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11. September 2013

Dem hellen Hautkrebs keine Chance

Mit Einführung des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings Mitte 2008 sind die Zahlen der diagnostizierten Fälle sprunghaft angestiegen: Pro Jahr wird hierzulande bei inzwischen rund 18.000 Menschen schwarzer und bei mehr als 140.000 Menschen heller Hautkrebs neu festgestellt. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist die Erkrankung "Hautkrebs"zwar für mehr als die Hälfte der Befragten ein besorgniserregendes Thema, doch nur etwa jeder Dritte hat das gesetzliche Hautkrebs-Screening schon einmal in Anspruch genommen.

Dabei ist nicht Angst, sondern Aktion das beste Mittel, um gesund zu bleiben oder zu werden. Gerade für das Basalzellkarzinom - der häufigsten Form vom hellen Hautkrebs und der weltweit häufigsten Krebserkrankung überhaupt - gilt: Eigeninitiative sorgt dafür, dass der Tumor frühzeitig erkannt und geheilt wird.

Machen Sie sich Ihr Risiko bewusst

Mit jedem Lebensjahr steigt das Risiko, ein Basalzellkarzinom zu entwickeln. Die meisten Erkrankungen treten im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Hohe Dosen UV-Licht - egal, ob durch Sonne oder Solarien - und häufige Sonnenbrände steigern gerade bei hellhäutigen Menschen (Hauttyp I und II) das Risiko, an diesem Krebs zu erkranken.

Vermindern Sie Ihr Risiko

Wie so oft im Leben gilt: Die Dosis macht das Gift. Im Sommer reicht bereits ein täglicher 10- bis 15-minütiger Spaziergang, um das gesunde Quantum Sonnenlicht zu tanken. Alles darüber hinaus ist "Völlerei", sind sich die Hautärzte einig. Durch Lichtschutz - wie z. B. UV-dichte Kleidung oder ein mehrfach tägliches Auftragen von Sonnencremes mit UVA- und UVB-Schutz - lässt sich die schädliche Wirkung der UV-Strahlung reduzieren.

Kontrollieren Sie Ihr Risiko (und das Ihrer Familie)

Wer sich alle sechs Monate fünf Minuten Zeit nimmt, den eigenen Körper zu kontrollieren, ist nicht eitel, sondern weise. Umso eher kommen Sie möglichen Hinweisen auf eine Hautkrebs-Erkrankung auf die Spur und umso kleiner wird gegebenenfalls der Eingriff beim Arzt ausfallen. Heller Hautkrebs kann zwar überall am Körper entstehen, doch kontrollieren sollten Sie besonders die Haut im Bereich von Gesicht, wie Nase, Wangen und Unterlippe, Kopfhaut und Ohren - auch die Haut in und hinter den Ohren - sowie Nacken, Handrücken und Dekolleté. Achten Sie bewusst auf rötliche Flecken, Erhabenheiten oder raue Hautstellen, die nicht abheilen und sich im Laufe der Zeit kontinuierlich vergrößern. Das können Sie natürlich dann auch gleich bei ihrem Partner machen.

Reagieren Sie frühzeitig

Beim Basalzellkarzinom hilft kein Hoffen und Abwarten, sondern nur der Arzt. Schon bei der ersten kleinen Veränderung kann es sich um eine Krebsgeschwulst handeln, die entfernt werden sollte. Geschieht dies nicht, droht der Tumor in das gefährliche, fortgeschrittene Stadium zu wechseln, weitflächig ausgebreitet und tief ins Gewebe vorgedrungen. Deshalb: Ignorieren Sie keine Auffälligkeiten, sondern gehen Sie zum Arzt. Außerdem sollten Sie - ab dem 35. Geburtstag - zur Vorsorge alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebs-Screening beim Hautarzt machen lassen.

Vertrauen Sie Ihrem Arzt

Frühzeitig erkannt, lässt sich das Basalzellkarzinom einfach behandeln und meist sogar heilen. In den meisten Fällen führt eine ambulante Operation oder ein nicht-operatives Verfahren, wie eine Cremebehandlung, zum Erfolg. Wird die Erkrankung allerdings nicht rechtzeitig behandelt, kann sich ein fortgeschrittenes Basalzellkarzinom entwickeln. Operationen oder strahlenchirurgische Maßnahmen können bei fortgeschrittener Erkrankung zu weitreichenden Entstellungen führen. Aus der Forschung gelangt nun ein völlig neuer Therapie-Ansatz in die Praxis: Wissenschaftlern ist es gelungen, einen Wirkstoff zu entwickeln, der gezielt für die Behandlung des fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms eingesetzt werden kann. Aktuelle Studien belegen, dass bei 90% aller Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom das neue Medikament zu einem Schrumpfen des Tumors führt.


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