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20. März 2012 Neue Hoffnung bei schwarzem Hautkrebs

Am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom – einer bösartigen und tödlichen Krebsform -, erkranken in Deutschland jährlich über 15.000 Menschen. Die Neuerkrankungsrate hat sich seit 1980 mehr als verdreifacht. Im Gegensatz zu den Neuerkrankungsraten sind die Sterberaten bei beiden Geschlechtern seit 1980 nahezu konstant geblieben. Insgesamt starben 2008 2.500 Menschen in Deutschland an diesem Tumor.

Bei 15 bis 20 Prozent der Betroffenen, wird der schwarze Hautkrebs erst in einem späten Stadium erkannt. In diesem Fall leben die Patienten im Durchschnitt nur noch sechs bis neun Monate. Bei einer Früherkennung der Erkrankung ist sie hingegen fast immer heilbar. Die Zehnjahresüberlebensrate liegt dann bei 75 bis 85 Prozent. Aus diesem Grund ist es wichtig, seinen Körper regelmäßig auf Auffälligkeiten zu überprüfen. Seit 2008 haben alle Versicherten ab dem 35. Lebensjahr einen Anspruch auf Vorsorge-Untersuchungen. Dabei untersucht der Arzt den ganzen Körper nach auffälligen Hautveränderungen. Die Krankenkassen bieten diese Leistung alle zwei Jahre an.
Als größtes vermeidbares Risiko an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, gilt eine intensive UV-Belastung durch Sonnenstrahlung und Sonnenbrand, besonders in der Kindheit und Jugend. Auch eine künstliche UV-Strahlung ist gefährlich.
Nachdem jahrzehntelang trotz zahlreicher Studien keine Fortschritte in der Therapie des malignen Melanoms erzielt wurden, ist nun endlich der Durchbruch geschafft: Seit Februar 2012 ist in Deutschland ein neues Medikament zur Behandlung des schwarzen Hautkrebs zugelassen, das eine völlig neue Therapie ermöglicht. Das neue Medikament greift gezielt in die Abläufe innerhalb der Krebszellen ein, wodurch der Tumor nicht mehr wachsen kann. Das mindert die Krankheitssymptome der Betroffenen deutlich und gibt ihnen die Chance, wieder einen relativ normalen Alltag mit ihren Familien zu leben. Von dem neuen Medikament können die Patienten profitieren, bei denen ein bestimmtes Gen der Tumorzellen verändert ist. Es handelt sich dabei um die sogenannte BRAF-V600 Mutation, die nach bisherigen Erkenntnissen etwa die Hälfte der Patienten mit malignem Melanom betrifft. Sie können zuvor über einen speziellen Gentest ermittelt werden. Damit ist nicht nur ein Meilenstein in der Behandlung von Hautkrebs, sondern auch in der Personalisierten Medizin gesetzt.


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