Freitag, 26. Februar 2021
Navigation öffnen
Infos für Patienten

01. Februar 2017 Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?

Eine seltene Krebsart bringt nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte an ihre Grenzen. Dabei sind seltene Krebsarten gar nicht so selten wie die Bezeichnung vermuten lässt. Rund 100.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer solchen Krebserkrankung. Im aktuellen Monatsthema stellt das ONKO-Internetportal die wichtigsten seltenen Krebsarten, die damit verbundenen Herausforderungen bei der Therapie sowie Initiativen für betroffene Patienten vor.
Obwohl seltene Krebsarten rund 20 Prozent aller Krebserkrankungen ausmachen, ist die Anzahl der Patienten mit einer bestimmten seltenen Krebserkrankung dennoch sehr klein. Denn die Erkrankungen teilen sich in weit über 200 einzelne Krebsarten inklusive verschiedener Unterarten auf. Als „selten“ gelten nach einer EU-Definition alle Krebsarten, an denen jährlich weniger als 5 von 10.000 Menschen erkranken. Somit zählen praktisch alle Fälle von Krebs bei Kindern dazu. Überdies gehören zu den „bekanntesten“ seltenen Krebserkrankungen unter anderem Weichteilsarkome, die zum Beispiel aus Fett- oder Bindegewebe hervorgehen, viele Formen von Blutkrebs (Leukämien), Speiseröhrenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Kehlkopfkrebs sowie Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome (bösartige Tumoren des Lymphsystems).
 
Die Probleme und Herausforderungen beginnen häufig bereits bei der Diagnose, die aufgrund fehlender eindeutiger Symptome manchmal schwierig ist. Patienten mit einer seltenen Krebserkrankung haben deshalb oft eine lange Odyssee hinter sich, bis ihre Erkrankung diagnostiziert ist. Und damit nicht genug: Für manche dieser Patienten stehen bislang keine standardisierten Therapieempfehlungen zur Verfügung. Es gibt jedoch Ansätze, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Welche Lösungen hierzu bereits entwickelt wurden und wie sich betroffene Patienten informieren können, darüber klärt das ONKO-Internetportal in seinem monatlichen Schwerpunkt-Thema unter www.krebsgesellschaft.de/thema_februar2017 auf.

ONKO Internetportal in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen
© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Etwa zwei Drittel aller bösartigen Brusttumore wachsen hormonabhängig. Weibliche Hormone wie das Östrogen lösen in den Tumorzellen einen Wachstumsreiz aus. Um das zu verhindern und das Rückfallrisiko zu senken, erhalten viele Brustkrebspatientinnen nach einer Operation zur Entfernung des Tumors über mehrere Jahre eine antihormonelle Therapie. Experten stufen die Begleiterscheinungen der Therapie zwar als weniger gravierend als bei einer Chemotherapie ein, viele...

Was verstehen Ärzte unter „Therapielinien“?

Die Behandlung von Krebs richtet sich nach Art und Stadium der Erkrankung sowie dem individuellen Befinden des Patienten. Neben der Operation und der Strahlentherapie ist die medikamentöse Therapie eine wichtige Option. Wann welche Maßnahmen zum Einsatz kommen sollten, wird in ärztlichen Leitlinien festgehalten. Welche Medikamente zu welchem Zeitpunkt am wirksamsten und verträglichsten sind, wird zuvor in klinischen Studien untersucht. Basierend auf den Ergebnissen...

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Der Krebsaktionstag findet alle zwei Jahre am letzten Kongresstag des Deutschen Krebskongresses in Berlin statt und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Berliner Krebsgesellschaft e. V. organisiert. Krebsexperten treffen, Wissen erweitern, Selbsthilfegruppen kennenlernen: Der 8. Krebsaktionstag bietet Ihnen aktuellste Informationen rund um das Thema Krebs. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der...

Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen

Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen
© Jochen Schönfeld / Fotolia.com

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen zur HPV-Impfung erweitert. Während es die offizielle Empfehlung für Mädchen bereits seit dem Jahr 2007 gibt, empfiehlt sie die HPV-Impfung seit diesem Jahr auch für Jungen. Um auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hinzuweisen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationsmaterialien entwickelt, die derzeit an die ärztlichen Praxen versendet werden und darüber...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.