Sonntag, 26. Mai 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

05. September 2017 Monatsthema im September: Armutsrisiko Krebs?

Eine Krebserkrankung belastet nicht nur Körper und Psyche. Auch der finanzielle Druck auf Tumorpatientinnen und -patienten ist mitunter erheblich. Wer im Job lange ausfällt oder gar nicht mehr arbeiten kann, muss empfindliche Einbußen bei seinem Einkommen hinnehmen.

 
Die finanziellen Folgen einer Tumorerkrankung können nicht nur Menschen mit einem geringen Einkommen hart treffen. Bereits der Übergang von der Entgeltfortzahlung zum gesetzlichen Krankengeld kann mit realen Einbußen zwischen 20 und 30 Prozent des letzten Nettogehaltes verbunden sein. Häufig sind die Verluste noch höher, wenn z. B. aufgrund einer Verschlimmerung der Erkrankung eine Erwerbsminderungsrente beantragt werden muss.

Für gesetzlich Versicherte wird das Krankengeld theoretisch für maximal 78 Wochen gezahlt. In der Praxis greift jedoch häufig eine andere Regelung: Wenn die Krankenkasse vermutet, dass die Erwerbstätigkeit ihres Patienten erheblich gefährdet ist und wenn diese Vermutung durch ein entsprechendes ärztliches Gutachten bestätigt wird, darf sie ihn auffordern, eine Reha zu beantragen. Viele Krebspatienten und -patientinnen bekommen bereits in den ersten Wochen nach Therapiebeginn eine solche Aufforderung. Auch wenn man in der Akutphase nicht an eine Reha denkt, ist es wichtig, die Frist von zehn Wochen nicht verstreichen zu lassen, weil sonst die Krankengeldzahlung eingestellt wird. Man sollte sich deshalb beraten lassen, ob es sinnvoll ist, den Antrag zu stellen oder innerhalb eines Monats nach Zugang der Aufforderung Widerspruch einzulegen.

Wie es zu erheblichen finanziellen Problemen im Falle einer Krebserkrankung kommen kann, wer davon besonders betroffen ist und was Krebspatienten in dieser Lage tun können – dies erläutert das ONKO-Internetportal ausführlich in seinem aktuellen Monatsthema unter www.krebsgesellschaft.de/thema_september2017.

ONKO-Internetportal


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Als Krebspatient auf Reisen – hilfreiche Tipps

Als Krebspatient auf Reisen – hilfreiche Tipps
© Jenny Sturm / Fotolia.com

Ein Kurzurlaub in der Therapiepause – das hört sich für viele Betroffene verlockend an. Mal abschalten und die physischen und psychischen Belastungen der Erkrankung vorübergehend hinter sich lassen. Aber: Kann ich das als Krebspatient? Und worauf ist zu achten? Diese und weitere Fragen zum Thema „Reisen mit Krebs“ beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr telefonisch unter 0800-420...

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“
© Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

„Hut ab“ oder „Chapeau“ - das sagen Menschen, um Wertschätzung und Anerkennung vor der Leistung Anderer auszudrücken. Am 25. Juni 2016 bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums an 40 Orten in Deutschland Mitbürgern die Möglichkeit, durch die Geste des „Hutziehens“ ein Zeichen der Solidarität mit an Krebs erkrankten Menschen zu setzen und das Engagement der ehrenamtlich...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Monatsthema im September: Armutsrisiko Krebs?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.