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08. Mai 2013

Forschung zum Wohle der Krebspatienten

Motor des therapeutischen Fortschritts ist die Entwicklung neuer Medikamente. Der Großteil der deutschen Bevölkerung (1) ist sich der hohen Investitionen bewusst, die für die Entwicklung neuer Medikamente  in der Krebsmedizin notwendig sind. Wie das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa zeigt, wird das Engagement der Pharmaindustrie bei der Neuentwicklung innovativer Präparate von den Befragten positiv bewertet.

Rund 470.000 Menschen erhalten in Deutschland jährlich die Diagnose Krebs. Konkret bedeutet dies: Jeder zweite Mann und 43% aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken (2). Der medizinische Bedarf ist hoch, die Forschung und Entwicklung neuer Krebsmedikamente essenziell, um wirkungsvolle Behandlungen zu ermöglichen. In Deutschland wird intensiv im Bereich der Krebstherapien geforscht - mit großem Erfolg. Bereits heute können mehr als die Hälfte der Krebspatienten mit dauerhafter Heilung rechnen. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei die Entwicklung zielgerichteter Therapien seit Ende der 1980er Jahre. So gibt es beispielsweise Wirkstoffe, die das Tumorwachstum bremsen, indem sie die Signalübertragung zwischen Tumorzelle und Zellkern stoppen. Andere Wirkstoffe hemmen die Neubildung von Blutgefäßen zum Tumor hin, damit die Tumorzelle nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden kann und schließlich "verhungert". Einige zielgerichtete Medikamente sind bereits zugelassen, viele weitere werden folgen - zum Teil mit neuartigen Wirkprinzipien (3). Dass die Pharmaindustrie diesen Fortschritt ganz wesentlich vorangetrieben hat, wird von der deutschen Bevölkerung anerkannt: Über drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass neue Medikamente in den letzten zehn Jahren erheblich zu besseren Therapiemöglichkeiten bei Krebs beigetragen haben. Auch glauben 74%, dass die Pharmaindustrie dafür gesorgt hat, dass manche Arten von Krebs mittlerweile heilbar sind.

Lupe
Aussagen zur Pharmaindustrie und Krebsforschung


Der Aufwand, der nötig ist, um ein neues Medikament zu entwickeln, wird oft unterschätzt. Durchschnittlich sind 428 Forscher an der Entwicklung eines Medikaments beteiligt. Sie wenden bis zu 7 Millionen Arbeitsstunden auf und führen über 6.500 Experimente durch. Dabei müssen zwischen 5.000 bis 10.000 Substanzen getestet werden, bis ein Wirkstoff als wirkungsvolles Medikament das Ziel erreicht (3) Von der Entdeckung eines vielversprechenden Wirkstoffs bis zu dem Zeitpunkt an dem der Arzt seinem Patienten ein neues Medikament verschreiben kann, vergehen durchschnittlich mehr als  13 Jahre (3) und es werden rund 800 Millionen Euro investiert. Ein hoher Betrag, dies ist dem Großteil der Bevölkerung bewusst: Das Umfrageergebnis zeigt, dass nahezu acht von zehn der Befragten der Meinung sind, dass kontinuierlich sehr hohe Summen investiert werden, um die Krebsforschung weiter voranzutreiben.
 


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