Donnerstag, 23. Mai 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

Informationen der BZgA für Eltern, Jugendliche und Arztpraxen zur HPV-Impfung

06. November 2018 Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen zur HPV-Impfung erweitert. Während es die offizielle Empfehlung für Mädchen bereits seit dem Jahr 2007 gibt, empfiehlt sie die HPV-Impfung seit diesem Jahr auch für Jungen. Um auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hinzuweisen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationsmaterialien entwickelt, die derzeit an die ärztlichen Praxen versendet werden und darüber auch Eltern und Jugendliche erreichen.
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Deutschland ist eines der ersten Länder, das die Empfehlung zur HPV-Impfung auch für Jungen ausspricht. Nun gilt es, die HPV-Impfung bekannter zu machen und die Impfquoten sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen zu steigern. 
Wir wollen Ärztinnen und Ärzte motivieren, die Impfung aktiv anzubieten. Gleichzeitig informieren wir Eltern und junge Patientinnen und Patienten über die Impfung und ihre präventiven Potentiale.“
 
Die HPV-Impfung ist ein wirksamer und sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten, die durch das Humane Papillomvirus ausgelöst werden können. Durch die Impfung können sowohl Mädchen als auch Jungen noch besser vor HPV und HPV-bedingten Krebserkrankungen geschützt werden. Trotz der hohen Schutzwirkung waren in 2015 nur 44,6% der 17-jährigen Mädchen und nur 31,5% der 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft. Für Jungen liegen derzeit noch keine Daten zur bundesweiten Impfquote vor.
 
Die HPV-Impfung wird seit diesem Sommer für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Jugendliche, die noch nicht geimpft sind, können sich bis einschließlich 17 Jahre nachimpfen lassen. Die Impfung wird in diesen Altersgruppen von den gesetzlichen Krankenkassen und den privaten Krankenversicherungen bezahlt.
 
Das aktuelle Maßnahmenpaket der BZgA richtet sich an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie an Eltern und Jugendliche. Im Rahmen einer Versandaktion werden ärztlichen Praxen Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt. Begleitende Medien machen Eltern und Jugendliche auf die HPV-Impfung aufmerksam. Zusätzlich hält die Internetseite www.liebesleben.de/hpv umfangreiche Informationen zur HPV-Impfung bereit und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)


Das könnte Sie auch interessieren

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten
© Frantab / fotolia.com

„Danke für den gemeinsamen Spirit. Möge er uns weiter beflügeln“, so ein Feedback zum ersten Sommertreffen junger Krebspatienten in Deutschland. Frauen und Männer aus der gesamten Bundesrepublik kamen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das erste Mal in Lauterbach (Hessen) zu einem gemeinsamen Kennenlernen und Austausch zusammen. Die etwa 50 Teilnehmer engagieren sich in den TREFFPUNKTEN der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Die Stiftung hatte...

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren
© serhiibobyk / Fotolia.com

Etwa jede achte Frau erkrankt hierzulande an Brustkrebs. Insgesamt betrifft dies 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Obwohl Brustkrebs in erster Linie eine Erkrankung der Frau nach den Wechseljahren ist, können auch deutlich jüngere Frauen erkranken. Aber – für welche Frau macht welche Untersuchung in welchem Alter Sinn? Das Mammographie-Screening-Programm gilt für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Was insbesondere Frauen außerhalb des „Screening-Alters“...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.