Sonntag, 28. Februar 2021
Navigation öffnen
Infos für Patienten

30. April 2020 Wir sehnen uns nach Sonne – unsere Haut nach Schutz

magdal3na / Fotolia.com
Endlich Frühling! Ob auf dem Balkon, beim Spaziergang oder Joggen „mit Abstand" – die Sehnsucht nach Sonne und frischer Luft war selten so groß wie in diesen Tagen. „Genießen Sie Ihre mit Bedacht gewählten Aufenthalte im Freien und tanken Sie Energie", sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Achten Sie jedoch auch auf Ihre Haut. Sie ist nach den Wintermonaten noch nicht an die UV-Strahlung der Sonne gewöhnt und muss die Schutzmechanismen gegen die potenziell hautkrebserregenden Strahlen erst wieder aktivieren." Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) raten daher: Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die sonnenreiche Jahreszeit, schützen Sie sich vor intensiver UV-Strahlung und vermeiden Sie Sonnenbrände.
 
Nach den dunklen Tagen des Winters ist die warme Frühlingssonne ein besonderes Geschenk. Sie hebt gerade in Zeiten der Corona-Pandemie die Stimmung und verbessert das allgemeine Wohlbefinden. Neben wohltuender Wärmestrahlung und sichtbarem Licht gehören jedoch auch ultraviolette (UV-) Strahlen zum Strahlungsspektrum der Sonne. Diese können in den Frühlingsmonaten bereits sehr intensiv sein – ihre Wirkung wird deshalb schnell unterschätzt. „UV-Strahlung kann man nicht fühlen. Wenn die Haut reagiert, sich rötet, juckt oder schmerzt, hat sie bereits eine viel zu hohe Dosis abbekommen", erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der ADP.

UV-Strahlen führen innerhalb von Sekunden zu Schäden im Erbgut von Hautzellen. Der Körper kann prinzipiell entstandene Erbgutschäden in den Zellen reparieren oder geschädigte Zellen abstoßen. Ist die Haut allerdings zu lange oder zu oft ungeschützt UV-Strahlung ausgesetzt, können Schäden am Erbgut bestehen bleiben. Jahrzehnte später kann daraus Hautkrebs entstehen. In Deutschland erkranken derzeit jährlich über 272.000 Menschen neu an einem Tumor der Haut, 37.000 davon am gefährlichen malignen Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs" genannt.

Mit einfachen Maßnahmen ist guter UV-Schutz möglich: „Im Frühjahr empfehlen wir die Haut durch kurze Aufenthalte im Freien an die Sonne zu gewöhnen", so Breitbart. „Hohe UV-Belastungen sind daher unbedingt zu meiden." Generell gilt: Pralle Mittagssonne meiden, Kleidung und Kopfbedeckung tragen, für unbedeckte Hautstellen Sonnencreme benutzen und die Augen mit einer Sonnenbrille schützen. So kann jeder das Risiko einer Hautkrebserkrankung senken.

Ein Hilfsmittel, um die Intensität der Sonne richtig einzuschätzen, ist der UV-Index (UVI). Er beschreibt den erwarteten Wert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11+. Jedem Skalenwert sind Empfehlungen zum Sonnenschutz zugeordnet. Der UVI wird vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA), dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und weiteren Institutionen herausgegeben.
 

Deutsche Krebshilfe


Das könnte Sie auch interessieren

Informationen zum HeamaKUM am LMU Klinikum

Informationen zum HeamaKUM am LMU Klinikum
© Andrey Popov / Fotolia.de

Das HaemaKUM am LMU Klinikum bietet Ihnen eine einzigartige Kombination von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei allen Arten von Leukämien, Lymphomen und dem multiplen Myelom. Zum Einsatz kommt hier modernste Diagnostik (MRT, CT, PET-CT; molekulare Marker in Gewebeproben und Blut), um Ihre Erkrankung exakt zu diagnostizieren. Mit Hilfe gut etablierter, aber auch teilweise nur in Studien verfügbaren neuesten Therapieverfahren werden Sie bestmöglich behandelt.

Was verstehen Ärzte unter „Therapielinien“?

Die Behandlung von Krebs richtet sich nach Art und Stadium der Erkrankung sowie dem individuellen Befinden des Patienten. Neben der Operation und der Strahlentherapie ist die medikamentöse Therapie eine wichtige Option. Wann welche Maßnahmen zum Einsatz kommen sollten, wird in ärztlichen Leitlinien festgehalten. Welche Medikamente zu welchem Zeitpunkt am wirksamsten und verträglichsten sind, wird zuvor in klinischen Studien untersucht. Basierend auf den Ergebnissen...

Bewegungstherapie bei Krebs

Bewegungstherapie bei Krebs
© Fotolia / Kzenon

Körperliche Aktivität kann helfen, das Risiko an Krebs zu erkranken, zu minimieren. Ein regelmäßiges Bewegungstraining trägt aber auch dazu bei, die Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung sowie der Therapie besser zu überstehen. Neue Studien zeigen, wie bedeutsam regelmäßige Bewegung für das körperliche und seelische Wohlbefinden, nicht nur von Krebspatienten, ist. Was passiert jedoch in unserem Körper, wenn wir Sport treiben, und warum...

Gebärmutterhalskrebs verhindern

Gebärmutterhalskrebs verhindern
© farland9 / Fotolia.com

Gebärmutterhalskrebs kann durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren, mit denen sich rund 80 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens infizieren. In der Regel erkennt das Immunsystem die Infektion, so dass diese meistens innerhalb von zirka 24 Monaten unbemerkt ausheilt. Ein Interview mit Prof. Dr. med. Gerd-Henrik Griesser, Facharzt für Pathologie in Köln,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Wir sehnen uns nach Sonne – unsere Haut nach Schutz"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.