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Stand:  01. April 2016

Maligner Aszites deutet immer auf ein fortgeschrittenes Stadium einer Tumorerkrankung hin

© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Maligner Aszites (auch krebsbedingte Bauchwassersucht) ist die vermehrte Bildung peritonealer Flüssigkeit, wenn das Peritoneum mit Tumorzellen infiltriert und über Zytokine die Produktion der Peritonealflüssigkeit überreguliert wird. Grundsätzlich kann es bei peritonealer Tumorzellaussaat immer zur Bildung von Aszites kommen. Manchmal ist das jedoch nicht der Fall, was mechanistisch noch nicht komplett geklärt ist. Ebenso wenig, warum es in selteneren Fällen auch trockene Varianten einer Peritonealkarzinose gibt.

Die relativ rasche Zunahme des Bauchumfangs ist das auffälligste Merkmal eines Aszites. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen oder Atemnot entstehen dann, wenn die Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum Druck auf die benachbarten Organe ausübt.

Die trockene Peritonealkarzinose macht sich häufig zunächst gar nicht bemerkbar. Erst in späten Stadien wird sie entweder als Zufallsbefund im CT an peritonealen Knoten und einer Verdickung der peritonealen Schichten festgestellt. In späteren Stadien machen sich Symptome bemerkbar, die durch eine Obstruktion verursacht werden, welche die abdominellen Organe eingeschränkt. Es treten Passagehindernisse auf, zum Beispiel wenn der Ureter aufgestaut ist oder die Darmschlingen obstruiert sind.

Bei Verdacht auf einen malignen Aszites sind Sonographie, Zytologie und Laboruntersuchungen für die Diagnosestellung wesentlich.

Der Serum-Aszites-Albumin-Gradient (SAAG; Albumin [Serum] – Albumin [Aszites]) hat für die Diagnose eine Spezifität > 90% (Zytologie circa 65%): SAAG größer 1,1 g/dl gilt als Hinweis auf eine portale Hypertension, SAAG kleiner 1,1 g/dl als Hinweis auf eine Peritonealkarzinose.

Bei der Therapie wird zwischen symptomatischen und tumorspezifischen Therapien unterschieden. In der symptomatischen Therapie des malignen Aszites ist die Punktion (Parazentese) zur Entlastung des Patienten entscheidend. Damit wird der hohe peritoneale Druck gesenkt und der venöse Abfluss aus den Beinen wieder hergestellt.

Bei tumorspezifischen Therapien hängt die Kontrolle des Aszites mit der Behandlung der Grunderkrankung zusammen. Ist die Grunderkrankung durch eine effektive Chemotherapie behandelbar, verringert sich die Produktion von Aszites.

Im Fall eines epithelialen Tumors mit EpCAM-positiven Zellen ist die Gabe von Catumaxomab, ein gegen das Tumorantigen EpCAM und gegen das T-Zell-Antigen CD3 gerichteter chimärer monoklonaler, bispezifischer, trifunktionaler Antikörper, sinnvoll. Die viermalige Gabe von Catumaxomab innerhalb von 10 Tagen erwies sich in einer randomisierten Studie der alleinigen Aszitespunktion signifikant überlegen hinsichtlich des primären Endpunktes „punktionsfreies Überleben“: Zeit bis zur Notwendigkeit einer erneuten Aszites-Parazentese bzw. Zeit bis zum Tod eines Patienten.

Weitere Informationen zum malignen Aszites können Sie hier auf www.journalonko.de nachlesen.

 
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