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12. April 2012 Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs

In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung. Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei verbringen können.

Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung der Frau – allein in Deutschland wird die Erkrankung jährlich bei fast 10.000 Frauen diagnostiziert. Die schwere Diagnose trifft die Frauen meist vollkommen unerwartet. Denn das so genannte Ovarialkarzinom ist eine stille Erkrankung, die lange Zeit keine oder nur unspezifische Beschwerden, wie zum Beispiel Völlegefühl oder Unwohlsein, verursacht. Bei der Mehrheit der betroffenen Frauen wird die Erkrankung daher erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Bislang konnten Ärzte ihren Patientinnen nach der Operation lediglich eine unspezifisch wirkende Chemotherapie anbieten, um die im Körper verbliebenen Krebszellen abzutöten. Nun wurde erstmals eine moderne Antikörpertherapie zugelassen, die den Tumor zielgerichtet bekämpft. Das neue Medikament, das zusätzlich zur Chemotherapie verabreicht wird, hemmt die Bildung von Blutgefäßen, die den Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Dadurch wird das Krebsgeschwür am Wachsen gehindert. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass die Zeit bis die Erkrankung fortschreitet, dadurch deutlich verlängert werden kann. Dies ist ein wichtiger Gewinn: Denn die Therapie schenkt den Patientinnen mehr Zeit, die sie weitestgehend beschwerdefrei im Kreis der Familie, der Freunde und mit Aktivitäten, die ihnen wichtig sind, erleben können.


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