Freitag, 4. Dezember 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

23. August 2012 Brustkrebs: 5 Fragen – 5 Antworten

1. Wo tritt Brustkrebs am häufigsten auf?

Häufigkeit der Tumorentwicklung in der BrustDer bösartige Tumor in der Brust stellt bei Frauen die häufigste Krebserkrankung dar. In Deutschland erkranken jährlich etwa 72.000 Frauen daran. Dabei sind die verschiedenen Regionen der weiblichen Brust unterschiedlich häufig betroffen. Mediziner unterteilen die Brust in vier Quadranten. Inzwischen ist bekannt, dass Brustkrebs am häufigsten im oberen äußeren Quadranten auftritt. 60 Prozent aller Tumore werden dort entdeckt. Der untere innere Quadrant weist mit sechs Prozent die geringste Wahrscheinlichkeit auf, einen Tumor zu entwickeln.


2. Welche Risikofaktoren gibt es, an Brustkrebs zu erkranken?

Die eigentlichen Ursachen, an Brustkrebs zu erkranken, sind nicht bekannt. Jedoch kennt man einige Risikofaktoren:

Es gibt Fruchtbarkeitsfaktoren, die mit den weiblichen Hormonen zusammenhängen. Dazu gehören ein früher Beginn der ersten Regelblutung (vor dem 12. Lebensjahr), eine späte letzte Regelblutung (nach dem 50. Lebensjahr) sowie das Fehlen der Stilltätigkeit. Auch haben Frauen, die kinderlos bleiben oder erst nach dem 35. Lebensjahr ihr erstes Kind gebären, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Ein ungesunder Lebensstil durch übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel ist ebenso kritisch zu betrachten.

Bei etwa zehn Prozenz gibt es auch vererbliche Risikofaktoren: Wenn bei einem Verwandten ersten Grades (Mutter/Schwestern) gehäuft Brustkrebs auftritt, liegt ein erhöhtes Brustkrebsrisiko vor. 


3. Was kann ich selbst tun?

Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil!
Vermeiden Sie Übergewicht und sorgen Sie für ausreichend Bewegung – vor allem auch nach den Wechseljahren. Das Meiden von Risikofaktoren, wie ein erhöhter Alkoholkonsum und das Rauchen, können das Erkrankungsrisiko ebenfalls senken.

Tasten Sie regelmäßig Ihre Brust ab und achten Sie auf Auffälligkeiten! 
Einmal im Monat sollten Sie Ihre Brüste untersuchen. Der beste Zeitpunkt ist eine Woche nach Beginn der Regelblutung. Frauen, die keine Periode mehr bekommen (nach den Wechseljahren), sollten sich einen fixen Termin auswählen, zum Beispiel jeden ersten Tag im Monat. Betrachten Sie Ihre Brüste und achten Sie auf Größen- und Formveränderungen, Vorwölbungen oder Einziehungen, Hautveränderungen und das Einziehen der Brustwarze. 

Mit der linken Hand tasten Sie Ihre rechte Brust ab und umgekehrt. Dabei legen Sie die vorderen Abschnitte von Zeige-, Mittel- und Ringfinger flach nebeneinander: An jeder Stelle, die Sie untersuchen, bewegen Sie die Finger in drei Kreisen, die etwa so groß wie eine Münze sind. Da Knoten in unterschiedlichen Tiefen der Brust entstehen, sollten Sie Ihre Brüste mit unterschiedlichen Druckstärken untersuchen.
 

4. Wo lasse ich mich am besten behandeln?  

Wichtig ist in erster Linie, dass Sie sich überhaupt behandeln lassen! Sobald Ihnen selbst Veränderungen an Ihrer Brust auffallen, sollten Sie sich damit an Ihren Arzt wenden. Er überweist Sie dann an einen Spezialisten. Die Vielzahl an zertifizierten Brustkrebszentren in Deutschland ermöglicht eine nahezu flächendeckende Versorgung für Brustkrebspatientinnen. In Brustkrebszentren ist die Zusammenarbeit aller Fachrichtungen dabei ein wichtiger Bestandteil: Zum Beispiel arbeiten Onkologen, Chirurgen und Strahlentherapeuten eng zusammen, um gemeinsam, für jede Patientin die beste Therapieentscheidung zu treffen. Darüber hinaus ist in Krebszentren eine psychologische Betreuung und der Anschluss an Selbsthilfegruppen gegeben.


5. Kann ich nach einer Brustkrebserkrankung noch Kinder bekommen?

Aus onkologischer Sicht steht dem Kinderwunsch nach abgeschlossener Brustkrebstherapie nichts im Wege. Bestimmte Chemotherapien in hohen Dosierungen, langandauernde Antihormontherapien oder Bestrahlungen können jedoch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen bzw. die Eierstockfunktion zum Erliegen bringen. Besteht ein Kinderwunsch, sollte dies in die Therapieplanung einbezogen werden. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, er wird Sie hinreichend informieren!

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter:

http://www.krebsgesellschaft.de
http://www.krebshilfe.de
http://www.krebsinformationsdienst.de
http://www.frauenselbsthilfe.de
http://www.mamazone.de


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Brustkrebs: 5 Fragen – 5 Antworten "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab