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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
04.02.2009
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Kongressbericht
Aktualisierte ESMO- und NCCN-Leitlinien empfehlen Sunitinib für GIST-Patienten mit Imanitinib-Resistenz oder –Unverträglichkeit
In ihren aktualisierten Leitlinien empfehlen die European Society of Medical Oncology (ESMO) und das National Comprehensive Cancer Network (NCCN), Sunitinib (Sutent®) bei Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) einzusetzen, die gegen Imatinib resistent sind oder Imatinib nicht vertragen. (1,2) Eine Grundlage für diese Empfehlung sind die seit diesem Jahr vorliegenden Daten zum Gesamtüberleben (median overall survival / OS) unter Sunitinib: Nach einer statistischen Überlebens-Analyse der Zulassungsstudie mit der Rank-Preserving-Structural Failure Time Methode, kurz RPSFT-Methode, zeigte sich, dass Sunitinib das Gesamtüberleben gegenüber Plazebo in der GIST-Therapie nach Imatinibversagen oder -unverträglichkeit verdoppelt. (3,4,5,6)
 
Titelthema
Adjuvante Therapie des Pankreaskarzinoms
Andreas Hilbig, Helmut Oettle, Charité-Universitätsmedizin Berlin. Der derzeit einzige kurative Therapieansatz beim Pankreaskarzinom besteht in der kompletten Tumorresektion, wobei die Abgrenzung von pathohistologisch komplett entfernten Malignomen (R0) von solchen mit verbleibenden mikroskopischen Restbefunden (R1) im klinischen Alltag allerdings schwierig und Gegenstand einer wissenschaftlichen Diskussion ist. Generell sind bei Diagnosestellung lediglich ca. 15% der Patienten komplett resektabel. Da die Prognose von Patienten mit inoperablen Tumoren mittelfristig infaust, andererseits die operationsbedingte Mortalität in ausgewiesenen chirurgischen Zentren gering ist und die verfügbaren Daten nahelegen, dass Patienten auch von einer R1-Resektion profitieren, ist die Operationsindikationsstellung und -durchführung in sogenannten „high-volume“-Zentren zu fordern. Dennoch erleidet die Mehrzahl der Patienten selbst nach kompletter pathologischer Resektion (R0) ein Rezidiv und verstirbt im Weiteren an der Erkrankung. Die mediane Überlebenszeit nach Resektion liegt bei ca. 22 Monaten, das 5-Jahres-Überleben der R0-operierten Patienten ohne adjuvante Therapie unter 10%, der R1-resezierten unter 5% [4, 20], so dass sich eine Gesamtsterblichkeit von etwa 95% der an einem Pankreaskarzinom erkrankten Patienten ergibt. Aufgrund von aktuell verfügbar gewordenen Daten wird die Durchführung einer adjuvanten Chemotherapie auch in aktuellen Leitlinien empfohlen und ist im klinischen Alltag zunehmend akzeptiert. Allerdings gibt es trotz der sehr guten Datenlage für Gemcitabin bisher noch keinen breiten Konsens bezüglich des einzusetzenden Therapieregimes. Nach wie vor, wenn auch mit abnehmender Akzeptanz, wird insbesondere in den Vereinigten Staaten die Radiochemotherapie mit 5-Fluorouracil aufgrund der aus den 90er-Jahren stammenden Ergebnisse einer randomisierten Studie der Gastrointestinal Tumor Study Group (GITSG) als alternative adjuvante Therapie empfohlen [76]. In Europa wird in der Regel keine Radiochemotherapie eingesetzt. Diese Diskrepanz resultiert aus Widersprüchlichkeiten der publizierten Studien zur Radiochemotherapie, die zum Teil geringe Fallzahlen, lange Rekrutierungszeiten bzw. andere methodische Mängel aufweisen, welche die Interpretation der Ergebnisse erschweren.
Neurochirurgische Optionen in der Therapie adulter Gliome
M. Synowitz und P. Vajkoczy, Charité-Universitätsmedizin Berlin. Medizinhistorisch lässt sich die gezielt operative Behandlung glialer Hirntumore bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Initiale Begeisterung nach der ersten, 1884 durchgeführten, offenen Hirntumoroperation durch Rickman Godlee und Hughes Bennett, der klinisch den Prozess lokalisierte [1], legte sich aber bereits zu Beginn des nächsten Jahrhunderts, nachdem offenbar wurde, dass Patienten mit einem höhergradigen Gliom chirurgisch nicht geheilt werden konnten und das Überleben nur marginal verlängert werden konnte. Einen entscheidenden Beitrag in dem Bemühen, das chirurgische Outcome zu verbessern, lieferte Harvey Cushing mit elementar neuen Operationstechniken. Er war es auch, der das erste histologische Graduierungssystem für Gliome entwickelte und es mit dem klinischen Outcome korrelierte [2]. Dieses System basierte auf morphologischen Ähnlichkeiten von Gliomzellen mit Zelltypen, die im normalen Zentralnervensystem (ZNS) zu finden waren. Harvey Cushing und sein Kollege Percival Bailey beschrieben bereits damals eine wesentliche charakteristische Eigenschaft von Gliomen – ihr diffus infiltratives Wachstum, das die Unheilbarkeit durch eine chirurgische Resektion allein bedingt [3]. Die Hoffnung, mit der Einführung der Strahlentherapie daran etwas ändern zu können, erfüllte sich nicht. Obwohl sich die mittlere Überlebenszeit für höhergradige Gliome um mehrere Wochen verbesserte, änderte sie doch nichts am Langzeitüberleben. Die letztendliche Kombination von chirurgischer Tumorreduktion, postoperativer Bestrahlung und Chemotherapie, die mit der Verfügbarkeit Blut-Hirn-Schranken-gängiger Nitrosoharnstoffe möglich wurde, etablierte ein noch heute gültiges Standardprotokoll in der Behandlung maligner Gliome [4].
Strahlentherapie bei Hirntumoren
S. Olms-Hofmann, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsmedizin Mannheim. Hirntumore machen etwa 1% der Krebsneuerkrankungen pro Jahr aus. Auf Hirntumore sind 25% der Todesfälle durch maligne Tumor-erkrankungen zurückzuführen. Etwa 60% der primären Hirntumoren sind Gliome, 20% Meningeome, 10% Hypophysenadenome und 5% Neurinome. Die restlichen 5% bilden seltene Tumoren. Die Tumoren sind im Erwachsenenalter fast ausschließlich supratentoriell, im Kindesalter vorwiegend infratentoriell lokalisiert. Die Ätiologie und die Pathogenese der Hirntumoren sind bisher unklar. Bis auf die steigenden Inzidenzen der primären ZNS-Lymphome und Metastasen gibt es keine sichere Basis für eine Zunahme primärer Hirntumoren. Die therapeutische Strategie wird im Wesentlichen durch die Lokalisation und die Histologie des Tumors, den Allgemeinzustand und das Alter des Patienten sowie die Begleiterkrankungen bestimmt. Die Strahlentherapie stellt neben den chirurgischen Verfahren eine der wichtigsten Therapiesäulen in der Behandlung von Hirntumoren dar. Die Indikation zur Radiotherapie und die Wahl der strahlentherapeutischen Methodik hängt von der Ausbreitungscharakteristik des jeweiligen Tumors, der Dosis-Wirkungs-Beziehung des Tumorgewebes und der Strahlentoleranz der Umgebungsstrukturen ab.
 
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