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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
30.03.2008
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News
State of the Art in der Behandlung des primären und fortgeschrittenen Mammakarzinoms
Schon wenige Wochen, nachdem die 30. San Antonio Breast Cancer Conference im Dezember 2007 über die Bühne gegangen war, ist es der AGO-Kommission Mamma gelungen, die deutschen Leitlinien zu aktualisieren und Ende Januar 2008 anlässlich des von der AGO veranstalteten State-of-the-Art-Meetings in München zu präsentieren. Die in jährlichen Intervallen revidierten „Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie primärer und metastasierter Mammakarzinome“ fand von Beginn an großen Anklang in der Fachwelt. Schwerpunkt der jetzt 7. Überarbeitung ist die Dokumentation der Literaturreferenzen für die einzelnen Statements. Künftig wird jedem Statement die entsprechende Literaturreferenz, welche die Evidenz signalisiert, zuzuordnen sein.
 
Titelthema
Prognosefaktoren beim multiplen Myelom
Das multiple Myelom ist eine biologisch und klinisch sehr heterogene häma-tologische Neoplasie. Das Spektrum der Erkrankung reicht von einer asymptomatischen, nicht behandlungs-pflichtigen Variante (indolentes Myelom) bis hin zu äußerst aggressiven Formen mit leukämischer Ausschwemmung von Plasmazellen oder extramedullären Tumormanifestationen. Entsprechend variabel ist die Überlebenszeit von Patienten mit multiplem Myelom, die wenige Monate bis viele Jahre betragen kann. In den letzten Jahren hat sich das Spektrum therapeutischer Optionen (konventionelle Chemotherapie, Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation, allogene Stammzelltransplantation) durch die Entwicklung neuer Substanzen (Thalidomid, Bortezomib, Lenalidomid) enorm erweitert. Vor dem Hintergrund der Heterogenität der Erkrankung einerseits und der wachsenden Zahl verfügbarer Behandlungsansätze andererseits gewinnen Prognosefaktoren zunehmend an Bedeutung. Von besonderem Interesse sind hierbei genetische Marker, deren Nachweis spezifische Therapieansätze implizieren könnte. Exemplarisch seien hier in klinischer Entwicklung befindliche Inhibitoren der FGFR3-Rezeptor-Tyrosinkinase bei Patienten mit Translokation t(4;14)(p16.3;q32) genannt. Ziel der Evaluation prognostischer und prädiktiver Faktoren ist eine risikoadaptierte Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom. Idealerweise sind die hierbei untersuchten Marker einfach und kostengünstig zu bestimmen, gut verfügbar und reliabel. In dieser Arbeit soll die Wertigkeit klinischer, laborchemischer und genetischer Prognosefaktoren besprochen werden. Da in der Vergangenheit eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Markern im Hinblick auf ihre prognostische Relevanz hin überprüft wurde, fokussiert diese Übersicht auf die derzeit gebräuchlichsten und aussagekräftigsten Prognosefaktoren.
Neue Entwicklungen in der Therapie des multiplen Myeloms
Auch im Jahr 2007 wurde eine Vielzahl an Publikationen zu neuen Aspekten der Myelomtherapie veröffentlicht. Das von Michel Attal geprägte Schlagwort vom Amerikanischen Hämatologenkongress im Dezember in Atlanta, „VAD is dead“, bildet die Klammer um die Entwicklungen bei fast allen Situationen der Erkrankung: die „neuen Substanzen“ (Thalidomid, Bortezomib, Lenalidomid) verdrängen bisherige Standards. Sie halten nach der Rezidivtherapie (für diese Indikation sind in Deutschland Bortezomib und seit Mitte des Jahres 2007 auch Lenalidomid, bislang jedoch nicht Thalidomid, zugelassen) auch in die Primärtherapie Einzug. Nachdem angesichts der (teils überraschend) guten Daten für die „neuen Substanzen“ die Hochdosistherapie mit Melphalan bereits totgesagt wurde, scheint sich mehr und mehr die Ansicht durchzusetzen, dass für eine weitere Verlängerung des Überlebens alle wirksamen Therapieelemente benötigt werden. Die neuesten Untersuchungen belegen eine 10-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit für ca. 40% der Patienten. Erste klinische Studien, die eine sofortige (frühe) Hochdosistherapie mit einer verlängerten Induktions-/Erhaltungstherapie und einer Hochdosistherapie erst im Progress vergleichen, werden momentan vorbereitet.
Stammzelltransplantation beim multiplen Myelom – neue Strategien zur Verbesserung des Langzeitüberlebens
Die Hochdosistherapie gefolgt von autologer Blutstammzelltransplantation ist die gegenwärtige Standardtherapie für Patienten mit multiplem Myelom bis zum Alter von 65 Jahren. Durch besser verträgliche Konditionierungsregime wird auch die allogene Stammzelltransplantation zunehmend eingesetzt und hat in einer prospektiven Studie gegenüber der autologen Stammzelltransplantation einen Überlebensvorteil gezeigt. Die Einführung von neuen wirksamen Substanzen wie Thalidomid, Bortezomib und Lenalidomid hat die Behandlungsoptionen enorm erweitert. Mit diesen Medikamenten können in Kombination mit Alkylanzien und/oder Kortikosteroiden hohe komplette Remissionsraten erzielt werden. Vorläufige Daten suggerieren, dass die Rate der erzielten kompletten Remissionen durch eine nachfolgende Stammzelltransplantation weiter erhöht werden kann. Auch der Einsatz der neuen Substanzen nach autologer oder allogener Stammzelltransplanatation als Erhaltungstherapie verbessert die Überlebensmöglichkeiten weiter, insbesonders bei den Patienten, die nach der Stammzelltransplantation noch keine komplette Remission erreicht haben.
Nilotinib in der Zweitlinientherapie der CML: Hohe Wirksamkeit kombiniert mit überzeugender Verträglichkeit
Nilotinib (Tasigna®) ist in der Europäischen Union zugelassen zur Therapie erwachsener Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (CML) in chronischer und akzelerierter Phase, die eine Resistenz oder Unverträglichkeit gegenüber einer Vorbehandlung einschließlich Imatinib (Glivec®) aufweisen. In der Phase-II-Studie zeigten 57% der Patienten in chronischer Phase ein gutes zytogenetisches Ansprechen (MCyR) unter Nilotinib. 77% der Patienten erreichten ein komplettes hämatologisches Ansprechen (CHR). In der akzelerierten Phase erzielten 31% der Patienten eine MCyR. Ein bestätigtes hämatologisches Ansprechen (HR) wurde bei 54% der Patienten beobachtet. Die Behandlung mit Nilotinib zeigt eine überzeugende Verträglichkeit. Die häufigsten Nebenwirkungen Grad 3 oder 4 waren hämatologischer Natur und ließen sich meist gut kontrollieren. Pleuraergüsse traten nahezu überhaupt nicht auf. Darüber hinaus liegt nur eine minimale Kreuzunverträglichkeit zwischen Tasigna und Glivec vor. Tasigna® ist seit Anfang 2008 in Deutschland erhältlich.
 
Kongressbericht
Akute Promyelozytenleukämie: Künftig ohne Chemotherapie heilbar?
Die Therapie akuter Leukämien bei Erwachsenen macht langsame Fortschritte, wobei die immer genauere Differenzierung von Subentitäten eine wichtige Rolle für die Prognose und künftig zunehmend für die Therapieplanung spielen wird. Immerhin ist eine der aggressivsten Leukämieformen überhaupt, die akute myeloische Leukämie (AML) mit Translokation t(15;17) oder akute Promyelozytenleukämie (APL) mittlerweile in vielen Fällen heilbar. Dazu hat vor allem die Einführung von All-trans-Retinsäure in die First-line-Therapie beigetragen, aber auch Arsentrioxid, das derzeit noch überwiegend als Salvage-Therapie im Rezidiv angewendet wird, dürfte in der First-line künftig eine Rolle spielen, wie auf einer Sitzung im Rahmen des internationalen Symposiums „Acute Leukemias XII“ in München deutlich wurde.
 
Pharmabericht
Eisenchelat-Therapie verlängert das Überleben transfusionsbedürftiger Patienten mit MDS
Myelodysplastische Syndrome (MDS) umfassen unterschiedliche Subgruppen von Stammzellerkrankungen, die durch Dyserythropoese (z.B. refraktäre Anämie, 5q-Syndrom) oder multilineäre Dysplasien (z.B. CMML, AML) im Knochenmark sowie durch eine periphere Panzytopenie charakterisiert sind. Die Mehrzahl der MDS-Patienten wird daher im Verlauf ihrer Erkrankung transfusionsbedürftig. Die regelmäßige Eisenaufnahme durch die Transfusionen kann schon nach relativ kurzer Zeit zu einer Eisenüberladung führen. Da die Patienten dank spezifischer Therapien und besserer supportiver Maßnahmen eine immer höhere Lebenserwartung haben, entwickeln sie aufgrund der Eisenintoxikation aber auch mit größerer Wahrscheinlichkeit klinisch relevante Probleme. Eine prospektive Studie konnte erstmals zeigen, dass eine konsequente Eisenchelat-Therapie das Überleben von MDS-Patienten insbesondere mit niedrigem oder mittlerem Krankheitsrisiko verlängert. Mit Deferasirox (Exjade®) steht ein Eisenchelator zur Verfügung, mit dem die Therapieführung wesentlich erleichtert wird.
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