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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
20.03.2010
Ausgabe:
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Pharmabericht
Patienten profitieren von früher und kontinuierlicher Therapie mit Lenalidomid
Eine zentrale Frage, die im Zusammenhang mit Lenalidomid häufig gestellt wird, ist die nach der optimalen Dauer der Therapie. Harousseau et al. [1] konnten in diesem Zusammenhang zeigen, dass im Verlauf einer Lenalidomid-Therapie die Qualität des Ansprechens zunimmt: Etwa die Hälfte der erreichten sehr guten Remissionen (CR/VGPR) gehen aus einer vorangehenden partiellen Remission hervor. Ferner erreichen Patienten unter Lenalidomid auch noch im späteren Therapieverlauf (jenseits von 12 verabreichten Zyklen) sehr gute Remissionen (CR/VGPR). Für eine kontinuierliche Therapie mit Lenalidomid – bis zur Krankheitsprogression – spricht eine Analyse, basierend auf den aktualisierten gepoolten Daten der beiden Phase-III-Studien MM-009 und MM-010, in denen die länger mit Lenalidomid behandelten Patienten einen Überlebensvorteil hatten [2]. Den Stellenwert einer kontinuierlichen Therapie bis zur Krankheitsprogression mit dieser immunmodulierenden Substanz unterstützen jetzt auch die Ergebnisse aktueller, auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2009 vorgestellter Studien.
 
Editorial
 
News
„Strukturen verändern, Heilung verbessern“
„Strukturen verändern, Heilung verbessern“ war das Motto des diesjährigen 29. Deutschen Krebskongresses in Berlin. Hintergrund ist der aufgrund der demographischen Situation in Deutschland zu erwartende starke Anstieg an Krebserkrankungen. Nach Schätzungen wird sich bis zum Jahr 2030 die Zahl verdoppelt haben. Diese Herausforderung lässt sich nur strukturell lösen, sagte der Kongresspräsident Professor Wolff Schmiegel. Alles weist in Richtung Zentrumsbildung. Über 400 onkologische Organzentren sind bereits zertifiziert. Die zweite Stufe sind Onkologische Zentren, in denen mittelfristig alle Tumorerkrankungen behandelt werden sollen, wovon drei inzwischen zertifiziert sind. Dritte Stufe sind die Onkologischen Spitzenzentren, von denen mittlerweile 11 benannt wurden. Eine besonder Relevanz hat die Kontrolle der Langzeiterfolge. Hierbei ist der Informationsfluss entscheidend, der bislang nicht zufriedenstellend gelöst ist, so der Präsident der DKG Professor Werner Hohenberger während der Eröffnungsveranstaltung.
Eisenchelat-Therapie bei polytransfundierten Patienten
Die häufigsten hämatologischen Neoplasien des höheren Lebensalters sind die myelodysplastischen Syndrome. Die Diagnosestellung erfolgt median zwischen 65 und 75 Jahren, so PD Dr. Mathias Schmid, Ulm. Die häufig ineffektive Erythropoese bedingt häufig chronischen Transfusionsbedarf. Bei zwei Transfusionen monatlich mit 4 Erythrozytenkonzentraten à 200-250 mg Eisen summiert sich der Eisengehalt in 2 Jahren auf ca. 20 g Eisen. Die Kapazitäten von Ferritin und Transferrin werden bei einer solchen Eisenüberladung überschritten, zumal bei älteren Patienten die Organe oft bereits vorgeschädigt sind. Non-Transferrin-Bound-Iron entsteht (NTBI), das Eisen wird unkontrolliert im Gewebe abgelagert. Um NTBI zu binden und die Eisentoxizität im Gewebe zu reduzieren, werden Eisenchelatbildner eingesetzt.
 
Titelthema
Das Multiple Myelom – eine Übersicht
Das Multiple Myelom (MM) ist eine klonale Plasmazell-Dyskrasie, die eine systemische Behandlung benötigt, sobald krankheitsassoziierte Symptome auftreten. Die Einführung der sogenannten neuen Substanzen Bortezomib, Thalidomid und Lenalidomid hat die MM-Behandlungsoptionen dramatisch beeinflusst. Die Hochdosis-Melphalan-Therapie, mit folgender autologer Stammzelltransplantation, war vor Einführung der neuen Substanzen die einzige Möglichkeit, Langzeitremissionen bei jungen Myelom-Patienten zu erreichen. Aktuell steht eine Vielzahl neuer Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung bzw. in klinischer Prüfung. Insbesondere wird der Stellenwert der neuen Substanzen diskutiert, vor und nach Hochdosistherapie, als Induktions- oder Erhaltungstherapie, wie auch bei den Patienten, bei denen keine Hochdosistherapie durchgeführt werden kann. Nicht nur therapeutische, sondern auch diagnostische Fortschritte sind zu berichten. Die Erfassung und Interpretation genetischer Veränderungen bei MM-Patienten werden zukünftig präzisere prognostische Aussagen ermöglichen und weiterhelfen, individualisierte Behandlungskonzepte zu erstellen. Dieser Übersichtsartikel gibt einen historischen Überblick über die Erkrankung, über die aktuellen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sowie einen Ausblick auf die Zukunft.
Mantelzell-Lymphom – Therapiestandards und Ergebnisse aktueller Studienkonzepte
Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) stellen heterogene Malignome des lymphatischen Systems dar. 90% aller NHL stammen von B-Zellen ab und repräsentieren somit die größte Gruppe. Das Mantelzell-Lymphom ist eine seltenere Entität der B-NHL (5-8% aller Fälle) mit im Vergleich zu anderen histologischen Subtypen schlechterer Prognose. Histologisch ist die Erkrankung durch typische gekerbte, zentrozytisch und gelegentlich auch blastisch imponierte Lymphozyten charakterisiert. Der typische Immunphänotyp ist sIg++, l > k, CD19/20/22+, CD5+, CD10-, CD23-, CD11c-, HLA-DR++, CD43+. Für die Erkrankung charakteristisch und für die Diagnosestellung unabdingbar ist der Nachweis der Translokation t(11;14), die in letzter Konsequenz zur Überexpression von Cyclin Dl führt, einem Genprodukt, dass insbesondere in die Kontrolle der Zellzyklusprogression involviert ist. Der molekulargenetische oder immunhistochemische Nachweis hat die Sicherheit der Diagnosestellung in den letzten Jahren erheblich verbessert, so dass heute von einer Korrektheit der Diagnosestellung bei mehr als 95% der Patienten ausgegangen werden kann.
Chronische myeloische Leukämie: Update ASH 2009
Einer der Schwerpunkte auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2009 waren die Therapieoptionen bei der chronisch myeloischen Leukämie (CML). Neue Daten gab es zu den Tyrosinkinaseinhibitoren (TKIs) der 2. Generation Nilotinib und Dasatinib. In der als „late breaking abstract“ präsentierten randomisierten Phase-III-Studie ENESTnd [1] erwies sich Nilotinib in der Erstlinie dem Imatinib in Bezug auf „major-molekulare“ Remission (MMR) und komplette zytogenetische Remission (CCyR) als signifikant überlegen. In zwei weiteren Phase-II-Studien [2,3] zeigte Nilotinib ebenfalls sehr gute zytogenetische und molekulare Remissionen, die deutlich über den historischen Daten aus der IRIS-Studie lagen. In einer Phase-II-Studie mit Dasatinib [4] wurden 2-Jahresdaten vorgestellt, die ebenfalls sehr gute zytogenetische und molekulare Remissionen unter diesem TKI nachwiesen. Finale Daten werden auf dem ASCO 2010 erwartet.
Diagnostik und Therapie des Ovarialkarzinoms
Das Ovarialkarzinom ist das fünfthäufigste Karzinom der Frau. Nach wie vor werden mehr als 70% der Ovarialkarzinome in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, wenn die Erkrankung bereits in der gesamten Abdominalhöhle ausgebreitet ist (Abb. 1 und 2). Mit einer 5-Jahresüberlebensrate unter 40% ist die Prognose trotz zahlreicher therapeutischer Fortschritte in den letzten Jahren weiterhin ungünstig [1,2]. Entscheidend für das Überleben der Patientin in dieser Situation ist, dass sie eine leitliniengerechte operative Therapie erhält mit dem Ziel der maximalen Tumorreduktion, und im Anschluss eine Kombinationschemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel. Die von A. du Bois für die Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) durchgeführte Qualitätssicherungserhebung ergab, dass die Therapiequalität und die Einhaltung der Therapiestandards in Deutschland sehr unterschiedlich ist.
Aktuelle Aspekte zur Aszitestherapie beim Ovarialkarzinom

Trotz zahlreicher Studien konnte bisher noch keine optimale Therapie des malignen Aszites bei Ovarialkarzinom-Patientinnen formuliert werden. Bewährte und empfohlene Therapien sind nach wie vor die Parazentese und die systemische Chemotherapie. Jedoch helfen diese Behandlungsoptionen meist nur temporär. Catumaxomab ist das erste zielgerichtete Medikament, das den Aszites kausal therapiert und auf Basis einer randomisierten multizentrischen Studie eine signifikante Verbesserung zeigen konnte. Bevacizumab und Aflibercept könnten in der Zukunft ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Behandlung des malignen Aszites spielen, wobei noch größere Studien sowohl die Wirksamkeit als auch das Nebenwirkungsprofil besser charakterisieren müssen.

 
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