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01. Oktober 2019 Leben mit Lebermetastasen

© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com
Lebermetastasen sind ein Zeichen dafür, dass eine Krebserkrankung weiterhin fortschreitet. Dennoch bedeutet diese Diagnose nicht per se das nahe Ende. In einigen speziellen Fällen sind Lebermetastasen sogar direkt operativ behandelbar. Sehr viel häufiger jedoch kann beispielsweise eine Chemotherapie helfen, das Metastasenwachstum zu bremsen oder für einige Zeit sogar ganz aufzuhalten. 
Die unterschiedlichsten Tumoren des Menschen streuen früher oder später innerhalb des Krankheitsverlaufes. Wo ein Tumor jedoch Metastasen bildet, hängt von der Tumorart, von der Lokalisation sowie vom Tumorumfeld und der Oberflächenbeschaffenheit des Tumors ab. In die Leber metastasieren beispielsweise Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Doch Lebermetastase ist nicht gleich Lebermetastase. Je nach Ursprung und Anzahl müssen individuell abgestimmte Therapieentscheidungen getroffen werden. Ist beispielsweise ein Patient mit Darmkrebs und einer einzelnen kleinen Lebermetastase noch jünger, körperlich fit, und liegt die Metastase in keinem lebensnotwendigen Bereich der Leber, so ist die Operation eine mögliche Behandlungsoption. Leidet ein Patient hingegen schon längere Zeit an einem schwarzen Hautkrebs und hat mehrere verstreut liegende, große Metastasen in der Leber und in anderen Organen des Körpers, so ist es wichtiger, die Ausbreitung der Krebserkrankung zu bremsen. Der Patient wird daher eine systemische Behandlung erhalten, beispielsweise mittels einer Chemotherapie.
Zur Behandlung und Versorgung von Lebermetastasen – und einer Tumorerkrankung im Allgemeinen – kann es sinnvoll sein, die Expertise eines geeigneten Onkologiezentrums hinzuzuziehen.

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