Dienstag, 16. Juli 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

Kinder und Jugendliche verbringen zu viel Zeit im Sitzen

20. September 2016 Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf

In der Schule, vor dem Smartphone oder am Computer: Die Liste sitzender Aktivitäten von Jugendlichen ist lang. Fast die Hälfte ihrer Wachzeit – knapp sieben Stunden pro Tag – verbringen Schüler heutzutage sitzend oder liegend. Je mehr die jungen Menschen sitzen, desto riskanter ist auch ihr Gesundheitsverhalten: Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projektes „läuft“. Die Ergebnisse dieser Studie wurden kürzlich in der Deutschen Medizinischen Wochenzeitschrift veröffentlicht. Die Deutsche Krebshilfe nimmt den heutigen Weltkindertag zum Anlass, auf die gesundheitsfördernden Aspekte eines aktiven Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen hinzuweisen.
Computerspiele, Filme schauen, mit Freunden im Internet chatten – das sind Lieblingsfreizeitaktivitäten von Jugendlichen. „Je mehr Zeit die Heranwachsenden im Sitzen vor den Bildschirmen verbringen, desto höher ist ihr Body-Mass-Index (BMI) sowie ihr Taillenumfang. Dieser Zusammenhang zeigt sich unabhängig davon, wieviel sich die Schüler in ihrer sonstigen Freizeit bewegen“, so Professor Dr. Reiner Hanewinkel, Geschäftsführer des IFT-Nord. Eine Ursache für das zunehmende Übergewicht könnte das „Snacken“ während der Zeit vor den Bildschirmen sein, das durch Werbung zusätzlich gefördert wird. Andere sitzende Tätigkeiten, wie beispielsweise Lesen, Hausaufgaben oder Telefonieren werden laut Studie hingegen nicht mit einer Gewichtszunahme und einem riskanteren Gesundheitsverhalten in Verbindung gebracht.

Früh erlernte Verhaltensmuster werden häufig im Erwachsenenalter beibehalten. Deshalb ist es für die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und auch von Erwachsenen bedeutsam, sich frühzeitig regelmäßig zu bewegen und sitzende Aktivitäten einzuschränken. Andere wissenschaftliche Studien belegen, dass sitzende Tätigkeit unabhängig vom Aktivitätslevel das Krebsrisiko erhöht. Vor allem die Wahrscheinlichkeit, an Darm- und Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, steigt. Wer wenig sitzt und zudem regelmäßig körperlich aktiv ist, erkrankt dagegen seltener an Krebs.

Die Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren, ist ein wichtiges Anliegen der Deutschen Krebshilfe. Im Rahmen der gemeinsamen Präventionskampagne "Bewegung gegen Krebs“ der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Sporthochschule Köln erhalten Interessierte einfache Tipps und Hilfen für die ersten Schritte zu mehr Bewegung. „Wir möchten zeigen, dass es sich lohnt, seinen Körper bewegungsreich zu fordern – für das eigene Selbstbewusstsein, aber vor allem für die eigene Gesundheit und ein vermindertes Krebsrisiko“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Informationen im Internet / in den Sozialen Medien

www.bewegung-gegen-krebs.de/

Die Internetseite der gleichnamigen Kampagne informiert zu diesem Thema und weist auf wohnortnahe Sportangebote hin. Hier finden Interessierte unter anderem zahlreiche Informationen zu Übersichten mit Sportangeboten in der Nähe.

facebook.com/ bewegunggegenkrebs

YouTube


Ratgeber kostenfrei bestellen

Allgemeinverständliche Informationen, Motivationstipps sowie Trainingspläne, um den Alltag bewegter zu gestalten, bietet zudem der Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe 'Schritt für Schritt. Mehr Bewegung, weniger Krebsrisiko'. Der Ratgeber kann kostenfrei bestellt werden: Deutsche Krebshilfe, Postfach 14 67, 53004 Bonn oder auf den Internetseiten der Deutschen Krebshilfe.

Deutsche Krebshilfe


Das könnte Sie auch interessieren

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Je sauberer der Darm, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016 in Hamburg hin. Um den Darm optimal für die „Koloskopie“ vorzubereiten, sollten Patienten auf zwei Tage verteilt eine Poly-Ethylen-Glykol-Lösung (kurz: PEG) als Abführmittel zu sich nehmen, so die Mediziner. Die Darmspiegelung gilt als eines der effektivsten Verfahren der Krebsvorsorge...

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.
FARKOR: Werbe-Anzeige Frau / © Felix Burda Stiftung

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zum Modellprojekt „Sprich drüber!“ zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können. Jede Bayerin und jeder Bayer in dieser...

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aktuelle Studien belegen: Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs profitieren von  guter Gesundheitsinformation und Aufklärung. Ängste und Sorgen nehmen ab, die Lebensqualität steigt. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige seit 30 Jahren rund um das Thema Krebs. Bei 50 Prozent aller Anfragen zu Tumorlokalisationen steht das Thema Brustkrebs im Vordergrund.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren