Sonntag, 22. September 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

Informationen der BZgA für Eltern, Jugendliche und Arztpraxen zur HPV-Impfung

06. November 2018 Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen zur HPV-Impfung erweitert. Während es die offizielle Empfehlung für Mädchen bereits seit dem Jahr 2007 gibt, empfiehlt sie die HPV-Impfung seit diesem Jahr auch für Jungen. Um auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hinzuweisen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationsmaterialien entwickelt, die derzeit an die ärztlichen Praxen versendet werden und darüber auch Eltern und Jugendliche erreichen.
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Deutschland ist eines der ersten Länder, das die Empfehlung zur HPV-Impfung auch für Jungen ausspricht. Nun gilt es, die HPV-Impfung bekannter zu machen und die Impfquoten sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen zu steigern. 
Wir wollen Ärztinnen und Ärzte motivieren, die Impfung aktiv anzubieten. Gleichzeitig informieren wir Eltern und junge Patientinnen und Patienten über die Impfung und ihre präventiven Potentiale.“
 
Die HPV-Impfung ist ein wirksamer und sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten, die durch das Humane Papillomvirus ausgelöst werden können. Durch die Impfung können sowohl Mädchen als auch Jungen noch besser vor HPV und HPV-bedingten Krebserkrankungen geschützt werden. Trotz der hohen Schutzwirkung waren in 2015 nur 44,6% der 17-jährigen Mädchen und nur 31,5% der 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft. Für Jungen liegen derzeit noch keine Daten zur bundesweiten Impfquote vor.
 
Die HPV-Impfung wird seit diesem Sommer für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Jugendliche, die noch nicht geimpft sind, können sich bis einschließlich 17 Jahre nachimpfen lassen. Die Impfung wird in diesen Altersgruppen von den gesetzlichen Krankenkassen und den privaten Krankenversicherungen bezahlt.
 
Das aktuelle Maßnahmenpaket der BZgA richtet sich an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie an Eltern und Jugendliche. Im Rahmen einer Versandaktion werden ärztlichen Praxen Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt. Begleitende Medien machen Eltern und Jugendliche auf die HPV-Impfung aufmerksam. Zusätzlich hält die Internetseite www.liebesleben.de/hpv umfangreiche Informationen zur HPV-Impfung bereit und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)


Das könnte Sie auch interessieren

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs
© Merck Serono

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass es sich auch in diesem Jahr an der Aktionswoche zu Kopf-Hals-Krebs beteiligt. Diese wird zum vierten Mal von der Europäischen Kopf-Hals-Gesellschaft (engl.: European Head and Neck Society, EHNS) initiiert und findet vom 19. bis 23. September 2016 statt. Im Rahmen der europaweiten Aktivitäten veranstalten mehrere deutsche Kliniken und Kopf-Hals-Zentren Patiententage und bieten...

Hautkrebsreport: Nur jeder Sechste geht zur Früherkennung

Hautkrebsreport: Nur jeder Sechste geht zur Früherkennung
© Alexander Raths / fotolia.com

Hautkrebs ist mit 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich um ein sogenanntes malignes Melanom, den gefährlichen schwarzen Hautkrebs. Allein in Rheinland-Pfalz waren im Jahr 2017 9.907 gesetzlich Krankenversicherte vom schwarzen Hautkrebs betroffen. Die häufigsten Erkrankungsfälle wurden in Hessen, Niedersachsen und Thüringen registriert. Das zeigt der aktuelle Hautkrebsreport der...

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung
© ChenPG / Fotolia.com

Viele Krebspatienten schöpfen durch Musik, Malen oder andere künstlerische Tätigkeiten neue Kraft. Doch lange Zeit reichte der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht aus, um die Wirkung von Musik- oder Kunsttherapien zu belegen. Erst in den letzten Jahren wurden hierzu vermehrt psychoonkologische Studien durchgeführt, in denen es gelang, die Steigerung des Wohlbefindens von Patienten durch künstlerische Betätigungen nachzuweisen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.