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10. April 2017 Junge Erwachsende mit Krebs – Hilfe zur Selbsthilfe

Wenn junge Erwachsene an Krebs erkranken, stecken sie in einer völlig anderen Lebenssituation als ältere Krebspatienten: Sie sind mitten im Studium, am Anfang ihrer Karriere, gerade von zu Hause ausgezogen, sie gründen eine Familie oder haben kleine Kinder. Doch viele Beratungsangebote sind nicht auf die Bedürfnisse junger Krebspatienten zugeschnitten – deshalb ist Hilfe zur Selbsthilfe gefragt.
Jedes Jahr erhalten etwa 485.000 Menschen in Deutschland eine Krebsdiagnose, ungefähr 15.600 davon sind sogenannte junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 39 Jahren. Sie haben oft ganz andere Fragen und Bedürfnisse als ältere Menschen, die an Krebs erkranken:
Durch die lebensbedrohliche Erkrankung kann die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen, die bei älteren Patienten meist schon abgeschlossen ist, schmerzhaft unterbrochen werden. Es entstehen erneut Abhängigkeiten von den Eltern, obwohl man doch gerade erst ausgezogen ist und sich abnabeln will. Als Patient ist man plötzlich wieder auf Hilfe angewiesen – finanziell sowie in der Bewältigung des Alltags. Eventuell muss die Familienplanung jetzt im Schnellverfahren abgeschlossen werden, da Therapien die Fruchtbarkeit einschränken können. Von heute auf morgen müssen viele Entscheidungen getroffen werden, für die man glaubte, noch viel Zeit vor sich zu haben.
 
In diesen Fällen kann Hilfe zur Selbsthilfe ein rettender Anker sein – ob im direkten Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe oder über den Austausch in Foren und Blogs im Internet. Einen Überblick über die bestehenden Selbsthilfeinitiativen für junge Erwachsene mit Krebs liefert das ONKO-Internetportal in seinem aktuellen Monatsthema unter www.krebsgesellschaft.de/thema_april2017.

ONKO Internetportal in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


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