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03. August 2015 „Durch Wissen zum Leben“

Wann immer möglich, wird heutzutage versucht, Krebspatienten Klinikaufenthalte zu ersparen. Die Behandlung erfolgt vielmehr bevorzugt ambulant bei niedergelassenen Krebsmedizinern oder in Klinikambulanzen. Das erlaubt es den Patienten, trotz der Erkrankung weitestgehend in ihrer gewohnten Umgebung zu leben und ihrem Alltag nachgehen zu können. Die vorwiegend ambulante Behandlung hat jedoch auch zur Folge, dass dem Patienten weniger Ansprechpartner zu allen Fragen zur Erkrankung und zu ihrer Bewältigung zur Seite stehen. Umso wichtiger sind laut Bianka Rohne, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Krebsgesellschaft e.V., Gesprächs- und Unterstützungsangebote in speziellen Beratungsstellen.

Die psychosoziale Beratung und Begleitung von Krebspatienten ist deshalb das Herzstück der Brandenburgischen Krebsgesellschaft mit Sitz in Potsdam. „Im Land Brandenburg müssen sich jährlich mehr als 15.000 Menschen mit der Krankheit Krebs neu auseinandersetzen. Durch die enormen Fortschritte in der Medizin steigen die Heilungschancen dabei zusehends, betont Frau Rohne. Dennoch stellen sich oft bohrende Fragen und können den Einzelnen schnell überfordern: Wie geht es weiter mit mir? Wie halte ich meine Ängste und Nöte aus? Wo bekomme ich welche Unterstützung?

Was kann ich selbst tun? Was passiert, wenn ich meinen Beruf nicht weiter ausüben kann? Steht mir eine Reha zu? Was mache ich, wenn das Krankengeld nicht mehr fließt? Wie reagiert meine Familie? Kann ich alleine leben? Das sind Fragen, die oft in der Beratungsstelle in Potsdam gestellt werden. Die Beratung kann dabei direkt vor Ort erfolgen oder auch telefonisch, wenn Patienten die Beratungsstelle nicht aufsuchen können. Als Ergänzung zu den Einzelberatungen in der Psychosozialen Beratungsstelle bietet die Brandenburgische Krebsgesellschaft diverse Gesprächsgruppen und Seminare für Krebspatienten und ihre Angehörigen an. Dazu gehören unter anderem Gesprächsgruppen für Betroffene: „Viele Patienten beschreiben einen seelischen Dauerstress, welcher zur medizinischen und körperlichen Belastung hinzukommt: Todesangst, Sorge um die Familie, finanzielle Probleme, Mutlosigkeit, natürlich aber auch Hoffnung.

Besonders unmittelbar nach der Diagnosestellung und nach der Entlassung aus der Klinik fühlen sich viele Patienten alleine gelassen und fallen in ein tiefes „Loch“. Genau in dieser Situation können Gesprächsgruppen mit Betroffenen ein Helfer in der Not sein“, erklärt Frau Rohne. Es gibt ferner spezielle Gesprächsrunden für Angehörige, die durch die  Erkrankung ebenfalls in einen Strudel widerstrebender Gefühle gerissen werden. In den Gesprächsrunden haben sie die Möglichkeit, sich über die eigenen Probleme, Sorgen, Fragen und Hoffnungen auszutauschen. Das Angebot der Brandenburgischen Krebsgesellschaft umfasst außerdem die Musiktherapie, die Kunsttherapie, ein Kosmetikseminar sowie ein Seminar zur Naturheilkunde als begleitende Therapiemöglichkeit bei Krebs sowie zur Ernährung und zum Thema „Krebs und Erschöpfung“. Die Seminare sind kostenfrei und können von Betroffenen wie auch Angehörigen besucht werden. Die Brandenburgische Krebsgesellschaft steht zudem in engem Kontakt mit 17 Selbsthilfegruppen, die Mitglied der Gesellschaft und in ganz Brandenburg verteilt sind. „Damit können wir Menschen, die nicht in der Nähe von Potsdam leben, oft ein zusätzliches Angebot in ihrer direkten Umgebung bieten“, erläutert Frau Rohne.

Weiterführende Informationen gibt es hier:
Brandenburgische Krebsgesellschaft e.V.,
Charlottenstraße 57, 14467 Potsdam
Tel. 0331/86 48 06
Fax 0331/8 17 06 01
Email: mail@krebsgesellschaft-brandenburg.de oder
www.krebsgesellschaft-brandenburg.de


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