Donnerstag, 23. Mai 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

15. April 2016 Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online

Arbeitsgruppe am Tumorzentrum München (TZM) bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen und gibt praktische Hilfestellung von der Prävention bis zur Therapie

Das neue Infoportal der Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“ am Tumorzentrum München (TZM) ist ab sofort unter www.ernaehrung-krebs-tzm.de online. Es bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen, gibt praktische Hilfestellung und vermittelt Kontakte zu anerkannten Therapeuten und Beratungsstellen rund um das Thema Ernährung und Krebs. Die Arbeitsgruppe besteht aus qualifizierten Ärzten und Ernährungsfachkräften unter der Leitung von Professor Hans Hauner und Professor Marc Martignoni in München. Ob zur Prävention oder während der Therapie: Die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Krebserkrankungen. Das TZM-Infoportal richtet sich daher an Betroffene sowie jeden, der mit Ernährung gezielt Krebs vorbeugen möchte.

Vorschau des Infoportals ernaehrung-krebs-tzm.de Unter www.ernaehrung-krebs-tzm.de geht heute das neue Infoportal der Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“ am Tumorzentrum München (TZM) ins Netz. Es bietet Interessierten und Betroffenen zahlreiche Informationen, Hilfestellungen und Empfehlungen rund um das Thema Ernährung und Krebs. Die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Krebserkrankungen. „Ein gutes Drittel der jährlich auftretenden rund 500.000 Krebserkrankungen in Deutschland könnte durch eine gesunde Ernährung verhindert werden“, erklärt Prof. Dr. med. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und Leiter der Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“.

 

Aber auch Patienten profitieren von einer gesunden und an ihre individuelle Situation angepassten Ernährung. Daher hat sich die Arbeitsgruppe neben der Prävention vor allem die Verbesserung der Ernährungssituation von Krebspatienten zum Ziel gesetzt. „Eine adäquate Ernährungsweise vor, während und nach der Therapie ist für den Behandlungseffekt und damit die Überlebensqualität mitentscheidend“, ist Hauner überzeugt.

Über- und Untergewicht: Risikofaktor und Begleiterscheinung bei Krebs
Im Fokus des neuen Infoportals stehen die Faktoren Übergewicht und Gewichtsverlust bzw. die Mangelernährung. Übergewicht – besonders die Fettleibigkeit (Adipositas) – gilt zunehmend als möglicher Mitauslöser von Krebserkrankungen. Auch den Verlauf der Erkrankung und den Behandlungseffekt kann starkes Übergewicht verschlechtern. Daraus lässt sich allerdings nicht pauschal ableiten, dass übergewichtige Krebspatienten generell abnehmen sollten. „Jede Krebserkrankung ist anders“, unterstreicht Prof. Dr. med. Marc Martignoni, Oberarzt der Chirurgischen Klinik und Poliklinik im Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und ebenfalls Leiter der Arbeitsgruppe. „Es kann durchaus mal zu einer ungewollten Gewichtszunahme kommen. Aber häufiger beobachten wir Patienten, die während der Tumorbehandlung an Gewicht verlieren und auf eine ausreichende Versorgung wichtiger Nährstoffe achten müssen, um nicht in eine Mangelernährung zu rutschen.“ Das TZM-Infoportal erklärt Ratsuchenden die komplexen Zusammenhänge einfach verständlich, gibt praktische Tipps und Antworten auf die häufigsten Fragen sowie konkrete Empfehlungen im Bereich der Ernährungstherapie. Alle Informationen beruhen auf aktuellen Leitlinien und den neuesten Studienerkenntnissen.

Anerkannt und qualifiziert: Beratungsangebote zur Ernährungstherapie bei Krebs
In den Medien und auf dem Markt befindlichen Ratgebern finden sich oft widersprüchliche Ernährungsbotschaften, die bei Betroffenen und Interessierten zu Verunsicherung führen können. Hinzu kommt, dass die Bezeichnung „Ernährungsberater“ derzeit nicht geschützt ist und damit nichts über den tatsächlichen Kenntnisstand im Bereich der Ernährungstherapie aussagt. Daher setzt die Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“ bei ihrem Informationsangebot ausschließlich auf anerkannte und qualifizierte Experten innerhalb der Berufsgruppen der Diätassistenten, Oecotrophologen und Ernährungsmediziner. Auf dem Infoportal wird erläutert, woran Patienten eine qualifizierte Ernährungsberatung erkennen, wie sie diese in Anspruch nehmen können und wie es beispielsweise mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse aussieht. Unter dem Stichwort Beratersuche sind rund 20 qualifizierte Beratungsstellen im Raum München verzeichnet – ambulant und stationär. Zusätzlich bietet das TZM-Infoportal eine Auflistung von seriösen Institutionen und Berufsverbänden, die eine bundesweite Suche nach anerkannten Ernährungsfachkräften anbieten.

Über das Tumorzentrum München
Das Tumorzentrum München (TZM) ist eine Dienstleistungs- und Serviceeinrichtung des Comprehensive Cancer Center München (CCC München) für Ärzte wie auch für Patienten in der Region München und Oberbayern. Es wurde 1977 gegründet und fördert seitdem die Forschung, Weiterbildung und den Wissensaustausch rund das Thema Krebs. Derzeit sind 16 Projektgruppen mit insgesamt mehr als 1.500 Mitgliedern aktiv. Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen beraten in den Projektgruppen gemeinsam über Behandlungsrichtlinien, die regelmäßig in „Blauen Manualen“ veröffentlicht werden. Eine wichtige Arbeitsgruppe bildet das Tumorregister, das in einem Einzugsbereich von mehr als vier Millionen Menschen in enger Absprache mit den Projektgruppen die zentrale Tumordokumentation sicherstellt. Geleitet wird das TZM vom ehrenamtlich tätigen geschäftsführenden Vorstand. Für die Koordination aller Aktivitäten ist die Geschäftsstelle des Tumorzentrum München verantwortlich, die von Prof. Dr. med. Volkmar Nüssler geleitet wird.
Weitere Informationen gibt es unter www.tumorzentrum-muenchen.de


Das könnte Sie auch interessieren

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst
© pressmaster / Fotolia.com

Sieben von zehn Menschen in Deutschland fürchten sich am meisten vor Krebs. Bei Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren und Frauen ist die Angst besonders groß. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Das Engagement für die eigene Gesundheit wächst. Immer mehr Menschen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen und halten sich mit Sport und gesunder Ernährung fit.

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“
© Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

„Hut ab“ oder „Chapeau“ - das sagen Menschen, um Wertschätzung und Anerkennung vor der Leistung Anderer auszudrücken. Am 25. Juni 2016 bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums an 40 Orten in Deutschland Mitbürgern die Möglichkeit, durch die Geste des „Hutziehens“ ein Zeichen der Solidarität mit an Krebs erkrankten Menschen zu setzen und das Engagement der ehrenamtlich...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.