Donnerstag, 5. August 2021
Navigation öffnen
Infos für Patienten

Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs

In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung. Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei verbringen können.

Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau – allein in Deutschland wird die Erkrankung jährlich bei fast 10.000 Frauen diagnostiziert. Die schwere Diagnose trifft die Frauen meist vollkommen unerwartet. Denn das so genannte Ovarialkarzinom ist eine stille Erkrankung, die lange Zeit keine oder nur unspezifische Beschwerden, wie zum Beispiel Völlegefühl oder Unwohlsein, verursacht. Bei der Mehrheit der betroffenen Frauen wird die Erkrankung daher erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Bislang konnten Ärzte ihren Patientinnen nach der Operation lediglich eine unspezifisch wirkende Chemotherapie anbieten, um die im Körper verbliebenen Krebszellen abzutöten. Nun wurde erstmals eine moderne Antikörpertherapie zugelassen, die den Tumor zielgerichtet bekämpft. Das neue Medikament, das zusätzlich zur Chemotherapie verabreicht wird, hemmt die Bildung von Blutgefäßen, die den Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Dadurch wird das Krebsgeschwür am Wachsen gehindert. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass die Zeit bis die Erkrankung fortschreitet, dadurch deutlich verlängert werden kann. Dies ist ein wichtiger Gewinn: Denn die Therapie schenkt den Patientinnen mehr Zeit, die sie weitestgehend beschwerdefrei im Kreis der Familie, der Freunde und mit Aktivitäten, die ihnen wichtig sind, erleben können.


Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose