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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
24.04.2010
Ausgabe:
Jahr:
 
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Titelthema
Lifestyle und Mammakarzinom – Bisher unterschätzter Risikofaktor und Möglichkeit zur Prognoseverbesserung?
Brustkrebs ist die häufigste maligne Erkrankung der Frau in der westlichen Hemisphäre. Etwa 28% aller Malignome in der Europäischen Union werden der weiblichen Brust zugerechnet [1], in der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich über 45.000 Mammakarzinome diagnostiziert. In den letzten Jahren konnte sowohl in der lokoregionären, als auch in der systemischen Therapie des Mammakarzinoms eine Verbesserung der Effektivität bei gleichzeitiger Verminderung von Nebenwirkungen erreicht werden. Allerdings rücken neben diesen therapeutischen Ansätzen zunehmend auch Prognosefaktoren in das Zentrum des wissenschaftlichen Interesses, die einerseits die Entstehung der Erkrankung, aber auch ihren Verlauf beeinflussen können. Neben bekannten Risikofaktoren wie Nulliparität, einer frühen Menarche und späten Menopause und einer länger dauernden Hormonersatztherapie belegen einige Studien, dass auch Lebensstil-assoziierten Faktoren eine bedeutende Rolle zukommt.
Körperliche Aktivität als integrale Therapie bei der Versorgung von Brustkrebspatientinnen
Körperliche Aktivität und Sport nehmen bei der Bewältigung von Krebserkrankungen einen hohen Stellenwert ein. Ein körperlich aktiver Lebensstil kann primärpräventiv wirksam sein und das Risiko senken, postmenopausal an Brustkrebs zu erkranken. Sport und Bewegung können aber auch zahlreichen Auswirkungen der Erkrankung sowie Nebenwirkungen der Brustkrebstherapie entgegenwirken wie Bewegungseinschränkungen im Arm-Schulter-Bereich, Schmerzen, Fatigue sowie ängstliche und depressive Verstimmungen (Sekundär-/ Tertiärprävention). Bewegungs- und Sportübungen sollten bereits während der Primärtherapie beginnen. Diesen Erkenntnissen zum Trotz wird den Patientinnen weiterhin Schonung und körperliche Ruhe verordnet. Einerseits aus der Vorstellung heraus, dass Überanstrengungen zu Komplikationen im Heilungsprozess führen können und andererseits aus Unwissenheit über die Auswirkungen spezifischer Sportarten. Gerade bei Brustkrebspatientinnen werden Sportarten, die mit erhöhter Muskelarbeit im Oberkörper einhergehen, wie z.B. der Stockeinsatz beim Nordic Walking, nicht empfohlen, aufgrund der Gefahr einer Armlymphödementwicklung. Im Rahmen der Nordic Walking Studie wurden die Auswirkungen von Nordic Walking und Walking untersucht. Es konnte hierzu belegt werden, dass weder Nordic Walking noch Walking die Ausbildung eines sekundären Armlymphödems fördern. Zudem führen beide Ausdauertrainingsarten zu einer verbesserten Schulterbeweglichkeit und einem reduzierten Schmerzempfinden im Oberkörper. Eine wesentliche Zukunftsaufgabe wird es sein, die positive Einstellung von Krebspatienten zu mehr körperlicher Aktivität zu fördern und Sport- und Bewegungsangebote während der gesamten onkologischen Versorgung zur Verfügung zu stellen.
 
Editorial
 
Kongressbericht
 
Fortbildung
Psychoonkologische Versorgung im Akutkrankenhaus – inhaltliche und strukturelle Ziele und Herausforderungen
Jede somatische Erkrankung steht in Wechselwirkung mit psychischen und sozialen Faktoren. Um eine umfassende Versorgung von Patienten im Akutkrankenhaus zu gewährleisten, ist das Angebot psychosozialer Unterstützung unabdingbar. Im Sinne des biopsychosozialen Krankheitsmodells stellt dies nicht lediglich aus ethischer, sondern auch aus wissenschaftlicher verhaltensmedizinischer Perspektive eine Notwendigkeit dar. Das biopsychosoziale Modell ist das etablierteste Konzept zur Erklärung von Gesundheit und Krankheit [1,2]. Es berücksichtigt drei Ebenen: 1) die somatische Störung in Form des organischen Befunds, 2) die Störung des Erlebens und Verhaltens, die sich in Aspekten wie beispielweise Befindlichkeit, Mitverantwortung oder Compliance des Patienten zeigt, und 3) die Ebene des sozialen Umfelds. Veränderungen auf einer dieser Ebenen kann jede der anderen Systemebenen beeinflussen. Das Modell bezieht sich sowohl auf die Ätiopathogenese als auch auf den Verlauf von Erkrankungen. Krankheit ist nicht als Zustand, sondern als multifaktoriell bedingter, dynamischer Prozess zu verstehen. Die Psychoonkologie ist ein Fachgebiet der medizinischen Psychologie, das sich im Speziellen mit psychosozialen Aspekten von Krebserkrankungen befasst. Die psychologische Betreuung von Krebspatienten gehört heute zum Standard der interdisziplinären onkologischen Behandlung, sowohl in Deutschland als auch international. Die Psychoonkologie besteht somit als eigenständiges Fach innerhalb der Onkologie. Im Zuge der Zertifizierung von Organkrebszentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) konnte dieses Fachgebiet in Deutschland noch besser in die Versorgung integriert werden. Die Aufgaben der Psychoonkologie umfassen Forschung und Versorgung, die über die biomedizinische Ebene der onkologischen Behandlung hinausgehen. Schwerpunkte stellen dabei Beratung, Früherkennung, Prävention und Behandlung psychischer Belastungen und Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung dar. Entsprechend bedeutsam ist die psychoonkologische Diagnostik als Voraussetzung für eine gezielte und effektive Intervention. Die inhaltliche Komplexität dieser spezialisierten, interdisziplinären und zugleich jungen Disziplin erfordert die Weiterentwicklung von inhaltlichen und strukturellen psychoonkologischen Konzepten, die eine angemessene Versorgung ermöglichen.
Gynäkologische Krebszentren zur Leitlinienorientierten und qualitätsgesicherten Behandlung
Ziel der Gynäkologischen Krebszentren ist eine Leitlinien-orientierte und qualitätsgesicherte Behandlung der Patientinnen mit Genitalmalignomen. Dem zugrunde liegt der gesetzliche Anspruch im SGB V Paragraph 135a, der vorsieht, dass die Leistungserbringer die Leistungen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis und in der fachlich gebotenen Qualität erbringen. Jährlich erkranken ca. 30.000 Patientinnen an einem Genitalmalignom. Das Therapiekonzept ist komplex und involviert eine Reihe von Fachdisziplinen, die hier interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Implementierung des Brustzentrums als eines der ersten Organzentren hat den Vorteil hinsichtlich der Ergebnisqualität einer durchgeführten Therapie im Rahmen eines Zentrums belegt.
 
Pharmabericht
Kopf-Hals-Tumoren: Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist die Basis für Therapieoptimierung
Um optimale Ergebnisse in der Therapie von Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und des Halses (SCCHN) zu erzielen, bedarf es einer intensiven Abstimmung der Therapieentscheidung zwischen HNO-Chirurgen, Strahlentherapeuten und internistischen Onkologen. Dies verdeutlichte das Symposium „Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren“ der Merck Serono GmbH im Rahmen des 29. Deutschen Krebskongresses in Berlin, bei dem ausgewählte Experten verschiedener Fachdiziplinen etablierte und zukünftige Therapiestrategien beim SCCHN diskutierten. Der monoklonale EGFR-Antikörper Cetuximab (Erbitux®) gilt heute als ein Standard in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie bei rezidivierten und/oder metastasierten Kopf-Hals-Tumoren und in Kombination mit Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenen SCCHN. In den aktuellen ESMO-Guidelines 2009 erhielten beide Kombinationen den höchsten Evidenz- und Empfehlungsgrad.
Therapie des NSCLC: Histologie und molekulare Marker gewinnen zunehmend an Bedeutung
Die individualisierte Therapie ist in den letzten Jahren auch beim Lungenkrebs Realität geworden. Einen hohen Stellenwert haben dabei die histologischen Merkmale des Tumors gewonnen. Ein Ansatzpunkt für die individualisierte Therapie des NSCLC zeigte sich in der Studie von Scagliotti et al., in der Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinomen (Adeno- und großzellige Karzinome) von der Kombination Pemetrexed (Alimta®)/Cisplatin im Vergleich zur Standardtherapie einen signifikanten Überlebensvorteil hatten. Die Tumorhistologie als prädiktiver Faktor ist wegweisend für eine in Zukunft noch differenziertere und damit für eine auf den Patienten noch stärker abgestimmte Therapie, wie auf einem Lilly-Symposium zum 29. Deutschen Krebskongress in Berlin deutlich wurde.
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