Dienstag, 3. August 2021
Navigation öffnen
Infos für Patienten
12. November 2013

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer neuen Ära der Krebsmedizin", erklärte dort Professor Dr. Gregory Masters aus Newark.

Es gelingt laut Prof. Masters immer besser, die "Biologie der Tumore" zu verstehen, welche Fehlregulation das krankhafte Zellwachstum vorantreibt. Ist bekannt, welcher Defekt dem krankhaften Tumorwachstum zugrunde liegt, kann es gelingen, Medikamente zu entwickeln, die zielgenau in diesen Prozess eingreifen. Beim malignen Melanom gibt es bereits neue Wirkstoffe, die genau so wirken und die Zellen am Wachstum hindern. Die Crux: Solche Medikamente eignen sich nicht für alle Patienten, sondern nur für diejenigen, die eine besondere Veränderung des Erbguts (Mutation) aufweisen. Liegt ein anderer Defekt vor, wird ein anderes Medikament gebraucht. Viele Kandidaten für neue Medikamente sind bereits in der Pipeline der forschenden Pharmaunternehmen, berichtete Masters in Chicago. Das nährt  Hoffnungen, künftig auch bei seltenen Tumorerkrankungen den Patienten zunehmend zielgerichtet wirksame Krebstherapien anbieten und dadurch höhere Heilungsraten und eine längere Lebenszeit erwirken zu können.

"Wir haben in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht und wollen diese Entwicklung fortsetzen", berichtete Kongresspräsidentin Professor Dr. Sandra Swain aus Washington. "Diese Fortschritte haben sich bereits in einer Steigerung der Lebenszeit und vor allem in einer Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten niedergeschlagen", so Prof. Swain.

Lebenswege, Ausgabe 4-2013


Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose