Mittwoch, 8. Juli 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

23. Mai 2017 World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung

in diesem Jahr liegt der Fokus des jährlichen World Blood Cancer Day (WBCD) am 28. Mai auf nachhaltiger Bildung rund um das Thema Blutkrebs. Darüber hinaus wird gemeinsam mit Helfern, Gruppen und Organisationen weltweit im Rahmen des jährlichen Aufmerksamkeitstags Solidarität mit Patienten demonstriert. Die DKMS appelliert: Macht alle mit! Jeder kann sich am WBCD beteiligen und so den Kampf gegen Blutkrebs voranbringen.
Die globale Relevanz des Themas belegen die aktuellen Zahlen: Alle 35 Sekunden erkrankt weltweit ein Mensch an Blutkrebs – da sind rund 920.000 pro Jahr.* Ein internationales Solidarsystem sorgt dafür, dass die Spendersuche über Ländergrenzen hinweg abläuft. 2016 gingen aus Deutschland 78 Prozent der von der gemeinnützigen DKMS durchgeführten Stammzellspenden ins weltweite Ausland. Täglich lassen sich bei der DKMS-Familie weltweit im Durchschnitt rund 3000 Menschen neu registrieren, 19 DKMS-Spender spenden Knochenmark oder Stammzellen.

Umfassende Aufklärung über das Thema Blutkrebs und Stammzellspende sind essentiell für das Überleben von Patienten und daher bereits seit vielen Jahren Teil der Arbeit der DKMS. Denn: Zeit ist kostbar, etwa wenn es um die Vermittlung einer Transplantation für einen Patienten geht. Daher ist detaillierte Information zu jedem Zeitpunkt unverzichtbar – beginnend mit dem Interesse an einer Registrierung bis hin zu einer tatsächlichen Stammzellspende. Um noch mehr Menschen mit der Botschaft zu erreichen, hat die internationale gemeinnützige Organisation ein medizinisch fundiertes und animiertes Erklärvideo zum Thema „Was ist Blutkrebs?“ produziert und präsentiert dieses im Rahmen des WBCD.

Allgemein bezieht sich Blutkrebs auf Defekte, die den normalen Reifungsprozess der Blutzellen unterbrechen und deren natürlichen Zelltod außer Kraft setzen. Diese Blutzellen, die nicht ihrer natürlichen Funktion nachkommen, werden Krebszellen genannt. Sie gelangen in den Blutkreislauf, vermehren sich unkontrolliert und verdrängen die gesunden Zellen. Das Blut kann seine Aufgaben, wie zum Beispiel den Sauerstofftransport und die Verteidigung gegen Keime, nicht mehr wahrnehmen.** Über 60 Arten von Blutkrebserkrankungen sind bisher beschrieben worden. Die meisten von diesen Erkrankungen werden in drei verschiedene Hauptdiagnosen unterteilt: Leukämie, Multiples Myelom und malignes Lymphom (Lymphdrüsenkrebs). Diese treten plötzlich auf und jeder kann unvermittelt betroffen sein.***

Bereits zum vierten Mal findet der WBCD statt – der das Ziel hat, die größtmögliche Aufmerksamkeit auf das Thema Blutkrebs zu lenken und so die Zahl der Unterstützer und registrierten Stammzellspender zu erhöhen. „Wir sind begeistert von der großen Zahl an Menschen, die sich jedes Jahr am World Blood Cancer Day beteiligen“, sagt DKMS Geschäftsführerin Sandra Bothur. „Die Mission der DKMS ist es, Blutkrebspatienten weltweit zu helfen – indem wir Stammzellspenden vermitteln und Lebenschancen schenken, in wissenschaftliche Forschung investieren und uns darum kümmern, die Situation von Patienten zu verbessern. Durch den WBCD wollen wir auf einem internationalen Level Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Denn: Blutkrebs kennt keine Grenzen.“ Auch in den sozialen Netzwerken kann jeder aktiv werden – etwa durch Veröffentlichen eines Fotos mit dem roten &-Zeichen und dem Hashtag #wbcd.

Weitere Informationen unter:
https://dkms-insights.de/2017/05/23/wbcd_blutkrebs/
https://www.worldbloodcancerday.org/de/
https://www.dkms.de/de/worldbloodcancerday

* Quelle: Globocan
** Quelle: www.worldbloodcancerday.org
*** Quelle: WHO Tumours of Haematopoietic and Lymphoid Tissues

DKMS


Das könnte Sie auch interessieren

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.
FARKOR: Werbe-Anzeige Frau / © Felix Burda Stiftung

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zum Modellprojekt „Sprich drüber!“ zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können. Jede Bayerin und jeder Bayer in dieser...

Internetplattform „Stärker gegen Krebs“: ergänzende, stärkende Angebote für Krebspatienten in Corona-Zeiten

Internetplattform „Stärker gegen Krebs“: ergänzende, stärkende Angebote für Krebspatienten in Corona-Zeiten
©Frantab - stock.adobe.com

Krebspatienten mit einem geschwächten Immunsystem haben laut DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) und Robert Koch-Institut ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19. Umso sinnvoller sind begleitende Maßnahmen zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems, die gleichzeitig das physische und psychische Wohlbefinden und damit die Lebensqualität erhöhen. Das Portal...

Helfen und sich helfen lassen - neues Informationsblatt vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsfoschungszentrums

Helfen und sich helfen lassen - neues Informationsblatt vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsfoschungszentrums
Alexander Raths / Fotolia.com

Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein Schock. Das gilt auch für Partner, Familienangehörige und Freunde von Krebspatienten. Neben der Sorge und dem Impuls, den anderen zu unterstützen, fühlen sich viele in dieser Situation zunächst unsicher und überfordert. Die Angst, im Miteinander etwas falsch zu machen, ist groß. Zur Unterstützung von Angehörigen und Freunden hat der Krebsinformationsdienst des Deutschen...

Eine Welt ohne Krebs schaffen

Eine Welt ohne Krebs schaffen
© transurfer - stock.adobe.com

Am 4. Februar fand zum 20. Mal der Welt-Krebstag statt. Das Motto der Union for International Cancer Control /UICC) ist “Create a future without cancer. The time to act is now.”: Eine Welt ohne Krebs schaffen – jetzt handeln. An diesem Tag stehen Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. Der Berufsverband der Frauenärzte greift das Motto auf und informiert über hochwirksame Strategien, die jede Frau persönlich im Rahmen von...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA25 virtuell
  • Sichelzellerkrankung: Verbesserung der Lebensqualität ist wichtigstes Therapieziel aus Sicht der Patienten – neue Behandlungsoptionen erwünscht
  • PV: Ruxolitinib senkt Hämatokrit und erhöht Phlebotomie-Unabhängigkeit im Real-world-Setting
  • Neuer BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei bisher unzureichend therapierten CML-Patienten in Phase-I-Studie wirksam
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin in Kombination mit Chemotherapie für jüngere und ältere Patienten vergleichbar sicher
  • Real-world-Daten zeigen: Eltrombopag auch bei sekundärer ITP wirksam
  • CML: Hohe Rate an tiefem molekularen Ansprechen nach 24-monatiger Therapie mit Nilotinib in der Zweitlinie
  • Systemische Mastozytose: neuer Prädiktor für das OS entdeckt
  • MF: Real-world-Daten bestätigen relevante Reduktion des Mortalitätsrisikos unter dem Einfluss von Ruxolitinib
  • CML: Initialer Abfall an BRC-ABL1-Transkripten sagt Wahrscheinlichkeit für späteres Erreichen einer TFR voraus
  • Management der ITP: Lebensqualität der Patienten im Fokus

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden