Sonntag, 5. April 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

01. Oktober 2019 HPV-Impfung schützt vor Krebs

© pixelaway - stock.adobe.com
Krebsprävention ist eine zentrale Strategie im Kampf gegen Krebs. Zur Prävention zählen auch Impfungen, mit denen vielen Krebserkrankungen gezielt vorgebeugt werden kann. Beispiel: Humane Papillomviren (HPV), deren Hochrisiko-Typen für Gebärmutterhalskrebs und andere Krebserkrankungen verantwortlich sind. Doch es gibt eine wirksame und gut verträgliche Impfung, die vor der Infektion mit HPV schützt und der Entwicklung von Krebs vorbeugt. Wer sollte sich wann impfen lassen und warum? Hat die Impfung Nebenwirkungen und wie werden diese im Vergleich zum Nutzen bewertet?
HP-Viren – nicht immer harmlos

Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Sie sind hochansteckend und infizieren sowohl Frauen als auch Männer, oftmals bereits beim ersten Sexualkontakt. Meistens klingt die Infektion unbemerkt ohne gesundheitliche Probleme wieder ab. 12 der 40 bekannten HPV-Typen werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedoch als sicher krebserregend eingestuft. Eine Infektion mit diesen Viren kann im Verlauf von mehreren Jahren zu Krebsvorstufen oder Krebs führen: zum Beispiel zu Gebärmutterhalskrebs bei Frauen und Tumoren im Mund-, Rachen- oder Genitalbereich bei Männern.

Die HPV-Impfung – hoch wirksam und gut verträglich

Fachleute schätzen, dass pro Jahr etwa 7.700 Menschen in Deutschland an HPV-bedingtem Krebs erkranken. Viele dieser Krankheitsfälle könnten mithilfe der HPV-Impfung vermieden werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomviren für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen. Die Impfung bietet einen nahezu hundertprozentigen Schutz vor der Infektion mit den häufigsten krebserregenden Viren und ist gut verträglich. Auf etwa 1 Million Impfdosen kommt nur eine Nebenwirkung mit meist nicht bedrohlichen Symptomen.

Für Jungen und Mädchen

Viele junge Menschen sind bereits früh sexuell aktiv. Da ein vollständiger Impfschutz nur erreicht wird, wenn es noch nicht zu einer Infektion gekommen ist, sollte am besten vor Aufnahme erster sexueller Kontakte geimpft werden. Eine Nachholimpfung wird bis zum 18. Geburtstag empfohlen. Um auch ungeimpfte Mädchen und Frauen besser zu schützen und die Verbreitung der Viren weiter einzudämmen, empfiehlt die STIKO seit Mitte 2018 auch die Impfung von Jungen. „Junge Männer haben oft mehr Sexualpartner als Frauen im gleichen Alter – damit sind sie die wichtigsten Verbreiter der Viren“, erläutert Prof. Harald zur Hausen, Medizin-Nobelpreisträger und Wegbereiter der HPV-Impfung. Außerdem schützt die Impfung die Jungen vor Anal- und Peniskarzinomen ebenso wie vor bestimmten Tumoren im Kopf-Hals-Bereich.

Deutsches Krebsforschungszentrum


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie
© RTimages / Fotolia.com

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“

Sonnensünden kommen erst nach Jahrzehnten ans Tageslicht

Sonnensünden kommen erst nach Jahrzehnten ans Tageslicht
© NCT/UCC/Philip Benjamin

Die moderne Krebsmedizin hat bei der Behandlung von Tumorerkrankungen in den letzten Jahren beachtliche Erfolge erzielt. Das gilt insbesondere auch für Hautkrebs, der durch ein Übermaß an UV-Strahlung ausgelöst wird. Die Hautkrebszahlen steigen. Auch das Dresdner Hauttumorzentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) verzeichnet kontinuierlich mehr Hautkrebspatienten – darunter viele Patienten mit fortgeschrittenen Hauttumoren. Bereits...

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum
© karepa / Fotolia.com

Beim Alkoholkonsum belegt Deutschland im weltweiten Vergleich stets Spitzenplätze: Rund zehn Liter reinen Alkohols werden hierzulande nach aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr pro Kopf getrunken und verursachen alljährlich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 26,7 Milliarden Euro. „Obwohl Erkenntnisse über das Suchtpotenzial von Alkohol in der Gesellschaft inzwischen hinlänglich verbreitet sind, finden Bier, Wein und...

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen
© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Etwa zwei Drittel aller bösartigen Brusttumore wachsen hormonabhängig. Weibliche Hormone wie das Östrogen lösen in den Tumorzellen einen Wachstumsreiz aus. Um das zu verhindern und das Rückfallrisiko zu senken, erhalten viele Brustkrebspatientinnen nach einer Operation zur Entfernung des Tumors über mehrere Jahre eine antihormonelle Therapie. Experten stufen die Begleiterscheinungen der Therapie zwar als weniger gravierend als bei einer Chemotherapie ein, viele...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"HPV-Impfung schützt vor Krebs"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden