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13. Februar 2014 Infusion, Tablette oder Spritze unter die Haut?

Viele Arzneimittel können einfach als Tablette, Kapsel oder Dragee, also oral, verabreicht werden. Das aber ist nicht bei allen Wirkstoffen möglich. Reagiert die im Arzneimittel eingesetzte Substanz zum Beispiel empfindlich auf Magensäure, würde sie im Magen schon unwirksam werden. Eine orale Darreichungsform ist in diesem Falle nutzlos.

Dies kann ein Grund dafür sein, das Medikament nicht als Tablette, sondern als Infusion oder als Injektion zu verabreichen. Damit wird im Allgemeinen zugleich sichergestellt, dass der Wirkstoff rasch seinen Wirkort erreicht und damit schnell zur Wirkung kommt. Man unterscheidet drei Injektionsformen: die subkutane Injektion, also die Injektion unter die Haut, die intramuskuläre Injektion ins Muskelgewebe und die intravenöse Injektion direkt ins Blutgefäß entweder via Spritze oder als Infusion.

Ein Fortschritt in der Behandlung kann es dabei sein, Medikamente so weiterzuentwickeln, dass sie beispielsweise nicht mehr als Infusion gegeben werden müssen, sondern als subkutane Injektion. Ein solcher Fortschritt wurde jüngst bei der Antikörpertherapie von Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs erzielt. War früher eine Infusionsbehandlung über 30-90 Minuten erforderlich, kann der Antikörper jetzt in wenigen Minuten subkutan injiziert werden. Die Behandlung wird für die Frauen damit einfacher und erheblich zeitsparender.

Eine Studie hat ergeben, dass 90% der Patientinnen, die Erfahrungen mit beiden Darreichungsformen haben, die Verabreichung unter die Haut gegenüber einer Infusion bevorzugen.

Lebenswege Ausgabe 6-2013


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