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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
05.02.2012
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Editorial
 
News
Kontinuierliche Lenalidomid-Therapie beim multiplen Myelom überlegen
Ein bunter Strauß von hämatologischen Neuigkeiten: Die Jahrestagung der amerikanischen Hämatologen-Gesellschaft findet eher in südlicheren Bundesstaaten statt, weil man dort auch im Dezember noch mit akzeptablem Wetter rechnen kann. Bereits 2003 und 2004 war San Diego Kongressort gewesen, und im Dezember 2011 trafen sich wieder mehr als 20.000 Hämatologen aus aller Welt in der südwestlichsten Ecke der USA, um über zahllose neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Blutes zu diskutieren – von denen wir hier nur einen kleinen Ausschnitt wiedergeben können. Um Rezidive beim multiplen Myelom zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, werden derzeit Erhaltungstherapien getestet. In der italienischen MM-015-Studie [1] verlängerte der Immunmodulator Lenalidomid in dieser Indikation das progressionsfreie Überleben deutlich, auch wenn es Anzeichen für eine gewisse Häufung von Sekundärmalignomen gibt.
CML: Mit Nilotinib besserer Schutz vor Progression
Imatinib, der erste Tyrosinkinaseinhibitor, hat die chronische myeloische Leukämie (CML) aus einer tödlichen in eine meist chronische Erkrankung umgewandelt. Auch in den Drei-Jahres-Daten der Phase-III-Studie ENESTnd, die Giuseppe Saglio, Turin, vorstellte, überzeugt die Nachfolge-Substanz Nilotinib durch ein schnelleres und tieferes Ansprechen [1]. Von den 846 Patienten, die in 217 Zentren in 35 Ländern eingeschlossen worden waren, hatten randomisiert je etwa ein Drittel 400 mg/d Imatinib oder zweimal 300 bzw. 400 mg/d Nilotinib erhalten. Nach 36 Monaten erhielten in den beiden Nilotinib-Gruppen noch 71% bzw. 74%, in der Imatinib-Gruppe aber nur mehr 62% der Patienten die ursprünglich vorgesehene Behandlung. Gründe für den Abbruch waren überwiegend Nebenwirkungen oder Laboranomalien (11% unter Imatinib, 10% bzw. 14% unter Nilotinib 2x 300 bzw. 2x 400 mg/d), ein Fortschreiten der Erkrankung (4% vs. 1% bzw. < 1%) oder unzureichendes Ansprechen (4% vs. 2% bzw. 3%).
 
Titelthema
Sentinel-Lymphknoten-Biopsie beim Malignen Melanom
Der histologische Status der regionalen Lymphknoten ist ein sehr wichtiger prognostischer Indikator für das Überleben beim malignen Melanom. Allerdings ist die Behandlung der regionalen Lymphknoten bei Patienten ohne klinische Zeichen eines Lymphknotenbefalls (AJCC Stadium I und II) seit mehreren Jahren Gegenstand einer Debatte. Um die Patienten, die von einer kompletten regionalen Lymphknotendissektion profitieren können, zu detektieren, wurde das Konzept der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie entwickelt, so dass klinisch okkulte Metastasen in Melanom-Patienten erkannt werden können. Hierbei erfolgt die Lokalisationsdiagnostik mittels Lymphszintigraphie, womit die Lymphabflusswege vom Primärtumor bis zur ersten Lymphknotenstation verfolgt werden können. Intraoperativ wird die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie in Kombination aus Farbstoff und Gamma-Sonde zur Detektion des markierten Sentinel-Lymphknotens durchgeführt, wodurch eine Erkennungsrate von ca. 95% erreicht werden kann. Die Tumordicke nach Breslow ist heutzutage als das wichtigste Kriterium des erweiterten Stagings mittels Sentinel-Lymphknoten-Biopsie anzusehen. Derzeit wird die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie bei Patienten mit einem malignen Melanom mit einer Breslow-Dicke von 1-4 mm durchgeführt. Der therapeutische Wert der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie ist weiterhin umstritten. Zur Zeit gibt es keine eindeutigen Beweise, dass eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie zu einer Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit malignem Melanom führt, jedoch stellt die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie ein zuverlässiges Staging-Verfahren zur Abklärung eines etwaigen Lymphknotenbefalls dar. Somit können Patienten identifiziert werden, die von einer kompletten regionalen Lymphknotendissektion profitieren. Das Konzept der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie ist eine multidisziplinäre Zusammenarbeit. Eine exakte histopathologische Untersuchung ist entscheidend für die Wertigkeit der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie.
Metastasen der Wirbelsäule – aktuelle Therapiekonzepte
Wirbelsäulenmetastasen stellen eine wesentliche Komplikation bei Tumorpatienten dar. Klinische Manifestationen sind Schmerzen, Wirbelkörperfrakturen und neurologische Defizite. Die Zielsetzung ist in der Regel palliativ. Das therapeutische Konzept sollte den Allgemeinzustand, die Tumorausbreitung und die Prognose berücksichtigen. Alle operativen und nicht-operativen Verfahren sollten darauf ausgerichtet sein, in erster Linie die Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Therapeutische Entscheidungen sollten bei diesen komplexen Krankheitsbildern grundsätzlich interdisziplinär getroffen werden. Das therapeutische Arsenal hat sich in den vergangenen Jahren entscheidend verbessert. Neben den oft aufwändigen offenen Operationen zur Stabilisierung der Wirbelsäule bieten insbesondere die perkutanen Augmentationsverfahren – Vertebroplastie und Ballon-Kyphoplastie – eine Option, die eine umgehende Schmerzlinderung bietet, die betroffenen Wirbelkörper stabilisiert, neurologische Komplikationen verhindert und für den Patienten wenig belastend ist. Auch die anderen Therapieverfahren, medikamentöse Therapien zur Progressionshemmung der Metastasen und verbesserte Bestrahlungsmethoden, sind verheißungsvolle Ansätze, um die Lebensqualität der schwerkranken Patienten zu verbessern. Mit der Kypho-IORT (Kyphoplastie plus intraoperative Radiotherapie) steht derzeit – im Rahmen klinischer Studien – eine Technik zur Verfügung, die die Vorteile der Ballon-Kyphoplastie mit einer intraläsionalen Bestrahlungstechnik verbindet.
 
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