Montag, 16. September 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

28. Oktober 2016 Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung

In Deutschland geht nur gut jeder neunte Mann zur Prostatakrebsvorsorge. 4,65 Millionen und zwar 11,7 Prozent aller anspruchsberechtigten Bürger nahmen im Jahr 2014 die kostenlose Früherkennungsuntersuchung wahr, wie die BARMER GEK zum Weltmännertag am 3. November mitteilt. Damit bleiben Männer Präventionsmuffel. Denn im Jahr 2010 absolvierten 11,41 Prozent den Check. „Eine Krebsvorsorgeuntersuchung kann Leben retten. Je früher Krebs erkannt wird, desto eher ist er heilbar. Männer sollten sich überlegen, häufiger zur Vorsorge gehen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der BARMER GEK, mit Blick auf die Teilnahmeraten bei Frauen.
Frauen stehen Prävention offener gegenüber
Im Jahr 2014 sind 41 Prozent und damit 16,93 Millionen der anspruchsberechtigten Bürgerinnen zu den Vorsorgetests ab 20 Jahren gegen Brust- und ab 30 Jahren gegen Gebärmutterhalskrebs gegangen. Nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses können sie die Untersuchungen einmal im Jahr auf Kassenkosten wahrnehmen. Für Männer ab 45 Jahren gibt es den Prostata-Check. Zudem bestehen Vorsorgetests für Haut- und Dickdarmkrebs für beide Geschlechter.
 
Nur wenige Männer in Bayern und dem Saarland bei Vorsorge
Bei der Prostatakrebsvorsorge gibt es deutliche regionale Unterschiede. Während in Mecklenburg-Vorpommern 13,87 Prozent der anspruchs-berechtigten Männer im Jahr 2014 zum Check gingen, waren es im Saarland nur 9,81 Prozent. „Männer sollten nicht aus Schamgefühl oder einem falsch verstandenen Sicherheitsempfinden heraus per se auf die Krebsvorsorge verzichten. Prostatakrebs ist bei Männern mit etwa 40.000 neuen Fällen pro Jahr die häufigste bösartige Tumorerkrankung“, so Marschall.
 
Männer nehmen auch Hautkrebsscreening seltener wahr
Auch beim Hautkrebsscreening hinken Männer hinterher. Im Jahr 2014 nahmen 17,6 Prozent der männlichen und 19,1 Prozent der weiblichen BARMER GEK-Versicherten ab 35 Jahren am Gratis-Hautcheck teil. „Vor allem Risikogruppen sollten das Haukrebsscreening regelmäßig wahrnehmen. Dazu gehören Personen mit sehr zahlreichen Muttermalen am Körper oder auch Menschen mit einem abgeschwächten Immunsystem“, sagt Marschall.

Barmer GEK


Das könnte Sie auch interessieren

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Individualisierte Schmerztherapie

Individualisierte Schmerztherapie
© Dan Race / Fotolia.com

Schmerz ist eine komplexe Empfindung. Der menschliche Körper besitzt ein weitverzweigtes Netzwerk aus Schmerzrezeptoren und Schmerzleitungen.  Schmerzen können bei Krebserkrankungen durch das Wachstum eines Tumors oder auch durch unerwünschte Begleiterscheinungen von Therapien verursacht werden.  Um das Schmerzerleben adäquat behandeln zu können, ist es notwendig, eine individuelle Schmerztherapie durchzuführen. Die Mitarbeit der Betroffenen ist dabei...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.