Montag, 9. Dezember 2019
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Gute Patientenaufklärung ist ein Muss

© Alexander Raths / Fotolia.com

Ein Arzt ist dazu verpflichtet, Patienten vor Diagnose, Medikation, Therapie, Prophylaxe sowie vor jedem invasiven Eingriff ausreichend, zeitgerecht und verständlich aufzuklären.

 

Die Patientenaufklärung wird üblicherweise anhand eines Aufklärungsgesprächs durchgeführt. Ergänzend können Hilfsmittel wie Patientenbroschüren, Merkzettel oder auch multimediale Konzepte zum Einsatz kommen – diese dienen hauptsächlich dazu, komplexe Themen ausführlich und in einfacher Sprache zu erklären.

 

Der Patient ist vor allem über allgemeine Risiken und Erfolgsaussichten der Therapie, eingriffsspezifische Risiken aber auch alternative Methoden in Kenntnis zu setzen. Auch über bisher nicht besprochene Erweiterungen oder Modifikationen eines Eingriffs ist der Patient im Vorfeld zu informieren.

 

Sollte ein Patient auf die Aufklärung über Einzelheiten des Verlaufs und der Risiken ärztlicher Behandlungen und Eingriffe verzichten wollen, so muss auch dies vom Arzt extra dokumentiert werden.

 

In Ausnahmefällen kann ein Aufklärungsgespräch entfallen, etwa dann, wenn ein Notfall vorliegt und der Arzt alle Maßnahmen durchführen muss, die im Interesse des Patienten zur Wiederherstellung der Gesundheit erforderlich sind. Dann muss der Arzt den Patienten allerdings nachträglich (z.B. bei Wiedererlangung des Bewusstseins) über die erfolgte Behandlung und deren Folgen aufklären.

 

Eine gute Patientenaufklärung begünstigt zudem die Compliance (Therapietreue). Patienten, die gut über ihre Erkrankung und die damit einhergehenden therapeutischen Möglichkeiten und Risiken aufgeklärt sind, halten Therapiepläne meist besser ein, was dann wiederum dem Behandlungserfolg zugute kommt.

 

Um Ärzten die Aufklärung ihrer Patienten zu erleichtern, werden häufig Leitlinien von Fachgesellschaften erstellt. Neue Leitlinien oder Meldungen zu Aktualisierungen können Sie auf www.journalonko.de nachlesen. Gibt es neue Patientenbroschüren oder Aufklärungstipps für Ärzte z.B. bei der Vermittlung schwieriger Thematiken, werden diese ebenfalls auf unserer Homepage vorgestellt.

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