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11. Februar 2021 Bayerisches Bürgertelefon hilft beim Kampf gegen Krebs

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Seit Anfang Juli können sich Menschen unter der Nummer 0800 85 100 80 kostenlos zum Thema Krebs informieren. Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) bündelt die Kompetenzen der 6 bayerischen Universitätsklinika und bietet dabei zusätzlich einen kostenlosen Telefon-Service an. Gerade jetzt in Zeiten von Corona, in denen viele Menschen nicht unbedingt zum Arzt gehen möchten, hilft das BürgerTelefonKrebs offene Fragen zu beantworten. 
„Das BZKF kann als einzigartiger Zusammenschluss allen Menschen in Bayern die bestmögliche Krebsbehandlung anbieten. Denn wir haben jetzt noch bessere Möglichkeiten, gemeinsam neue Tumortherapien zu entwickeln und diese schnell zu den Patientinnen und Patienten zu bringen. Darüber hinaus möchten wir aber auch direkt ansprechbar sein. Mit dem BürgerTelefonKrebs kann das BZKF neutral, unabhängig und vor allem nach dem neusten Stand der Forschung informieren und zugleich auf die Kompetenzen in unseren jeweiligen Häusern verweisen. Das ist einmalig in Bayern!“, erklärt Prof. Dr. Claus Belka, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München LMU und Mitglied im BZKF-Direktorium.

Zuhören und Forschen im Kampf gegen Krebs 

Frau Susanne Kagermeier, ausgebildete Krankenpflegerin und studierte Gesundheitswissenschaftlerin ist am BürgerTelefonKrebs des BZKF in der Geschäftsstelle am Universitätsklinikum Erlangen erreichbar. „Wir holen die Anruferinnen und Anrufer dort ab, wo Sie stehen“, erklärt sie im Interview. Bereits seit 2011 hilft sie Menschen bei ihren Fragen zum Thema Krebs. „Wir beantworten sämtliche Fragen von A bis Z. Dabei geht es in manchen Fällen einfach nur um eine Fahrtkostenrückerstattung, andererseits eben auch um das Erklären eines Befundes“, so Susanne Kagermeier. Frau Kagermeier und ihr Kollege Volker Davinghausen verstehen sich als Dolmetscher für die Patientinnen und Patienten, zugleich aber auch als Anker, Ratgeber und Lösungsanbieter. So entstehen auch sehr persönliche Gespräche, die sich zum Teil über mehrere Wochen fortsetzen. Besonders Fragen zu der Notwendigkeit einer Chemotherapie oder der Wunsch nach einer Zweitmeinung werden immer wieder angesprochen. „Neben dem Ziel, die Versorgung von Krebspatienten in Bayern voranzutreiben, möchten wir uns aber auch als starkes Konsortium etablieren, das national wie international in der Krebsbekämpfung eine entscheidende Rolle spielt. Und das gelingt uns nur, wenn alle 6 Universitätsklinika eng zusammenarbeiten“, erläutert Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF und Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie der Universitätsklinik Erlangen. „Denn nur gemeinsam können wir unser großes Ziel, innovative Krebsmedikamente von der Grundlagenforschung in die Klinik zu bringen, erreichen. Wichtig ist dabei auch eine Kooperation mit der Pharmaindustrie, damit neue Krebstherapien, die in klinischen Studien getestet werden, für unser Patientinnen und Patienten in Bayern zur Verfügung stehen“, so Prof. Mackensen weiter.

Das BZKF bündelt die Krebsforschung in Bayern und macht sie für alle zugänglich

Die neu gewonnenen Forschungsergebnisse müssen auch beim Menschen ankommen. Vor allem Menschen aus dem ländlichen Raum, die keine Universitätsklinik in der Nähe haben, sind auf leicht zugängliche Informationen angewiesen. Am BürgerTelefonKrebs erfahren sie, wo das nächste heimatnahe universitäre Krebszentrum ist, welche Personen in ihrem konkreten Fall zuständig sind, oder wo sie etwa eine Zweitmeinung im Rahmen eines Tumorboards bekommen können. In dem interdisziplinären Tumorboard wird von Fachexperten und -expertinnen das weitere Vorgehen der Behandlung besprochen und eine Empfehlung zu den besten Behandlungsmöglichkeiten nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft gegeben. Darüber hinaus werden auf Wunsch des Anrufenden Rückrufe durch eine Fachärztin oder einen Facharzt organisiert, Broschüren verschickt, Selbsthilfegruppen empfohlen oder einfach – und das ist oft das Wichtigste – zugehört. „Wir wollen allen helfen, auch wenn es manchmal kleine Hürden, etwa bei der Organisation einer Zweitmeinung, zu überwinden gibt“, erklärt Volker Davinghausen, der seit Oktober Teil des Bürgertelefon-Teams ist, aber ebenfalls bereits seit den 80er Jahren Krebspatientinnen und Patienten unterstützt.

Detektive im Auftrag des Bürgertelefons

Denn für eine fundierte Zweitmeinung im Rahmen eines Tumorboards benötigen die Expertinnen und Experten sämtliche Befunde der Erkrankten. Auch hier unterstützt das Team am Telefon: „Das ist manchmal, besonders bei langjährigen Krankheitsverläufen, ein wenig mit Detektivarbeit zu vergleichen“, erklärt Herr Davinghausen lachend. Doch letztendlich geht es beim BürgerTelefonKrebs und dem Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) immer darum, den Patientinnen und Patienten bestmöglich zu helfen: sie an die richtigen Ansprechpersonen und dem Heimatort am nächsten gelegenen universitären Krebszentrum zu vermitteln und so Zugang zu neuen Therapieformen oder die Teilnahme an Studien zu ermöglichen.

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Seit seiner Gründung im November 2019 eröffnet das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) Patientinnen und Patienten in Bayern mit der Diagnose Krebs neue Wege bei der Behandlung. Mit dem Zusammenschluss der 6 bayerischen Universitätsklinika in Erlangen, Würzburg, Augsburg, Regensburg und zwei Standorten in München wird nicht nur die Krebsforschung gefördert, sondern auch Kompetenzen und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt und zugleich Betroffenen eine flächendeckende und interdisziplinäre Versorgung angeboten. Mit dem kostenlosen BürgerTelefonKrebs 0800 85 100 80 haben die Bürgerinnen und Bürger eine weitere und unkomplizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich Krebserkrankungen beraten zu lassen. Weitere Informationen unter http://www.bzkf.de.

BZKF


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