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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
12.05.2008
Ausgabe:
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Titelthema
Die evidenz- und konsensusbasierte S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ 2008
Der Umfang des medizinischen Wissens vermehrt sich gerade in dynamischen Fachbereichen wie der Gynäkoonkologie und speziell beim Mammakarzinom exponentiell. In fast 30.000 medizinischen Fachjournalen werden derzeit knapp 3 Millionen neue Artikel pro Jahr publiziert. Der rasante Zuwachs dieser Daten bedingt, dass die „Halbwertszeit“ des medizinischen Fachwissens schnell abnimmt. Parallel zu dieser Entwicklung entstehen zwar neue und moderne Informations-technologien, welche jederzeit einen schnellen Zugriff auf Daten ermöglichen. Die methodisch hochwertigen und handlungsrelevanten Informationen können jedoch häufig nur schwer extrahiert werden. Klinische Leitlinien kombinieren das relevante Extrakt dieses Wissenszuwachses mit der Erfahrung und Einschätzung renommierter Fachexperten, welche im Leitlinienerstellungsprozess beteiligt sind. Aus den zusammengefassten Daten klinischer Studien, d.h. der Evidenzlage, werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die in einem möglichst formalisierten und transparenten Prozess von allen Mitgliedern der Leitliniengruppe verabschiedet werden. Das Mammakarzinom bleibt zudem trotz intensiver wissenschaftlicher Bemühungen das häufigste Malignom der Frau. Gerade bei dieser Erkrankung mit ihren spezifischen Versorgungsproblemen wird die Notwendigkeit eines Wissenstransfers von der Forschung in die Klinik durch Leitlinien deutlich.
Die intraoperative Strahlentherapie (IORT) ist eine Option für Patientinnen mit lokal rezidiviertem Mammakarzinom nach vorheriger externer Strahlentherapie
Im Allgemeinen wird Patientinnen, die an einem Lokalrezidiv eines Mammakarzinoms an der vorbestrahlten Brust leiden, die Brustamputation empfohlen. Die Normalgewebstoleranz der Brust inklusive des sie bedeckenden Hautmantels erlaubt nach einer zweiten brusterhaltenden Operation keine zweite perkutane Strahlentherapieserie mit einer üblichen Dosis von ca. 50 Gy. Eine weitere Möglichkeit neben der Mastektomie besteht darin, diese Patientinnen mit einer Teilbrustbestrahlung (PBI) zu behandeln. Dieser Ansatz basiert auf der Hypothese, dass die Re-Bestrahlung eines begrenzten Volumens wirkungsvoll ist und die dabei auftretenden Nebenwirkungen akzeptabel und tolerabel sind. Der folgende Artikel berichtet über die Erfahrungen eines einzelnen Zentrums, in dem die intraoperative Strahlentherapie (IORT) nach der Exzision des rezidivierten Mammakarzinoms im Sinne einer Teilbrustbestrahlung angewendet wurde.
Lebensqualitätsdiagnostik in einem integrierten Behandlungspfad und Sicherstellung der Behandlungsqualität
In klinischen Studien wird Lebensqualität mittlerweile routinemäßig als klinischer Endpunkt erfasst. Empfehlungen dafür wurden von den entsprechenden Zulassungsbehörden sowohl im nordamerikanischen Raum [6] als auch in Europa [2] formuliert. Lebensqualität wird damit gleichberechtigt zu anderen klinischen Endpunkten behandelt. Konkrete Auswirkungen dieser Aufwertung des Themas Lebensqualität zeigten sich bereits für die Behandlung des Ovarialkarzinoms. Ein Beispiel stellt hier die Empfehlung von Carboplatin anstelle von Cis-platin zur Behandlung des Ovarialkarzinoms dar, die – bei gleichem progressionsfreien und gesamten Überleben – ausschließlich auf der besseren Lebensqualität der mit Carboplatin behandelten Patientinnen beruht [7].
Tumorbank Ovarian Cancer (TOC) – ein internationales Projekt
Das „Tumorbank Ovarian Cancer“ (TOC)-Projekt stellt ein bisher in dieser Form einzigartiges multizentrisches, internationales Projekt zur standardisierten Tumorasservierung und Datendokumentation für Patientinnen mit Ovarialkarzinom dar und versteht sich als interdisziplinäre und interprofessionelle Plattform für Kliniker und Wissenschaftler. Primäres Ziel des Projektes war die Etablierung eines internationalen Netzwerkes, um die Durchführung von translationalen Forschungsprojekten an großen Patientinnenzahlen und unterschiedlichen biologischen Materialien zu ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der prospektiven klinischen Dokumentation und der standardisierten histopathologischen Qualitätskontrolle der asservierten Tumorproben. Das „IMO“ ist ein neues Instrument für eine detaillierte und objektive Operationsdokumentation und dient einem exakteren Staging. Innerhalb von 4 Jahren hat sich TOC zur größten Tumorbank für Ovarialkarzinom in Europa entwickelt. Durch die systematische Tumorprobenasservierung und Datendokumentation sowie die Netzwerkbildung zwischen Klinikern und Forschungsinstitutionen wurde eine Verbesserung der Qualität der translationalen Grundlagenforschung erreicht.
Bendamustin in der Erstlinien-Behandlung der CLL: Die hohe Effektivität zeigte sich in allen Binet-Stadien
Bendamustin wurde soeben von der FDA in den USA für die Behandlung der CLL (Chronisch lymphatische Leukämie) nur 6 Monate nach Einreichen des Zulassungsantrags zugelassen. Diese beschleunigte und bevorzugt behandelte Zulassung basiert auf den Daten einer randomisierten, internationalen, multizentrischen Studie, in der Bendamustin mit Chlorambucil als First-line-Therapie bei Patienten mit B-Zell CLL verglichen wurde. Die Behandlung mit Bendamustin führte zu signifikant besserem Ansprechen (67,6% vs. 39,2%, p< 0,0001) und zu signifikant längerem progressionsfreien Überleben (21,2 Monate vs. 8,9 Monate, p<0,0001).

Wir führten ein Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Knauf aus Frankfurt, dem Studienleiter dieser Aufsehen erregenden Studie.
 
News
 
Kongressbericht
Metastasiertes Mammakarzinom: Liposomales Doxorubicin erweitert Therapieoptionen
Anthrazykline sind neben den Taxanen die wirksamsten Substanzen bei Brustkrebs, betonte Matti Aapro, Genolier/Schweiz, während eines Satellitensymposiums im Rahmen der 6th Breast Cancer Conference (EBCC-6) in Berlin. Anthrazyklin-haltige Schemata stellen den Standard in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms dar, auch in der Erstlinientherapie des metastasierten Mammakarzinoms zählen sie zur Therapie der ersten Wahl, selbst bei Anthrazyklin-vorbehandelten Patienten, berichtete Nadia Harbeck, München. Limitierend ist die Kardiotoxizität ab einer bestimmten kumulativen Dosis, insbesondere bei Anthrazyklin-vorbehandelten oder kardial vorgeschädigten Patientinnen. Als eine ebenso wirksame, jedoch deutlich weniger kardiotoxische Therapieoption bietet sich die liposomale Verkapselung des Wirkstoffs Doxorubicin an, sowohl als Monotherapie als auch in Kombination z.B. mit Taxanen oder Trastuzumab als zukünftige Optionen, was bisher mit freien Anthrazyklinen nicht durchführbar war.
Update: Standard und Perspektiven in Diagnostik und Therapie gastrointestinaler Tumoren
Beim lokal fortgeschrittenen Adenokarzinom des Magens und dem ösophagealen Adenokarzinom hat die neoadjuvante Chemotherapie heute ihren festen Platz – doch wie baut man jetzt auf dieser Basis auf? Welche therapeutischen Konsequenzen werden die genetischen Veränderungen bei Magen-, Kolon- und Pankreaskarzinom in Zukunft mit sich bringen, die sich als prognostisch bedeutsam erwiesen haben. Welche Stellenwert nehmen zukünftig die DNA-Tests beim Kolonkarzinomscreening ein, die jetzt in der neuen Leitlinie der amerikanischen Krebsgesellschaft empfohlen werden? Und auf welche weiteren Fortschritte lassen die aktuellen Daten mit den targeted Therapien hoffen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Projektgruppensitzung „Gastrointestinale Tumoren“ des Klinikums München-Großhadern, auf der regelmäßig nach dem GI-ASCO ein Update aktueller Standards und Perspektiven in Diagnostik und Therapie gastrointestinaler Tumoren vorstellt wird.
 
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