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Stand:  26. Juni 2015

Inzidenz des Prostatakarzinoms steigt stetig an

© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Das Prostatakarzinom (PCA) ist in der westlichen Welt der häufigste maligne Tumor bei Männern und die dritthäufigste Krebstodesursache. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren stetig angestiegen und lag laut Robert-Koch-Institut im Jahr 2014 bei über 70.000.

Nach Diagnosestellung werden die Patienten anhand verschiedener Kriterien in drei Risikogruppen (low risk, intermediate risk und high risk) eingeteilt. Für die Verlaufskontrolle kommt als Tumormarker das Prostata-spezifische Antigen (PSA) zum Einsatz.

Die Therapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom ist die radikale Prostatektomie mit ausgedehnter pelviner Lymphadenektomie bzw. die externe Strahlentherapie, ggf. in Kombination mit einer Androgendeprivation (Anti-Hormon-Therapie). Beim fortgeschrittenen und metastasierten Stadium nimmt die antihormonelle Therapie den wichtigsten Stellenwert ein. Auch wenn es sich dabei um ein palliatives Therapiekonzept handelt, können damit eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität sowie des Langzeitüberlebens erreicht werden. Zur antihormonellen Therapie stehen verschiedene Konzepte zur Verfügung. Eine Möglichkeit stellt die Androgenablation/-deprivation dar. Diese kann entweder chirurgisch mittels operativer Kastration (bilaterale/subkapsuläre Orchiektomie) oder alternativ auch medikamentös erfolgen. Hierfür stehen zwei verschiedene Substanzgruppen zur Verfügung: LHRH-Agonisten und LHRH-Antagonisten (LHRH=Luteinisierendes Hormon Releasing Hormon). Darüberhinaus stellt die Androgenblockade auf Rezeptorebene (kompetitive Inhibition) in der Peripherie eine Therapieoption dar. Dies kann mit steroidalen oder nicht-steroidalen Antiandrogenen erfolgen. Trotz antihormoneller Therapie kommt es allerdings nach etwa 12-24 Monaten zu einem erneuten PSA-Progress und der Prostatakrebs tritt in ein kastrationsresistentes Stadium über. Zur Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) werden beispielsweise Abirateronacetat oder eine systemische Chemotherapie mit Docetaxel und Prednisolon eingesetzt. Nach Chemotherapie-Versagen können Enzalutamid oder Cabazitaxel zur Verwendung kommen. Beim Vorliegen von Knochenmetastasen steht mit Radium-223 (Alpharadin) eine weitere Behandlungsoption zur Verfügung.

Detaillierte Informationen zu neuen Studienergebnissen finden Sie hier auf www.journalonko.de.

 
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