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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
06.06.2007
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Titelthema
Hormontherapie des Prostatakarzinoms
Das Prostatakarzinom (PC) hat in der westlichen Welt die erste Stelle der bösartigen Tumoren des Mannes vor den Krebserkrankungen von Lunge und Darm eingenommen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 48.650 Neuerkrankungen angegeben, wobei das PC mit 11.422 an dritter Stelle der karzinomspezifischen Sterbefälle steht [1]. Durch die Etablierung des prostataspezifischen Antigens (PSA) als Screeningmarker in den späten 80er Jahren werden Prostatakarzinome zunehmend in frühen und potenziell kurablen Tumorstadien erkannt („Stage Migration“). Im Jahre 1989 wurden 19,8% der neu diagnostizierten Prostatakarzinome in metastasierten Stadien entdeckt, 1998 dagegen lediglich in 3,3% der Fälle. Trotz dieses Fortschrittes erleiden 15-39% der Patienten nach radikaler Prostatektomie innerhalb von 15 Jahre ein PSA-Rezidiv [2], nach Radiatio innerhalb von 5 Jahren sogar in 30-50% [3]. Zudem stellen sich 24-40% der klinisch organbegrenzten Tumore in der endgültigen Histologie als lokal fortgeschritten und somit als nicht kurabel heraus [4]. Im Falle eines PSA-Rezidives kann im Median nach 8 Jahren in 34% eine Metastasenbildung beobachtet werden. Der Hormontherapie kommt bei systemischem Rezidiv nach kurativer Therapie als palliative Maßnahme eine entscheidende Bedeutung zu. Sie wird bei primär fortgeschrittenem PC auch als Primärtherapie eingesetzt und wird als adjuvante oder neo-adjuvante Therapie im Rahmen der Bestrahlung des PC eingesetzt. Erste Erkenntnisse über die Zusammenhänge von Androgenen und Erkrankungen der Prostata gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die Entdeckung und Beschreibung der genauen Mechanismen ist jedoch der Arbeit von Huggins und Hodges zu verdanken, welche im Jahre 1941 veröffentlicht und 1966 mit dem Nobelpreis für Physiologie und Medizin honoriert wurde [5]. Aufgrund der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft und der hohen Prävalenz des Prostatakarzinoms werden Patienten unter laufender Hormontherapie oder mit Indikation für eine solche von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gesehen. Da die Hormontherapie des PC nicht standardisiert ist, kann der behandelnde Arzt vor schwierige Entscheidungen gestellt sein. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, einen praxisorientierten Überblick zu den relevanten Themen der Hormontherapie des Prostatakarzinoms nach dem aktuellen Wissensstand zu geben.
Prostatakarzinom: Jenseits von Docetaxel
In den letzten Jahren haben sich die Behandlungsstrategien des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms massiv geändert. Wurden Patienten noch vor 5 Jahren mit einem hormonrefraktären Prostatakarzinom (HRPC) angesichts der mangelnden Therapiealternativen sehr stiefmütterlich behandelt, erhielt der Urologe/Onkologe mit der Zulassung der taxanbasierten Chemotherapie ein entscheidendes Medikament zur Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms. Obwohl die taxanbasierte Chemotherapie einen positiven Einfluss auf die Beschwerden der Patienten, deren Lebensqualität und Gesamtüberleben demonstrieren konnte, besteht weiterhin die dringende Notwendigkeit, die Therapiealternativen für diese Patientengruppe zu erweitern. Speziell für Taxanversager wird intensiv nach neuen Therapieoptionen gesucht, um ihr Überleben und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Antiinflammatorisches Targeting in der Uro-Onkologie
In den letzen Jahren hat ein Paradigmenwechsel in der Onkologie stattgefunden: Waren noch vor einigen Jahren ausschließlich zytostatische Medikamente mit direktem Angriffspunkt in der Mitose der Tumorzelle Therapiestandard, hat sich inzwischen vor allem durch die Blockade der VEGF-Signaltransduktionskaskade die Tumortherapie in den extrazellulären Raum verlagert. Während bei diversen soliden Tumoren – Nierenzellkarzinom, Pankreaskarzinom, kolorektale Karzinome – die Tumortherapie durch Blockade des VEGF längst etabliert ist, wurde der inflammatorische Einfluss auf das Tumorgeschehen bisher kaum beachtet. In dieser Übersichtsarbeit sollen die Grundzüge des bisher wenig verstandenen Beitrages der sogenannten „inflammatoric environment“ zur Tumorinitiierung und -progression dargestellt werden.
Therapie des lokoregionären Prostatakarzinoms mit hochintensivem focussierten Ultraschall (HIFU)
Das Prostatakarzinom stellt mittlerweile die häufigste maligne Erkrankung des Mannes dar. Gleichzeitig werden durch den Einsatz des Prostataspezifischen Antigens (PSA) immer mehr frühe Stadien diagnostiziert [13]. Für Patienten mit einem lokoregionären Prostatakarzinom (PC) stellt die Radikale Prostatektomie (RPE) in den meisten Fällen die Standardtherapie dar. Trotz zahlreicher technischer Modifikationen (Nervenerhalt, Laparoskopie, Endoskopie, etc.) der Operation ist diese immer noch mit einer sig­nifikanten Morbidität verbunden. Neben der externen Strahlentherapie, Brachytherapie und Kryotherapie ist die Behandlung mit hochintensivem fokussierten Ultraschall (HIFU) eine mittlerweile etablierte, minimal invasive Behandlungsalternative für Patienten, die aufgrund ihres Alters, entsprechender Komorbidität oder aus Angst vor den potentiellen Nebenwirkungen nicht für eine RPE geeignet sind.
Spontanruptur eines außergewöhnlich großen Adenoms der Nebennierenrinde

Eine Prävalenz von bis zu 5% macht Adenome der Nebennierenrinde zur häufigsten adrenalen Raumforderung. Im Unterschied zu den viel selteneren Nebennierenrindenkarzinomen und Tumoren des Nebennierenmarks sind betroffene Patienten meist asymptomatisch und die Diagnose beruht oft auf einem radiologischen Zufallsbefund. Wir berichten den außergewöhnlichen Fall eines 50jährigen Mannes, der sich in unserer Klinik mit akutem linksseitigen Flankenschmerz vorstellte. Als Ursache konnte nach explorativer Laparotomie und histopathologischer Begutachtung ein wohl spontan rupturiertes Nebennierenrindenadenom von 18cm Durchmesser ermittelt werden. Die Gutartigkeit des Befundes überraschte, denn in der Regel sind Nebennierentumoren dieser Größe maligne.

 
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