius trägt der jeweils unterschiedlichen Tumorpathogenese, Prognose und Therapiestrategie der einzelnen Tumorentitäten Rechnung und ist somit klinisch relevant. Aktuelle Leitlinien für die Diagnose und Therapie der verschiedenen NET-Entitäten wurden von der European Neuroendocrine Tumor Society (ENETS) 2006/2008 veröffentlicht [2,3].
BiTE®-Antikörper: Durch Bispezifität T-Lymphozyten gegen Tumorzellen richten
Im Kampf gegen Tumorzellen besitzen zytotoxische T-Zellen das wirksamste Arsenal an Effektormechanismen aller Immunzellen. Dennoch entstehen Malignome, wachsen und metastasieren häufig sogar trotz einer gegen den Tumor gerichteten T-Zellantwort. Verantwortlich dafür sind so genannte „Tumor- Escape“-Mechanismen, die die Tumorzellen für das Immunsystem unsichtbar machen oder auf die Aktivität von T-Zellen negativen Einfluss nehmen. Durch den Einsatz von bispezifischen Antikörpern gelingt es, solche Escape-Mechanismen zu umgehen und gleichzeitig das Potenzial der zytotoxischen T-Zellen im Kampf gegen den Tumor in ungewöhnlichem Ausmaß auszunutzen. BiTE®-Antikörper repräsentieren eine neue Klasse von bispezifischen Antikörpern, deren außerordentliche Wirksamkeit auf einer umfassenden aber gleichzeitig gut kontrollierten, zyototoxischen T-Zell-Antwort gegen Tumorzellen beruht. Ein erster Vertreter der BiTE®-Antikörper zeigte in Lymphom-Patienten eindrucksvolle klinische Ergebnisse.
 
Pharmabericht
Cetuximab – Individualisierte Erstlinientherapie für Patienten mit kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinomen
Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC), deren Tumoren das KRAS-Wildtyp-Gen aufweisen, profitieren in besonders hohem Ausmaß von Cetuximab in Kombination mit einer Standardchemotherapie. Dies zeigen die Ergebnisse aktueller Analysen der CRYSTAL-Studie, die Prof. Eric van Cutsem, Leuven, auf der Plenarsitzung der 44. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorstellte. Unterstützt werden diese durch die Auswertung der OPUS-Studie, die Prof. Carsten Bokemeyer, Hamburg, präsentierte. Die Daten etablieren Cetuximab als eine neue Standardtherapie in der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren.
Thalidomid in Kombination mit Melphalan/Prednison zur Erstlinientherapie des multiplen Myeloms zugelassen
Drei große randomisierte Studien (1,2,3) belegen, dass bei nicht vorbehandelten älteren Patienten mit multiplem Myelom die zusätzliche Gabe von Thalidomid zum Melphalan/Prednison-Regime das ereignisfreie und das Gesamt-Überleben signifikant verlängert. Aufgrund dieser Daten hat die europäische Kommission Thalidomid unter dem Handelsnamen Thalidomide PharmionTM 50 mg Hartkapseln zur Erstlinientherapie des multiplen Myeloms zugelassen. Demzufolge darf Thalidomid in Kombination mit Melphalan und Prednison (MP) bei nicht vorbehandelten Myelom-Patienten eingesetzt werden, die 65 Jahre oder älter sind oder für die eine Hochdosis-Chemotherapie nicht in Frage kommt. Damit steht die erste orale Therapie für die Firstline-Behandlung des multiplen Myeloms zur Verfügung. Mit der Zulassung ist Thalidomid ab sofort, auch bei Import nach AMG §73.3, erstattungsfähig.
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